+++ OBZ: Das Online-Entertainment-Verbindungshaus! +++ FACEBOOK: OmegaBetaZeta.de +++ YouTube: OBZonline www.youtube.com/user/OBZonline +++ TWITTER: OBZonline
Home |  Movies |  DVD/BLU-RAY |  FSK18 |  Books |  Seasons |  Download |  Sounds |  Special |  Games |  Fun |  Win |  EasterEggs |  OBZinfos 

 Kino!
 

Specials

Was sind Mumien? (Kinostart: Die Mumie 3)

Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers

Am 07. August 2008 startet in den deutschen Kinos der Film „Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“ an. Darum präsentieren wir euch hier zum Kinostart, Informationen die sie über die Mumien wissen sollten...

Weitere Infos zum Film gibt es unter:
http://movies.universal-pictures-international-germany.de/diemumie3


Was sind Mumien?
Das Wort Mumie kommt ursprünglich aus dem arabischen (mumiya) und persischem (mum). Übersetzt bedeutet es soviel wie Wachs.

Mumien sind Leichen, die vor Verwesung geschützt werden – entweder durch natürliche Umstände oder durch künstliche Verfahren. Die Ägypter sind am bekanntesten für ihre Mumien. Sie setzten Verfahren zur Mumifizirung ihrer Toten aus religösen Gründen ein, da sie an ein Leben nach dem Tod glaubten. In der Natur tauchen Mumien meist in Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen auf. So bieten Wüsten oder das Eis ideale Bedingungen zur Konservierung von Leichen. Allerdings tauchen auch in gemäßigten Klimazonen Mumien auf – die sogenannten Moorleichen. Sie wurden häufig in Norddeutschland oder im südlichen Skandinavien gefunden.


Mumifizierung...
Ägypten: In Ägypten gab es bereits vor 5000 Jahren erste Sandmumien. Die Toten wurden einfach in ovale Gruben in den Wüstensand gelegt. Später wurden spezielle Techniken angewandt, um Tote zu mumifizieren. Dabei wurde jedoch unterschieden, ob es sich um einen normalen Bürger oder bedeutende Personen (Adlige, Priester, hohe Beamte, Wohlhabende) der damaligen Zeit handelte. Am Anfang stand die Waschung des Leichnams. Hierbei wurde auch das Gehirn entfernt, indem es mit Haken durch die Nase entnommen wurde. Die Einbalsamierer arbeiten sehr sorgfältig, denn das Gesicht des Toten durfte nicht beschädigt werden, da er vor dem „Totengericht“ im Jenseits erkannt werden musste. Der Schädel wurde dann mit Harz ausgegossen oder auch mit Leinentüchern gefüllt. Anschliessend wurden die Eingeweide entfernt. Wichtige Organe wurden separat mumifiziert und häufig in speziellen Gefäßen – den Kanopen – aufbewahrt. Der Körper wurde dann nach 40-50 Tagen der Austrocknung ebenfalls mit Salbölen eingerieben und die Bauchhöhle mit Leinenbeuteln, Natron, Gewürzen, Fetten und Harzen ausgefüllt. So erhielt er seine ursprüngliche Form und wurde konserviert. Zum Schluss musste der Körper umhüllt werden. Dafür verwendete man Streifen von Leinentücher, die mit Harz verklebt wurden. Um den Toten auf die Reise ins Jenseits vorzubereiten, legte man allerlei Grabbeilagen hinzu. Dies reichte je nach Status des Toten von einfachen Gegenständen über Lebensmittel bis hin zu kostbaren Schmuckstücken.

China: Auch im alten China gab es Mumifizierungen. Ein chinesischer Philosoph soll gesagt haben, dass derjenige der stirbt, ohne zu verschwinden, Unsterblichkeit erlangt. Eine gewollte Mumifizierung hatte demnach den Sinn einen Teil der Seele zu erhalten.
Schon im 4. Jahrhundert n.Chr. wurden die ersten Mumien in China gefunden. Sie wurden sogar über Generationen mit einer Schicht Trockenlack überzogen. Dies führte teilweise dazu, dass man eine Mumie nicht mehr als solche erkennen kann, sondern glaubt, eine Statue vor sich zu haben. Eine der bekanntesten chinesischen Mumien ist die „Lady von Dai“. Sie ist mit einem Alter von 2000 Jahren sogar noch älter als die vorher gefunden Mumien in China und stellt eine Sensation dar. Denn keine Mumie war bisher so gut erhalten. „Die Lady von Dai“ erweckt von ihrem Zustand her den Anschein, als sei sie erst vor wenigen Jahren gestorben. Bisher ist noch nicht geklärt, ob dies an einer speziellen Mumifizierungstechnik liegt oder eine Reihe von Zufällen die perfekte Erhaltung des Leichnams begünstigte.

Südamerik: In Peru konservierte man die Toten bis zur Zeit von Kolumbus. Die Toten wurden im heiß-trockenen Klima der Küsten gedörrt. Man verehrte die Toten als Ahnen und holte sie zu Festen hervor. Die Südperuaner konservierten ihre Toten, indem sie den Körper Hitze, Rauch und Kräuterdünsten aussetzten. Der Mumien wurde dann mit hochgezogenen Knien in einer Sitzstellung zusammengebundenund mit kostbaren Stoffen bekleidet. Auch in anderen Staaten Südamerikas gab es Mumien.


Zu den berühmtesten Mumien zählen:
1. Ötzi, 2. Die Lady von Dai, 3. Ritter Kahlbutz.

