


Im Westen nichts Neues erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen deutschen Soldaten an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Paul (Felix Kammerer) und seine Kameraden erleben am eigenen Leib, wie sich die anfängliche Kriegseuphorie in Schrecken, Leid und Angst umkehrt, während sie in den Schützengräben verzweifelt um ihr Leben kämpfen. Der Film von Regisseur Edward Berger basiert auf der berühmten gleichnamigen Buchvorlage von Erich Maria Remarque.
Originaltitel: Im Westen nichts Neues
Regie: Edward Berger (All My Loving).
Drehbuch: Edward Berger, Lesley Paterson, Ian Stokell.
Darsteller: Felix Kammerer, Albrecht Schuch, Aaron Hilmer, Moritz Klaus, Adrian Grünewald, Edin Hasanovic, Daniel Brühl, Thibault de Montalembert, Devid Striesow, Andreas Döhler, Sebastian Hülk, Luc Feit, Michael Wittenborn, Anton von Lucke, Michael Pitthan, Joe Weintraub, Michael Stange, Sascha Nathan, Tobias Langhoff.
Genre: Action / Drama / Kriegsfilm
Land: Deutschland / Großbritannien / USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 148 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch, Hörfilmfassungen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Lateinamerikanisches Spanisch).
Tonsystem: Dolby Atmos (Deutsch), Dolby TrueHD 7.1 (Deutsch), DTS-HD MA5.1 (Französisch, Englisch), Dolby Digital 5.1 (Ungarisch, Ukrainisch, Tschechisch, Lateinamerikanisches Spanisch, Spanisch, Polnisch, Italienisch), Dolby Digital 2.0 (alle Hörfilmfassungen)
Untertitel: deutsch, deutsch für Hörgeschädigte, dänisch, englisch, englisch für Hörgeschädigte, finnisch, französisch, katalanisch, italienisch, polnisch, norwegisch, niederländisch, portugiesisch, schwedisch, spanisch, spanisch für Hörgeschädigte, lateinamerikanisches spanisch, lateinamerikanisches spanisch für Hörgeschädigte, tschechisch, tschechisch für Hörgeschädigte, türkisch, ukrainisch, ungarisch.
Extras: 24-seitiges Booklet, Audiokommentar, Making of, Trailer, Teaser,
Vertrieb: Capelight Pictures.
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Kaum ein Antikriegsroman besitzt bis heute eine vergleichbare Wucht wie Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque. Entsprechend groß sind die Erwartungen an jede neue Verfilmung dieses Stoffes. Und genau deshalb wird die moderne Adaption All Quiet on the Western Front zwangsläufig mit dem Originalfilm von 1930 verglichen — einem Werk, das bis heute als Meilenstein des Antikriegsfilms gilt.
Dabei muss man sich durchaus eingestehen, dass die ältere Verfilmung erzählerisch klarer und näher an der literarischen Vorlage arbeitet. Die Struktur wirkt verständlicher, direkter und emotional unmittelbarer geführt. Die Neuverfilmung hingegen erlaubt sich deutlich mehr Freiheiten, schlägt eigene Wege ein und wirkt dadurch stellenweise komplexer, fragmentierter und gelegentlich sogar bewusst überfordernd. Das macht den Film nicht schlechter, aber zweifellos anspruchsvoller in seiner Wirkung.
Gerade hier gehen die Meinungen naturgemäß weit auseinander. Doch unabhängig davon, ob man jede erzählerische Entscheidung teilt, lässt sich schwer bestreiten, dass die Neuinterpretation mutig ist. Sie versucht eben nicht, das Original bloß zu kopieren, sondern übersetzt die Geschichte in eine moderne filmische Sprache, die stärker über Atmosphäre, Wucht und emotionale Erschütterung funktioniert als über klassische Dramaturgie.
Dass der Film mit sieben BAFTA Awards und vier Academy Awards ausgezeichnet wurde, wirkt daher durchaus nachvollziehbar. Denn technisch und inszenatorisch bewegt sich die Produktion auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Die Besetzung trägt erheblich dazu bei. Besonders Felix Kammerer überzeugt mit einer intensiven, glaubwürdigen Darstellung, die den emotionalen Zerfall seiner Figur spürbar macht, ohne ihn künstlich zu dramatisieren.
