+++ OBZ: Das Online-Entertainment-Verbindungshaus! +++ FACEBOOK: OmegaBetaZeta.de +++ YouTube: OBZonline www.youtube.com/user/OBZonline +++ TWITTER: OBZonline
Home |  Movies |  DVD/BLU-RAY |  FSK18 |  Books |  Seasons |  Download |  Sounds |  Special |  Games |  Fun |  Win |  EasterEggs |  OBZinfos 

 Kino!
 

Specials

Interview mit Ashton Kutcher (zu The Guardian)

Walt Disney / Buena Vista International führte zum Kinostart von
„JEDE SEKUNDE ZÄHLT – THE GUARDIAN“ ein Interview mit Ashton Kutcher. Ashton Kutcher wurde am 07. Februar 1978 in Iowa, USA geboren. In seiner großartigen Kariere spielte Ashton Kutcher in folgenden Filmen mit:
So was wie Liebe, Ey Mann, wo is mein Auto?, Guess Who, Texas Rangers, uvm. Weitere Informationen über Ashton Kutcher finden sie unter:
http://www.ashton-kutcher.net

Walt Disney Pictures / Buena Vista International stellte uns dieses Interview zum Kinostart von "JEDE SEKUNDE ZÄHLT – THE GUARDIAN " zur Verfügung. Der Film läuft ab den 19.10.2006 in den deutschen Kinos!

1. Der Regisseur Andrew Davis und die Produzenten von JEDE SEKUNDE ZÄHLT – THE GUARDIAN vergleichen Sie mit Cary Grant und Steve McQueen.
Was halten Sie von solchen Vergleichen?
KUTCHER: (lacht…): „Ich glaube, die versuchen nur den Film zu verkaufen... Aber ich mag diese Typen, und ich habe tatsächlich Steve McQueens Filme für diese Rolle studiert. Wenn ich beginne an einem Filmprojekt zu arbeiten, suche ich mir immer einen älteren Schauspieler oder einen Filmvorgänger aus, den ich bewundere – irgendjemand mit speziellen Fähigkeiten, die zu meiner Rolle passen. Dann studiere ich dessen Arbeit und versuche, mir Tricks abzugucken. Steve McQueen war mein Vorbild für diesen Film, weil er in Actionszenen so gut rüberkommt und ein unglaublicher Schauspieler war. Ich hatte zuvor noch nie einen Actionfilm gemacht. Deshalb hatte ich einige Bedenken, und Steve McQueen ist nach wie vor der Coolste und Beste bei Actionszenen. Niemand ist besser als er. Also habe ich mir seine Filme angeschaut und viele Bücher über ihn gelesen. Ich wollte herausfinden, wie er arbeitete und wie er dachte, weil ich nicht sicher war, ob ich eine solche Rolle spielen könnte. Deshalb hab ich mir überlegt, ein wenig von Steve McQueen abzuschauen. Das mach ich jedes Mal. An mir ist nichts echt, glauben Sie mir, alles ist nur von anderen Schauspielern geklaut.“ (lacht wieder)

2. Was für einen Charakter stellen Sie dar?
KUTCHER: Ich spiele Jake Fischer, einen Typen, der unmöglich zu durchschauen ist. Es ist schwierig, ihn kennen zu lernen und herauszufinden, was ihn antreibt. Es ist offensichtlich, dass etwas mit ihm los ist, ihn etwas beschäftigt, irgendwelche Sorgen, die er in seinem Leben hat. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein aufsässiger, unangenehmer Idiot. Kein netter Kerl. Er scheint arrogant zu sein. Er ist diese Art von Typ, die versucht allen zu zeigen, dass er gut genug ist, aber innerlich ist er natürlich unsicher und glaubt überhaupt nicht gut zu sein. Er nimmt am Spezialtrainingsprogramm der Coast Guard teil, um ein erstklassiger Rettungsschwimmer zu werden und will von niemandem Hilfe annehmen. Er denkt, dass er alles alleine kann. Aber er braucht andere Menschen, und schlussendlich realisiert er, dass es keine schlechte Sache ist, Hilfe anzunehmen.“