Ötzi:
Die 1991 im Gletschereis der Ötztaler Alpen (daher der Name „Ötzi) gefundene Mumie ist wohl die bekanntest natürliche Mumie. "Ötzi" war vor über 5000 Jahren in den eisigen Alpen gestorben. Über Jahrtausende war er als gefriergetrocknete Mumie im Eis eingeschlossen. Forscher konnten aus seiner Kleidung und aus Werkzeugen, die er bei sich trug, sowie anhand von Nahrungsresten viele Erkenntnisse über die Mumie und die Jungsteinzeit gewinnen. "Ötzi" war 1,60 Meter groß und hatte Tätowierungen. Er starb mit ca. 46 Jahren. Wahrscheinlich wurde er von einem Schneesturm überrascht und starb an Schwäche oder erfror.

Lady von Dai:
Anfang der 1970er Jahre stießen Arbeiter bei Grabungen in der chinesischen Provinz Huan auf eine Grabkammer, in der sich ein massiver Sarkophag befand. Der darin entdeckte Leichnam einer Frau glich einer Sensation. Der Zustand der Mumie erstaunte die gesamte Fachwelt. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Mumien, waren die Gliedmaßen der Leiche noch beweglich und das Fleisch fühlte sich elastisch und weich an. Die Haut schimmert in leicht gelblicher Farbe - wie zu Lebzeiten. Als Wissenschaftler die Mumie obduzierten, fanden sie sogar rotes Blut in den Adern. Ebenso waren die inneren Organe in einem überaus guten Zustand. – und das obwohl die Mumie mehr als 2000 Jahre alt war. Damit ist der konservierte Körper der „Lady von Dai“ der besterhaltene, der jemals gefunden wurde. Die Mumie gewährte den Forschern tiefen Einblick in Leben und Sterben von Lady Dai. Sie starb zwischen 178 und 145 vor Christus im Alter von ca. 50 Jahren. Ein ausschweifender Lebenswandel führte bei Ihr zu einer massiven Schwächung des Herzens. Sie litt unter der Verengung der Herzkranzgefäße, einer im Altertum bislang unbekannten Krankheit. Die Obduktion der Lady von Dai brachte darüber hinaus weitere unterschiedliche Krankheiten der Adligen zum Vorschein. Die Runzeln auf der Haut deuten zudem darauf hin, dass die Dame zu Lebzeiten wohl ziemlich beleibt war. Sie wog ca. 75 Kilo.
Die in China verwandte Methode Ihrer Konservierung stellt alle bekannte Techniken in den Schatten.Trotz extrem ungünstiger Umweltbedingungen ist das Ergebnis einmalig. Zwei weitere Särge, mit Mumien in ähnlichem perfekt erhaltenem Zustand wie der Lady, wurden gefunden –z.B die Sarkophage des einflussreichen Beamten Sui und der Herrschergattin Ling Huiping. Bis heute ist nicht genau geklärt, warum die Mumien so außergewöhnlich gut erhalten sind.

Ritter Kahlbutz:
Auch in Deutschland gibt es eine bekannte Mumie, deren Entstehung bis heute nicht restlos geklärt ist. Es handelt sich dabei um die Überreste des "nackten Ritters" Christian Friedrich von Kahlbutz (1651 – 1702). Seine Leiche hat sich 300 Jahre lang erhalten. Ritter Kahlbutz kämpfte an der Seite Kurfürsten Friedrich-Wilhelm von Brandenburg gegen die Schweden und wurde daher von seinem Fürsten mit einem Lehen – dem Dorf Kampehl bei Kyritz im nördlichen Brandenburg- belohnt. Der Legende nach hatte Ritter Kahlbutz seine Augen auf die Magd Maria Leppin geworfen, der Tochter eines Schmieds und die schönste Frau weit und breit. Die Magd allerdings wies die Annäherungsversuche des Ritters jedoch immer wieder ab. Darüber geriet der Ritter in Rage. Aus Rache erschlug er ihren Verlobten. Dem Gericht reichte ein Schwur des Ritters als Unschuldsbekundung aus. Ein Schwur, der Folgen haben sollte. Denn Christian Friedrich von Kahlbutz schwörte, dass er sei nicht der Täter war – und solle er es doch gewesen sein, so sollte Gott dafür sorgen, dass sein Leichnam niemals verrotte. Der Ritter starb im Jahr 1702. Etwa 90 Jahre später wurden Renovierungsarbeiten an der Kirche von Kampehl, in der sich das Grabmahl des Lehnsherren befand, durchgeführt. Im Zuge der Arbeiten wurde die Gruft geöffnet, und man fand tatsächlich seine Leiche unversehrt. Der Beinamen "nackter Ritter" entstand, als napoleonische Truppen sich einen Spaß daraus machten dem Ritter die Kleider auszuziehen. Bis heute kann man die Mumie des Ritters in seiner Gruft besichtigen. Auf welche Weise der Ritter mumifiziert wurde, ist bis heute nicht geklärt. Eine Einbalsamierung kann ausgeschlossen werden. Man geht davon aus, dass besondere Umstände, z.B. eine sehr trockene Luft oder natürliche radioaktive Strahlung zur Mumifizierung geführt haben können. Möglich ist auch, dass der Ritter keines natürlichen Todes starb, sondern langsam vergiftet wurde, mit Giften, die auch zur Mumifizierung beitrugen.

zurück  

 


*** Bitte Disclaimer beachten ***
powered by Smeagol