+++ OBZ: Das Online-Entertainment-Verbindungshaus! +++ FACEBOOK: OmegaBetaZeta.de +++ YouTube: OBZonline www.youtube.com/user/OBZonline +++ TWITTER: OBZonline
Home |  Movies |  DVD/BLU-RAY |  FSK18 |  Books |  Seasons |  Download |  Sounds |  Special |  Games |  Fun |  Win |  EasterEggs |  OBZinfos 

 Kino!
 

Specials

Webstuhl des Schicksals (Kinostart: Wanted)

Am 04. September 2008 startet in den deutschen Kinos der Film „WANTED“ an. Darum präsentieren wir euch hier zum Kinostart, sechs Informationen die sie über des Webstuhl des Schicksals wissen sollten.

Weitere Informationen zum Film finden sie unter:
http://www.wantedmovie.com


Die Entstehung des Webstuhls: Eine bedeutende Entwicklung für das
Schicksal der Menschheit!
Ein uralter Webergeheimbund bildet die Grundlage für die packende Verfilmung der Graphic Novel WANTED. In dieser Geschichte webt der „Webstuhl des Schicksals“ seit Generationen den Schicksalsstoff. Dieser enthält Makel, die von den alten Webern des Geheimbundes in einen Binärcode übersetzt werden. Jener Code wird entschlüsselt und verrät so Namen von Personen, die dazu bestimmt sind, negativen Einfluss auf die Geschicke der Menschheit zu nehmen. Da der Geheimbund sich selbst als Werkzeug des Schicksals betrachtet, macht er es sich nun zur Aufgabe, diese Zielpersonen zu töten. WANTED erzeugt mit seiner Geschichte eine mystische Aura und wirft dabei allerlei spannende Fragen auf, denen man nicht unbedingt jeden Tag begegenet: Wie und wann wurde das Weben eigentlich erfunden und wer hat dieses sehr komplexe Handwerk entwickelt? Bekannt ist, dass das Weben zu einem der ältesten Handwerke der Menschheit gehört und eine der wichtigsten und einflussreichsten Erfindungen in der Entwicklung der menschlichen Kultur ist. Dabei ist die Frage nach dem Beginn der Weberei nicht sicher zu beantworten, da Nachforschungen aufgrund der Vergänglichkeit des Materials sehr schwierig sind.

Vom Korbflechten zum Stoffweben:
Die Vorgeschichte des Webens beginnt beim Ineinanderflechten von Zweigen und Ästen, woraus sich die Korbflechterei entwickelte. Vom Flechten eines Korbes bis zum Verweben flexibler Materialien war es jedoch noch ein großer Schritt: Zunächst musste eine Faser gewonnen werden, die dann zu einem endlosen Faden gesponnen und verwebt werden konnte. Als die Menschen in der Jungsteinzeit mit dem Ackerbau begannen und nicht länger ausschließlich von der Jagd lebten, brauchten sie neue Möglichkeiten, sich zu kleiden. Man vermutet hier den Grund für den Beginn der Suche nach geeigneten Materialien, die der Produktion eines elastischen Fadens dienen konnten. Im Laufe der Geschichte entwickelten unterschiedliche Kulturen verschiedene Lösungen, die relativ komplizierte Technik des Webens umzusetzen. Dies geschah auf den verschiedenen Kontinenten meist unabhängig voneinander und zu völlig verschiedenen Zeiten. Es sind heute unterschiedliche Urformen von Webgeräten bekannt. Drei dieser Urwebgeräte hatten auf die Entwicklung des Trittwebstuhls – des Vorgängers des heutigen Webstuhls – einen entscheidenden Einfluss.

Der mitteleuropäische Gewichtswebstuhl:
In Mitteleuropa wurde spätestens seit der Jungsteinzeit mit dem Gewichtswebstuhl gearbeitet. Es handelte sich dabei um ein fast senkrecht stehendes Gerüst, bei dem die Spannfäden von einem Querbalken am Kopfende der Standpfosten aus herunter hingen und unten mit Gewichten beschwert und straff gehalten wurden. Das Weben erfolgte also von oben nach unten. Mit Gewichtswebstühlen wurden Textilien aus Flachs oder Wolle hergestellt. Daneben wurde auch Rindenbast von Linde, Ulme und Eiche verwendet.

Der ägyptische Hochwebstuhl:
Ägyptische Wandbilder und Grabbeigaben aus der 11. und 12. Dynastie (etwa 2000 v. Chr.) zeigen webende Frauen. Die Bilder und Grabbeigaben vermitteln den Eindruck einer Vorstufe des zweiten wichtigen Urwebgerätes: Die an dieser Webeinrichtung arbeitenden Frauen saßen rechts und links neben dem Gerät auf dem Boden: Zwischen zwei Querbalken war ein Faden endlos hin und her geführt. Aus dieser Konstruktion entwickelten die Ägypter den späteren Hochwebstuhl, welcher senkrecht stand An ihm wurde von unten nach oben, also im Sitzen, gewebt. Zu den Beigaben aus dem Grab des Thotnefer in Theben (um 1425 v. Chr.) gehören auch Abbildungen dieses Hochwebstuhls. Insgesamt war der Hochwebstuhl übersichtlicher als das horizontale Gerät und es konnten auch breite Stoffe damit gewebt werden.

Der asiatische Lendenwebstuhl:
Diese beiden Urwebgeräte reichten nicht aus für die Entstehung des Trittwebstuhls, dazu musste eine dritte Idee entwickelt werden: der Lendenwebstuhl. Diese aus Asien kommende Konstruktion wirkt auf den ersten Blick primitiver als die vorgestellten europäischen und ägyptischen Modelle. Die Spannfäden wurden an einen Stab geknotet, der mit einem Gürtel um die Lenden des Webenden befestigt war und am anderen Ende an einem Baum oder Pfosten gebündelt angehängt wurde. Die notwendige Spannung wurde mit dem Körper hergestellt. Die Araber und Mauren, die über Nordafrika bis nach Spanien wanderten, brachten den Lendenwebstuhl vom Süden nach Europa. Wahrscheinlich wurde der Lendenwebstuhl im frühen Mittelalter auch von den Slawen über das heutige Istanbul nach Europa gebracht.

Die technische Weiterentwicklung bis zum mechanischen Webstuhl:
In einem Manuskript des Triniti College in Cambridge/ England (um 1200 n. Chr.) wurde der frühe Trittwebstuhl erstmals im Bild dokumentiert. Durch die Erfindung des Flachwebstuhls mit horizontaler Kette fand im hohen Mittelalter eine Veränderung der Produktionstechnik statt. Einer der Vorläufer des mechanischen Webstuhls war die um 1600 entwickelte und in der Bandweberei gebräuchliche so genannte Bandmühle. Durch sie war es möglich, zwanzig oder mehr Bänder gleichzeitig auf einem Webstuhl zu weben. Der erste mechanische Webstuhl wurde 1784 vom Geistlichen Edmond Cartwright gebaut. Eine weitere revolutionäre Neuerung wurde durch den Lyoner Seidenweber J.M. Jacquard eingeführt. Bei seinem 1805 konstruierten Webstuhl können die Kettfäden mit Hilfe von Lochkarten gezielt einzeln gehoben und gesenkt werden, wodurch es möglich wurde, großflächig gemusterte Stoffe zu weben. Hierdurch wurde eine unbegrenzte Musterungsvielfalt ermöglicht.

zurück  

 


*** Bitte Disclaimer beachten ***
powered by Smeagol