3. In welcher Beziehung steht er zu Kevin Costners Filmcharakter?
KUTCHER: Kevin, der Ben Randall spielt, wird für meine Rolle zu einer Art Vaterfigur. Aber anfangs gibt es zwischen den beiden Konflikte, und sie kommen überhaupt nicht miteinander klar. Ihr Persönlichkeiten prallen aufeinander, und Jake Fischer denkt, dass er der Bessere von beiden ist. Später realisiert er, dass es bei dieser Arbeit nicht um Konkurrenz geht, und Kevins Charakter wird zu einem Mentor für ihn.

4. Gibt es Ähnlichkeiten zwischen Ihrer Beziehung zu Kevin im Film und privat? Hat er Ihnen viel beigebracht?
KUTCHER: “Er hat mir sehr vieles gelehrt, und einer der Gründe, warum ich diesen Film mache, ist, dass ich von Kevin lernen wollte. Und ja, es gibt eine Übereinstimmung: Mein Filmcharakter kommt an den Punkt, wo er von dem Mann lernen will, der ein Meister seines Fachs ist. Ich habe von Kevin so viel gelernt, und ich frage ihn zu allen Aspekten des Filmemachens. Manchmal, wenn wir eine Szene beenden, sage ich: ‘Wie kann ich das besser oder anders machen?’ Und er kann mir immer großartige Ratschläge geben. Er ist nicht nur ein sehr guter Schauspieler, er ist auch ein sehr guter Regisseur.”

5. Hat er Ihnen in Bezug auf Ihren Starruhm etwas beigebracht?
KUTCHER: “Er ist darin ganz klar besser als ich. Ich lerne viel, wenn ich ihn beobachte, weil er mit allen so großartig umgeht und so höflich und geduldig ist. Ich erinnere mich an mein erstes Treffen mit Kevin. Wir gingen nach North Carolina an die echte Schule, wo die Coast Guard ausgebildet wird. Wir sahen zu, wie die Coast Guard trainierte. An einem Abend gingen wir in ein kleines Restaurant, und das Städtchen Elizabeth Town war so klein, dass sich bald herumsprach, dass wir dort waren. Als wir fertig gegessen hatten und gehen wollten, war es so, als hätte sich die ganze Stadt vor dem Restaurant versammelt; jedermann wollte Autogramme. Hunderte von Leuten waren da, um uns zu sehen. Ich hatte Angst, weil da so viele Leute waren. Ich werde dann immer sehr schüchtern, weil ich Menschenmengen nicht mag. Ich kann es nicht leiden, es macht mir Angst und ich fühle mich außer Kontrolle. Also habe ich mich hinter ein paar Typen der Coast Guard versteckt, damit mich niemand sehen konnte, und ich mied alle und stieg ins Auto. Ich wartete auf Kevin, weil wir zusammen in einem Auto fuhren. Ich kehrte mich um und betrachtete die Szene: Kevin hatte keine Eile, den Ort zu verlassen. Er sog die Atmosphäre in sich auf. Er war großartig, gab Autogramme und ließ sich mit allen fotografieren. Und ich dachte: ‘Dieser Typ lebt wirklich, was er glaubt.’ Er ist so freundlich mit seinen Fans. Ich schleiche lieber zur Hintertür hinaus. Er genießt, dass er den Leuten Freude macht, und ich glaube, das ist etwas, was ich von Kevin lernen kann: Dass man die Freude, die man jemandem macht, genießen kannst anstatt davor davonzulaufen.”