Hinzu kommt die enorme audiovisuelle Kraft des Films. Die Sets, die Ausstattung, die bedrückende Klangkulisse und die präzise gesetzten Details erzeugen eine monumentale Wirkung, die man eher mit internationalen Großproduktionen verbindet. Gerade diese Größe sorgt allerdings auch für Kritik, weil manche Zuschauer darin eine zu starke „Hollywoodisierung“ erkennen. Doch letztlich zeigt der Film vor allem eines: dass europäisches und insbesondere deutschsprachiges Kino technisch und atmosphärisch längst auf höchstem internationalen Niveau angekommen ist.
Bemerkenswert ist zudem, dass der Film diesmal nicht erneut den Zweiten Weltkrieg thematisiert, sondern den Ersten Weltkrieg mit brutaler Konsequenz in den Mittelpunkt rückt. Gerade dadurch entsteht eine andere Form von Distanzlosigkeit. Der Krieg wirkt hier nicht heroisch, sondern kalt, sinnlos und mechanisch zerstörerisch.
Und genau darin liegt letztlich die größte Stärke des Films. „Im Westen nichts Neues“ will nicht gefallen, sondern erschüttern. Er hält dem Zuschauer die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges kompromisslos vor Augen — und trifft damit gerade in Zeiten globaler Konflikte und angesichts des Krieges in der Ukraine einen besonders empfindlichen Nerv.
Natürlich ist kein Film vollkommen. Auch diese Neuverfilmung besitzt Schwächen, Abweichungen und erzählerische Entscheidungen, die man kritisch sehen kann. Doch am Ende transportiert sie genau das, was ein großer Antikriegsfilm leisten sollte: Sie macht betroffen, sie macht wütend und sie erinnert daran, wie zerstörerisch Krieg wirklich ist. Großes, mutiges Kino — unbequem, erschütternd und gerade deshalb so wichtig.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Der Blu-ray Veröffentlichung fehlen etwas die feinen Details. Diese sind dann bei der UltraHD Disc voll und ganz ausgeprägt. Absicht? Zudem sind bei der UHD die Farben satter und der Kontrast heller. Doch Schärfe und Schwarzwert sind bei beiden Schreiben mehr als exzellent.
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Tonqualität: 5 von 5 Soundboxen.
Ob man durchgehend die Augen auf lässt oder sie mal zwischendurch schließt, der Sound versetzt einem mitten ins Geschehen. Ein sehr sauberer und kristallklar klingender Klang bei dem die Dialoge durchgehend klar verständlich sind. Die räumliche Atmosphäre kommt zudem durch seinen Bass wie eine Naturgewalt daher.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Für den internationalen Markt wurde hier ein Audiokommentar in englischer Sprache abgeliefert. Hervorragend mit deutschen Untertitel. Ein solides Making of und weitere, kleine Extras sind ausreichend aber nicht überwältigend.
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Mediabook-Bewertung: 4 von 5 Booklets.
Das Mediabook wirkt wie aus stabiler, laminierter Pappe. Klapptext und Inhalt befinden sich auf einer separaten, dünnen Ummantelung, die abgenommen werden kann. Das Mediabook selbst hat auf der Vorder- und der Rückseite jeweils ein kontinuierliches Bild aus dem Film. Alles ist sehr matt gehalten. Die Dischalterungen sind sauber geklebt. Der Hintergrund zeigt Bilder aus dem Film, die auf der Vorder- bzw. Rückseite des Booklets fortgeführt werden und die Discs sind so bedruckt, dass sie die Bilder im Hintergrund ergänzen. Das Booklet selbst umfasst 23 Seiten (mit Front und Backcover 25 Seiten) und beinhaltet Informationen zum Buch, zum Film und über deren Intentionen. Die Texte dazu werden mit Zitaten, Gespräche, Interviews und Bildern aus und über den Film hinterlegt. Das Booklet selbst ist nicht geklebt.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Kein Wendecover. Dafür ein Deckblatt zum abnehmen.
EAN: 4042564230000
VÖ-Kauf: 31. März 2023
www.capelight.de