


In Los Angeles ermordet ein Serienkiller nach dem berüchtigten Muster von Jack the Ripper reihenweise Prostituierte. Die Polizei hat den Medizinstudenten John Westford als Verdächtigen im Visier, doch dieser begeht kurz darauf Selbstmord. Sein Zwillingsbruder Rick glaubt jedoch nicht, dass sein Bruder sich umgebracht hat, sondern dass er Opfer des wahren Täters wurde. Auf eigene Faust macht er sich auf die Jagd nach dem modernen Jack the Ripper…
Originaltitel: Jack’s Back
Regie: Rowdy Herrington (Road House).
Drehbuch: Rowdy Herrington (Tödliche Nähe).
Darsteller: James Spader (Stargate), Cynthia Gibb (Gypsy), Jim Haynie (Pretty in Pink), Robert Picardo (Star Trek), Rex Ryon (Teuflische Begegnung), Chris Mulkey (Twin Peaks), Rod Loomis (Beastmaster), John Wesley (Stop! Oder meine Mami schießt!).
Genre: Krimi / Horror / Mystery / Thriller
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 96 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Audiokommentar von Regisseur und Drehbuchautor Rowdy Herrington (engl.), Making of Jack’s Back, Trailer, Booklet mit einem Text von Thorsten Hanisch.
Vertrieb: OFDb Filmworks / Koch Media GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Jack’s Back — in Deutschland auch als „Jack’s Back – The Ripper“ bekannt — ist ein kleiner, oft übersehener Psycho-Thriller der späten 80er-Jahre, der mit vergleichsweise einfachen Mitteln eine erstaunlich dichte und unangenehme Atmosphäre erzeugt. Regisseur Rowdy Herrington legte hier sein Debüt vor und zeigt bereits deutlich jene Handschrift, die seine Figuren und Szenen oft bewusst etwas überzeichnet und emotional aufgeladen wirken lässt.
Gerade diese leicht theatralische Überhöhung verleiht dem Film seinen besonderen Reiz. Viele Charaktere wirken egozentrisch, dramatisch oder fast schon künstlich intensiv — allerdings nicht störend, sondern vielmehr faszinierend. Es entsteht eine merkwürdige Mischung aus psychologischer Unsicherheit und stilisiertem Thrillerkino, die den Film trotz seiner überschaubaren Produktion bemerkenswert eigenständig wirken lässt.
Atmosphärisch bewegt sich „Jack’s Back“ irgendwo zwischen klassischem Krimi, Psycho-Thriller und einer modernen Variante des Film Noir. Die dunklen Straßenzüge, die kühle Bildsprache und das permanente Gefühl latenter Bedrohung erzeugen eine angenehm düstere Grundstimmung. Dabei profitiert der Film besonders von seiner Verbindung zur Legende um Jack the Ripper, deren zeitlose Faszination bis heute funktioniert.
Im Mittelpunkt steht James Spader in einer Doppelrolle, die er mit bemerkenswerter Präsenz trägt. Spader gelingt es hervorragend, zwischen Verletzlichkeit, Unsicherheit und unterschwelliger Bedrohlichkeit zu wechseln, wodurch die Figuren dauerhaft schwer greifbar bleiben. Gerade diese Undurchschaubarkeit macht einen großen Teil der Spannung aus.
Erzählerisch verzichtet der Film erfreulicherweise darauf, alles zu früh offenzulegen. Stattdessen arbeitet er mit Wendungen, falschen Fährten und einem konstanten Gefühl von Unsicherheit, das sich durch den gesamten Verlauf zieht. Manche Entwicklungen wirken zwar bewusst etwas konstruiert, passen jedoch gut zu der insgesamt leicht überhöhten Stimmung des Films.
Besonders spannend bleibt dabei, wie der Film psychologische Auffälligkeiten und obsessive Persönlichkeitszüge in seine Figuren einarbeitet. Dieses leicht „drüber“ wirkende Verhalten erzeugt immer wieder eine irritierende Dynamik zwischen Realität und Inszenierung, die den Thriller deutlich interessanter macht, als seine kleine Produktion zunächst vermuten lässt.
Aus heutiger Sicht wirkt zudem die damalige Altersfreigabe fast schon kurios zurückhaltend, gerade wenn man bedenkt, welche Themen und welche düstere Grundstimmung der Film transportiert. Zwar ist „Jack’s Back“ kein expliziter Schocker, doch seine psychologische Unruhe und die morbide Atmosphäre besitzen nach wie vor eine gewisse Intensität. So bleibt am Ende ein unterschätzter Thriller-Geheimtipp der 80er-Jahre: stilvoll, leicht exzentrisch, atmosphärisch stark und getragen von einem hervorragend aufgelegten James Spader.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Leichte Körnungen sind gegeben, unterstreichen aber hervorragend die Atmosphäre des Films. Die Schärfe punktet mit einer ausreichend klaren Schärfe, ordentlichen Details und die Farbwiedergabe präsentiert sich recht natürlich. Nur der Schwarzwert fehlt es immer etwas an Dynamik und das obwohl der Kontrast hin und wieder und besonders am Ende sehr dunkel gehalten ist.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge mögen zwar klar verständlich und recht kräftig sein, doch bei der räumlichen Akustik erklingen Sie oft etwas dumpf. Abgesehen davon das es kaum räumliche Akzente gibt, erklingt der Sound doch überwiegend frontlastig. Dadurch nimmt man den Hitchcock ähnlichen Score nicht wirklich wahr.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Hervorragend das es zum Klassiker ein Making of gibt. Insgesamt ist das zusätzliche Bonusmaterial aber nicht sonderlich beeindruckend. Im Booklet erfährt man zudem nicht über die Resonanz, dabei wären diese Informationen über den Film besonders interessant gewesen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Die Mediabook ist limitiert aus 1000 Stück. Das Cover der Mediabook B besitzt das bessere Erscheinungsbild. Die Verarbeitung ist sauber und ausreichend stabil, die Gestaltung ist klassisch gehalten.
Wendecover: Kein Wendecover aber ein Sticker zum abziehen.
EAN: 4250899911949
VÖ-Kauf: 29. Oktober 2020.