6. Wie war die Arbeit mit Andrew Davis, dem Regisseur?
KUTCHER: ”Großartig. Er dreht viel und das mag ich, denn jedes Mal, wenn er eine Szene wiederholt, bekomme ich die Möglichkeit, besser zu sein. Andy ist großartig und kreativ. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich eine Szene schlecht gespielt habe, aber Andy umrahmt die Szene zum Beispiel im Hintergrund mit einem Boot und das macht er so gut, dass das Ganze unglaublich aussieht. Ich finde, dass die Verfilmung so schön ist, dass die Zuschauer gar nicht auf mich achten werden.”

7. Sie sehen äußerst fit und muskulös aus, und ich habe gehört, dass Sie 7kg an Muskelmasse zugelegt haben. Wie hart war das Training für diese Rolle, um in Form zu kommen?
KUTCHER: “Also ich konnte vor diesem Film nicht wirklich gut schwimmen. Ich bewege mich nicht natürlich im Wasser und ich habe für diesen Film unterschrieben im Bewusstsein, dass ich richtig gut schwimmen lernen muss. Vor JEDE SEKUNDE ZÄHLT – THE GUARDIAN schaffte ich es von einem Ende des Schwimmbeckens ans andere, aber es war eher ein Hundepaddeln, nicht wirkliches Schwimmen. Also begann ich sechs Monate vor Drehbeginn, Schwimmunterricht zu nehmen. Zuerst lernte ich, ein geübter Schwimmer zu werden, dann wie man ein wirklich guter Schwimmer wird. Ich begann auch mit einem Fitnesstrainer zu arbeiten und in Form zu kommen, weil ich keinen dieser Küstenwächter darstellen wollte, ohne ihnen in körperlicher Hinsicht nachzueifern. In ihrer körperlichen Verfassung stehen sie niemandem nach, sie sind unglaublich fit. Dann gingen wir ins Trainingslager und das war auch sehr hart. Ich werde das wohl nie vergessen. Du wirst ständig angeschrien und angetrieben: ‚Auf den Boden und 50 Rumpfbeugen!’.

8. Wie anstrengend waren diese Dreharbeiten generell?
KUTCHER: In körperlicher Hinsicht war dies der härteste Dreh, den ich je hatte. Es war sehr anspruchsvoll. Es gibt nur drei Szenen, in denen mir nicht kalt ist oder ich nass bin, oder beides. Es war also schön diese drei Szenen zu drehen, weil sie eine solche Erleichterung waren. Ich sagte zu Andy: ‚Ist dies wirklich alles, was wir in dieser Szene tun müssen? Nur ein Gespräch führen? Das ist aber cool!’ Man wird wirklich dankbar, wenn man einmal nicht mehr frieren muss.“

9. Sind Sie eine dankbare Person?
KUTCHER: “Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Karriere haben darf. Einige Drehtage musste ich in diesem Wellentank verbringen, der extra gebaut wurde, um riesige Wellen wie im Beringmeer herzustellen. Und als ich da so in den Wellen trieb und auf eine Szene wartete, schaute ich auf und sagte zu mir selbst: ‚Das ist so großartig, das ist so cool, was für ein großartiger Beruf!’“

10. Im Film geht es um Heldenhaftigkeit, was bedeutet das für Sie?
KUTCHER: “Diese Menschen, die für die Coast Guard arbeiten, sind echte Helden und der Grund, warum sie echte Helden sind, ist, dass sie stille Helden sind. Man kann niemanden zu einem Helden machen, so funktioniert das nicht, entweder du bist dazu geboren oder nicht. Sie opfern sich jeden Tag selbst auf, begeben sich in gefährliche Situationen und beklagen sich nicht. Sie erledigen einfach ihre Arbeit. Ihr Job ist es, Leben zu retten. So verdienen sie sich ihren Lebensunterhalt. Es ist erstaunlich. Als ich das Drehbuch zum ersten Mal las, mochte ich am meisten, dass es in diesem Film um Menschen geht, die Leben retten anstatt Leben zu nehmen. Ich dachte, dass dies ein großartiges Thema für einen Actionfilm ist.„

