


Rocky Dennis (Eric Stoltz) ist 16 Jahre alt und hat ein schweres Los: eine Krankheit führt dazu, dass seine Gesichtsknochen unkontrolliert wachsen. Sein Gesicht sieht deshalb – verglichen mit der Norm – furchtbar entstellt aus. Damit Rocky seine Minderwertigkeitskomplexe verliert, wird Mutter Rusty (Cher) nicht müde, ihren Beitrag zu leisten, dass sich ihr Junge wertschätzt. Rustys Taktik geht alles in allem ganz gut auf, zumal Rocky in der Motorradgang seiner Mutter Anschluss findet, die von deren Freund Gar (Sam Elliott) geleitet wird. Die Biker passen auf ihren Schützling auf und vermitteln ihm das Gefühl, genauso wichtig zu sein wie jeder andere Mensch ebenfalls. Irgendwann verliebt sich Rocky in Diane (Laura Dern), die blind ist. Hat er bei ihr eine Chance – bzw. hätte er sie, würde das Mädchen ihn sehen können?
Originaltitel: Mask
Regie: Peter Bogdanovich.
Drehbuch: Anna Hamilton Phelan.
Darsteller: Eric Stoltz (Anaconda), Cher (Mondsüchtig), Sam Elliott (A Star is Born), Laura Dern (Marriage Story), Estelle Getty (Golden Girls), Richard Dysart, Micole Mercurio.
Genre: Biografie / Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 120 Minuten / Extended: 127 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Extended Director’s Cut im Orignal Ton, 20-seitiges Booklet von Christoph N.Kellerbach.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Da der Bekanntheitsgrad von Die Maske bis heute erstaunlich gering geblieben ist, muss man tatsächlich immer wieder erwähnen, dass es sich hierbei nicht um die berühmte Fantasy-Komödie mit Jim Carrey handelt. Stattdessen verbirgt sich hinter diesem Titel eines der bewegendsten und eindrucksvollsten Dramen überhaupt — basierend auf einer wahren Geschichte, die bis heute tief unter die Haut geht.
Der Film erzählt seine Geschichte mit einer außergewöhnlichen Ehrlichkeit und Wärme. Obwohl von Beginn an klar ist, dass das Geschehen auf ein trauriges Ende zusteuert, verliert sich Die Maske niemals in reiner Hoffnungslosigkeit. Vielmehr strahlt der Film eine unglaubliche Lebensfreude, Menschlichkeit und innere Stärke aus, die ihn so besonders machen.
Vor allem die Besetzung hebt das Drama auf ein außergewöhnliches Niveau. Cher liefert hier eine ihrer stärksten schauspielerischen Leistungen überhaupt ab und hätte für diese Rolle zweifellos einen Oscar verdient gehabt. Ihre Darstellung besitzt eine rohe Ehrlichkeit und emotionale Kraft, die den gesamten Film trägt.
Doch auch Eric Stoltz ist schlichtweg herausragend. Seine Darstellung wirkt niemals künstlich oder auf Mitleid ausgerichtet, sondern zutiefst menschlich und glaubwürdig. Gerade dadurch entfaltet der Film seine enorme emotionale Wirkung. Viele Szenen treffen direkt ins Herz, ohne jemals manipulativ zu wirken.
Auch inszenatorisch bleibt Die Maske beeindruckend zurückhaltend. Der Film vertraut vollständig auf seine Figuren und seine Geschichte, anstatt Emotionen künstlich zu erzwingen. Genau deshalb wirken viele Momente umso intensiver und ehrlicher.
Besonders interessant bleibt zudem die Extended Version, die zusätzliche emotionale Tiefe bietet und einige Szenen noch eindringlicher wirken lässt. Zwar ist diese Fassung hier leider nur in der Originalsprache enthalten, doch sie erweitert das ohnehin schon starke Drama noch einmal spürbar. Ob besser oder schlechter als die Kinofassung, bleibt letztlich Geschmackssache — meisterhaft bleiben jedoch beide Versionen.
Die Maske ist damit nicht nur ein großartiges Drama, sondern ein zutiefst menschlicher Film über Stärke, Liebe, Akzeptanz und Lebensfreude trotz aller Schicksalsschläge. Ein zeitlos bewegendes Meisterwerk voller Menschlichkeit, Wärme und emotionaler Kraft. Die Maske überzeugt durch seine wahre Geschichte, eine herausragende Besetzung und eine Intensität, die noch lange nach dem Abspann nachwirkt.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Altersbedingt sind immer wieder mal kleine unscharfe Stellen vorhanden, insgesamt ist das Bild zudem recht körnig. Im Vergleich mit der DVD-Veröffentlichung aber eine Augenweide, daher ist ein Upgrade empfehlenswert. Wenn man keine zu hohen Ansprüche stellt! Der Schwarzwert ist hingegen sehr schwach. Bei der Extended Version ist die Schärfe sogar ein Tick besser als bei der Kinofassung auf Disc 1. Doch hier versagt leider der viel zu dunkle Kontrast völlig.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Auch weiterhin muss man sich auf einen frontlastigen Sound einstellen. Natürlich lebt der Film ohnehin von seinen Dialogen und von seiner Bildsprache. Justbridge hat den Ton aber schön sauber abgemischt, so dass es auch hervorragend zu der Stimmung des Films passt.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial hingegen enttäuscht auf ganzer Linie. Die Extended Scenes sind in der Extended Version mit drin, doch ansonsten gibt es keine weiteren Extras. Ein Trailer zum Film, Interviews und weiteres vermisst man schmerzlich. Schade! Das Mediabook besitzt aber ein sehr schönes Cover, der Booklet-Teil ist geklebt und die Seiten in der Mitte mit Klammern befestigt. Textinformationen über das Make-Up, Recherchen und Co sind verständlich geschrieben, ausführlich und immerhin besser als nichts!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos:
In Erinnerung an den echten Rocky Dennis (verstorben am 04. Oktober 1978).
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120166
VÖ-Kauf: 12. Juni 2020.