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Interview mit Marc Forster (zu Drachenläufer)

Interview mit Regisseur Marc Forster.

Universal Pictures International führte zum Kinostart von
„DRACHENLÄUFER“ ein Interview mit Regisseur Marc Forster. Marc Forster wurde 1969 in Ulm / Deutschland geboren. In seiner großartigen Kariere drehte Forster die Filme: Wenn Träume fliegen lernen, Stay, Schräger als Fiktion und Monster's Ball. Weitere Infos über Marc Forster und zum Film, finden sie unter:
http://www.myspace.com/marcforster
http://movies.universal-pictures-international-germany.de/drachenlaeufer/

Universal Pictures International stellte uns dieses Interview zum Kinostart von " DRACHENLÄUFER" zur Verfügung. Der Film läuft ab den 17.01.2008 in den deutschen Kinos!

Interview!
UIP: Wie kamen Sie zu diesem Film?
FORSTER: Ich habe „Drachenläufer“ 2003 zum ersten Mal gelesen. Rebecca
Yeldham, eine der Produzentinnen, gab es mir und wollte mich an
Bord holen. Zu diesem Zeitpunkt ging das nicht, weil es noch kein
Drehbuch gab, aber ich liebte das Buch. 2005, während ich grade
an „Schräger als Fiktion“ arbeitete, hat sie mir den ersten Entwurf
des Drehbuchs geschickt. Ich liebte es und fand, dass David das
Buch wirklich perfekt umgesetzt hat.

UIP: Dies ist nach „Stay“ Ihre zweite Zusammenarbeit mit
Drehbuchautor David Benioff.
FORSTER: David ist eine wunderbare, offene und großzügige Person. Er ist
sehr kooperativ und arbeitet gern gemeinsam. Er versteht die
Visionen der Regisseure und versucht, mit ihr zu arbeiten.

UIP: Was hat Sie an der Story gereizt?
FORSTER: Sie hat mich in ihren Bann gezogen weil es das erste Mal war, dass
ich eine Geschichte über diesen Teil der Welt sah, die vor allem
eine menschliche, eine Familiengeschichte war.

UIP: Sie haben Khaled Hosseinis Bestseller auf die Leinwand gebracht
– was war Ihnen dabei besonders wichtig?
FORSTER: Ich wollte einen Film machen, der dem Buch gerecht wird und die
Kultur respektiert, denn ich stamme nicht aus diesem Teil der Welt
und wollte sicherstellen, dass die Details aufgenommen werden
und die emotionale Komplexität der Charaktere stimmt.

UIP: Was fühlten Sie, als Sie zum ersten Mal das Buch lasen?
FORSTER: Ich war überwältigt und sah mich mit einer Welt konfrontiert, über
die ich bislang nichts wusste. Trotzdem war die emotionale
Bindung zu diesen Menschen, die ich nicht kannte, so stark, dass
es mal wieder bewiesen hat, dass wir alle – unabhängig von
Nationalität und Religion – irgendwie verbunden sind. Es war nicht
nur emotional, sondern ging irgendwie auch in den Kopf, weil es
mich auf vielerlei Art berührt hat.

UIP: Wann haben Sie beschlossen, dass der Film hauptsächlich in Dari,
der in Afghanistan gesprochenen Sprache, gedreht werden sollte?
FORSTER: Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe und an diese Kinder
dachte, die ihre Drachen steigen lassen, konnte ich mir nicht
vorstellen, dass sie in Englisch miteinander sprechen. Sie mussten
Dari sprechen! Und später im Film, wenn sie nach Amerika ziehen,
was sollten sie dann sprechen? Gebrochenes Englisch? Das hätte
überhaupt keinen Sinn gemacht.

UIP: Welche Recherchen haben Sie im Vorfeld angestellt?
FORSTER: Ich habe mich über die Kultur informiert und versucht, mit so vielen
Menschen wie möglich zu sprechen. Außerdem habe ich viele
Bücher und Dokumentationen angesehen und bin natürlich in das
Land gereist. Ich habe Zeit dort verbracht, um Verständnis für die
Menschen und ihr Leiden während der letzten 30 Jahre zu
gewinnen.
UIP: Aber das Buch war Ihr hauptsächlicher Bezugspunkt?
FORSTER: Für mich war das Buch immer der Star, und es gibt viele Beispiele
für auf Büchern basierende Filme, die nicht funktionierten. Wenn
die Menschen, die das Buch lieben, den Film nicht mögen, verliert
man sein gesamtes Publikum. Denn sie sind Dein erstes Publikum.

UIP: Wie haben Sie die richtigen Kinder für die Rollen gefunden?
FORSTER: Casting-Direktorin Kate Dowd, mit der ich auch für „Wenn Träume
Fliegen Lernen“ zusammengearbeitet habe, hat auf der ganzen
Welt gesucht und sich tausende von Kindern angesehen. Sie flog
anderthalb Monate vor mir nach Kabul und brachte mich in zwei
Schulen – dort habe ich die Kinder getroffen. Dann habe ich sie
richtig kennen gelernt und sogar Drachen mit ihnen steigen lassen.

UIP: Haben die Kinder Ihnen beigebracht, Drachen steigen zu lassen?
FORSTER: Nun, eigentlich hatte ich einen Drachenmeister, der es mir
beigebracht hat, und es hat sich wirklich gelohnt.

UIP: Zu den erwachsenen Schauspielern: Warum haben Sie Khalid
Abdalla für die Hauptrolle des Amir ausgewählt?
FORSTER: Ich habe ihn in “Flug 93“ gesehen und fand, dass er ein
unglaubliches Charisma hatte, obwohl er in dem Film nicht viel tun
konnte, weil er einfach nur dasaß. Er hat diese Rolle wirklich
eingenommen.

UIP: Wie haben Sie die “Nahkampf”-Drachenszenen gedreht?
FORSTER: Wir hatten einen Drachenmeister, der uns geholfen hat, die
Choreographie für diese Szenen auf dem Computer zu entwerfen.
Sobald wir wussten, was wir machen wollten, haben wir
ausgeknobelt, wie wir das drehen können. Im Grunde genommen
war es ein Mix aus Drachen-Aufnahmen am Boden und vom
Helikopter sowie CGI.

UIP: Was hat der Autor Khaled Hosseini gesagt, als er endlich den
fertigen Film und, gewissermaßen, in den Drachenszenen auch
einen Teil seiner Kindheit auf der großen Leinwand sah?
FORSTER: Ich glaube Khaled mag den Film sehr, er war immer eine große
Unterstützung. Er ist begeistert von dem Film und der Tatsache,
dass wir seine Kultur und sein Buch ehren.

UIP: War es Ihnen besonders wichtig, dass der Film Khaled gefällt?
FORSTER: Ja, mein Ziel war immer, dass er aus dem Film herausgeht und
findet, dass ich seinem Buch gerecht werden konnte. Denn es ist
sein Baby, seine Kreation und seine Story.

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