11. Wie viel mehr Spaß macht ein Actionfilm als eine Komödie?
KUTCHER: ”Das war die Idee für mich: Etwas zu lernen, was ich noch nie zuvor gemacht hatte. Ich denke, so wachsen wir als Menschen. Ich wollte ein Projekt, das ein wirklicher Weggang von allem war, was ich bisher gemacht hatte. Außerdem wollte ich die Möglichkeit, mit Schauspielern zusammen zu arbeiten, zu denen ich aufschauen kann. Jedes Mal, wenn wir etwas Neues tun, gibt es uns die Chance zu wachsen. Dieser Film ist fantastisch für mich. Er macht Freude, und ich hatte viel Spaß. Was ich an Actionfilmen auch mag, ist, dass ich zur Arbeit komme und die Arbeit nicht so mental ist. Ich muss nicht viel auswendig lernen. Es gibt alle diese Actiondinge zu tun: Du musst herumrennen und all diese anstrengenden Dinge tun, und normalerweise ist irgendwo ein einzelner, cooler Satz dazwischen, zum Beispiel musst du ‚Alle raus!’ schreien. Das mag ich, weil ich nicht nachts zu Hause sitzen und Sätze auswendig lernen muss. Das ist die gute Seite.“

12. Wovon träumen Sie?
KUTCHER: ”Als Kind wollte ich berühmt werden und entweder Schauspieler oder Footballspieler sein. Das mit dem Football funktionierte nicht so gut. Aber Filme zu drehen war mein wirklicher Traum. Ich dachte nie, dass dies möglich wäre. Es ist erstaunlich.”

13. Was erfüllt Sie?
KUTCHER: ”Ich glaube, ich bin am glücklichsten wenn ich zu Hause bei meiner Familie, Demi und den Kindern, bin, aber nebenher auch arbeite. Ich arbeite gerne an Filmprojekten oder Drehbüchern. Es ist wichtig, ein Gleichgewicht zu haben. Ich habe viel Zeit damit verbracht, ein Gleichgewicht zwischen meinem Privatleben und meiner Arbeit herzustellen.“

14. Sind Sie mit Ihrer Karriere momentan zufrieden?
KUTCHER: “Ja, das bin ich, und ich bin eine ziemlich optimistische Person. Ich glaube immer, dass alles möglich, dass das Glas halb voll ist.”

15. Was sind Ihre Leitlinien im Leben?
KUTCHER: “Spiritualität gibt mir eine andere Lebensperspektive. Sie verändert die Wahrnehmung von dem, was man tut, total. Ich will, dass alles, was ich mache, eine positive Botschaft hat oder jemandem hilft. Ich will in meinem Leben etwas geben. Alles wird relativiert. Ich mag einen großen, wichtigen Film drehen, aber das tue ich nicht für mich. Ich mache das nicht für mein Ego, ich mache es, um zu geben, damit andere Freude haben, so dass die Leute ins Kino gehen können und Spaß haben und das Gefühl haben, etwas für ihr Geld zu bekommen. Und das gilt auch für mein Privatleben. Ich versuche zu geben und nicht egoistisch zu sein.”

16. Sie werden als das nächste Filmidol oder Sexsymbol beschrieben – Wie gehen Sie damit um und bleiben bei diesen Erwartungen am Boden?
KUTCHER: “Was mein Aussehen betrifft, habe ich einen großartigen Stylisten, und ich hoffe, dass mir meine Haare nicht ausgehen. Ich glaube nicht, dass ich eitel bin, und ich weiß nicht, wie man mit Erwartungen umgehen soll, die Leute die Zukunft betreffend an einen stellen. Wenn sie daran glauben, dass ich Potential habe, dann ist das eine wirklich coole Sache. Ich glaube, ich muss das für mich selbst realisieren und härter arbeiten. Ich glaube, dass jeder erfolgreich sein kann. Wir alle können Erfolg haben und Hindernisse sowie Herausforderungen überwinden – darum geht es im Leben.”

zurück  

 


*** Bitte Disclaimer beachten ***
powered by Smeagol