


Seit 30 Jahren steht Shelly (Pamela Anderson) in der „Razzle Dazzle Show” Abend für Abend in Las Vegas als Tänzerin auf der Bühne. Die Vorstellungen, die Kostüme und ihre Showgirl-Ersatzfamilie sind ihr ein und alles. Als das Aus der Show verkündet wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Mit ihrer besten Freundin, der Cocktail-Kellnerin Annette (Jamie Lee Curtis), versucht Shelly, die letzten Tage bis zur finalen Show mit Würde zu überstehen. Auf einmal mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, nimmt Shelly Kontakt zu ihrer Tochter Hannah (Billie Lourd) auf, die sie vor sehr vielen Jahren weggegeben hat, und versucht, die vernachlässigte Beziehung zu retten. Und dann sitzt Hannah eines Tages im Publikum…
Originaltitel: The Last Showgirl
Regie: Gia Coppola.
Drehbuch: Kate Gersten.
Darsteller: Pamela Anderson (Scary Movie 3), Jamie Lee Curtis (Halloween), Dave Bautista (Blade Runner 2049), Kiernan Shipka (Red One), Brenda Song (The Social Network), Billie Lourd (American Horror Story).
Genre: Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 89 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonformat: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: © Constantin Film GmbH / LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Pamela Anderson ist nicht gerade dafür bekannt, eine große Schauspielerin zu sein. Umso überraschender ist es, was sie in The Last Showgirl abliefert. Hier wächst sie mit einer gewaltigen Wucht über sich hinaus und verleiht ihrer Figur eine Verletzlichkeit, die nicht gespielt wirkt, sondern regelrecht unter die Haut geht. Und dann kommt Jamie Lee Curtis in einer Nebenrolle und setzt noch einen drauf. Ihre Präsenz ist enorm und zeigt einmal mehr, wie viel eine starke Besetzung aus einer Geschichte herausholen kann. Die Dialoge gehören dabei nicht unbedingt zu den Stärken des Films. Vieles bleibt eher oberflächlich und die Gespräche besitzen nicht die Tiefe, die man bei einem solchen Stoff vielleicht erwarten würde. Dafür erzählt Gia Coppola sehr viel über die Bildsprache. Die Bilder vermitteln eine eindringliche Atmosphäre, in der sich die Verletzlichkeit und die spürbare Verzweiflung der Figuren regelrecht festsetzen. Man muss nicht ständig erklären, was in diesen Menschen vorgeht, weil man es ihnen ansehen kann. Und genau diese Verletzlichkeit macht den Film so nahbar. Wir alle halten uns an irgendetwas fest, das unserem Leben einen Sinn gibt. Für den einen ist es die Familie, für den anderen ein Zuhause, eine Beziehung oder eben ein Beruf. Es wird zu einem Teil der eigenen Identität. Und wenn dieses Etwas plötzlich nicht mehr da ist, steht man nicht einfach nur vor einer Veränderung, sondern manchmal vor der Frage, wie das eigene Leben überhaupt weitergehen soll.
Bei einer Frau, die ihr Leben als Showgirl verbracht hat, kommt mit dem Alter noch eine weitere Ebene hinzu. Was jahrelang funktioniert hat, funktioniert plötzlich nicht mehr. Der Körper verändert sich, die Möglichkeiten werden weniger und irgendwann muss man sich damit auseinandersetzen, dass eine Welt, die einem bisher Halt gegeben hat, langsam verschwindet. Genau daraus entsteht diese spürbare Verzweiflung, die The Last Showgirl so eindringlich macht. Dabei wird die Geschichte beinahe zu einer Metapher für das Leben selbst. Man kann sich in dieser Showgirl-Welt wiederfinden, obwohl sie zunächst weit entfernt von der eigenen Realität erscheint. Denn das eigentliche Thema ist nicht die Bühne, sondern der Verlust eines Lebens, an das man geglaubt hat. Plötzlich fehlt das Zuhause, die Familie, die Aufgabe oder der Sinn, an dem man sich jahrelang festgehalten hat. Und dann muss man herausfinden, wer man ohne all das überhaupt noch ist. Gia Coppola erzählt das mit einer bemerkenswerten Ruhe und lässt die Bilder vieles übernehmen, was das Drehbuch nicht leisten kann. Gerade dadurch entsteht ein Film voller Verletzlichkeit, Traurigkeit und einer Verzweiflung, die niemals künstlich aufgeblasen werden muss. Pamela Anderson überrascht dabei mit einer Darstellung, die man ihr so vielleicht nicht zugetraut hätte, während Jamie Lee Curtis in ihrer Nebenrolle noch einmal eine ganz eigene Wucht entwickelt. Ein kraftvoller Film, der erstaunlich nah an etwas herankommt, das wir letztlich alle kennen: die Angst davor, etwas zu verlieren, das unserem Leben seinen Sinn gegeben hat.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der High Definition Blu-ray Disc liefert eine gute Schärfe ab, die Farbwiedergabe zeigt sich stimmig. Irgendwie ein ernüchternder Stil der von einem passend abgestimmter Kontrast daher kommt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Soundqualität erklingt sauber und klar. Die Show wird überwiegend vordergründig aufgeführt, kann aber auch beim Soundtrack mit einer größeren Darbietung überzeugen.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Extras zum Film gibt es keine.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976358381
VÖ-Kauf: 12.06.2025
www.leoninedistribution.com