


Weihnachten mit der Familie – für den kleinen Max ist das der pure Horror. Harmonie und Freude? Nicht bei seiner Verwandtschaft – die ewig grantige Tante, die Mutter, die darüber die Geduld verliert, die fiesen Cousinen und ein Onkel, der alle Probleme mit der Schrotflinte lösen will – darüber kann man nur verzweifeln. In diesem Jahr stellt sich Max allen trotzig entgegen und verliert darüber seinen Glauben an Weihnachten… Unwissend, dass er damit den unbändigen Zorn des Krampus‘ heraufbeschwört.
Originaltitel: Krampus
Regie: Michael Dougherty.
Drehbuch: Todd Casey, Michael Dougherty, Zach Shields.
Darsteller: Adam Scott (Stiefbrüder), Toni Collette (Knives Out), David Koechner, Allison Tolman, Emjay Anthony, Stefania LaVie Owen, Krista Stadler, Conchata Ferrell, Maverick Flack, Queenie Samuel.
Genre: Komödie / Drama / Fantasy / Horror
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 97 Minuten / DVD: 94 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, italienisch, französisch, isländisch, niederländisch, norwegisch, schwedisch, spanisch, finnisch.
Extras: Booklet, Alternatives Ende, Gag Reel, Geschnittene Szenen, Hinter den Kulissen, Featurettes, Bildergalerie.
Vertrieb: Cinestrange Extreme
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wer genug von überzuckerten Weihnachtsfilmen voller künstlicher Harmonie und vorhersehbarem Kitsch hat, dürfte bei Krampus genau das Gegenteil finden — und vermutlich gerade deshalb großen Spaß daran haben. Der Film verbindet klassischen Weihnachtsgeist mit düsterem Monsterhorror und schwarzem Humor und erschafft daraus eine ungewöhnlich stimmige Mischung, die sich angenehm vom typischen Feiertagskino abhebt.
Die Figur des Krampus selbst basiert auf einer alten Legende, die vor allem in Austria und Teilen von Bavaria tief verwurzelt ist. Während der Nikolaus die braven Kinder belohnt, gilt der Krampus traditionell als jene unheimliche Gestalt, die die Unartigen bestraft. Außerhalb dieser Regionen war die Figur lange eher wenig bekannt, weshalb der Film vielen Zuschauern zugleich wie etwas Fremdes und Faszinierendes erscheint.
Regisseur Michael Dougherty inszeniert den Stoff dabei ganz bewusst wie eine Hommage an die Monsterfilme der 1980er-Jahre. Gerade das macht einen großen Teil des Reizes aus. Vieles wirkt handgemacht, greifbar und kreativ gestaltet, statt sich ausschließlich auf digitale Effekte zu verlassen. Die Kreaturen besitzen Charakter, die praktischen Effekte erzeugen eine wunderbar altmodische Horroratmosphäre und die gesamte Inszenierung erinnert immer wieder an jene fantasievollen Genreproduktionen, die einst Horror und Abenteuer spielerisch miteinander verbanden.
Doch „Krampus“ funktioniert nicht nur als Monsterfilm. Der Film bewegt sich permanent zwischen mehreren Tonlagen: unheimlich, frech, humorvoll und gleichzeitig erstaunlich melancholisch. Hinter all dem Chaos und den grotesken Kreaturen steckt letztlich eine Geschichte über familiäre Konflikte, Enttäuschung und den Verlust des eigentlichen Weihnachtsgeistes. Gerade deshalb wirkt der Film emotional stärker, als man zunächst erwarten würde.
Besonders gelungen ist dabei, dass der Humor nie die Bedrohung zerstört. Die witzigen Momente lockern die Atmosphäre zwar auf, nehmen dem Film aber nie seine düstere Wirkung. Dadurch entsteht ein sehr eigener Rhythmus zwischen Horror, schwarzer Komödie und weihnachtlicher Fantasie.
Auch das Ende bleibt im Gedächtnis. Es ist diskussionswürdig, vielleicht sogar bewusst irritierend angelegt, gerade dadurch aber umso wirkungsvoller. Der Film entscheidet sich nicht für den einfachsten Weg und hinterlässt genau deshalb einen bleibenden Eindruck. „Krampus“ ist letztlich weit mehr als nur ein ungewöhnlicher Weihnachts-Horrorfilm. Es ist eine kreative, atmosphärisch dichte und herrlich altmodische Monstergeschichte mit Herz, Biss und einer großen Liebe zum fantastischen Kino der 80er-Jahre.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Schärfe der Bildqualität ist nicht immer optimal, doch überwiegend zeigt sie doch gestochen klar. Die warmen Farben sorgen für Festtagsstimmung, mal sind sie sehr kräftig und dann gehen sie gekonnt je nach Stimmung des Films ins kühle über. Ebenfalls stimmig präsentiert sich das dezente Filmkorn. Der Schwarzwert ist äußerst satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier lässt es der Subwoofer ordentlichen krachen, selbst bei der deutschen Sprachfassung. Ansonsten liefert der saubere Sound klare Dialoge, einen harmonisch abgestimmten Soundtrack und viele perfekt sitzende Soundeffektdetails.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Überwiegend ist das zusätzliche Bonusmaterial darauf ausgelegt, Einblicke über die verschiedenen Entstehungsprozesse zu zeigen. Relativ Standard. Lediglich der Audiokommentar ist Highlight, hier plaudern die Macher auf Teufel komm raus.
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Mediabook-Bewertung: 4 von 5 Booklets.
Das matt gestaltete Cover kommt mit dem Teaser Motiv daher. Mit einigen Glitzereffekten werden einige bildliche Teile des Covers hervorgehoben. Das Booklet liefert auf 24 Seiten unteranderem eine Filmrezension, inhaltlich ist das Ganze aber nicht sonderlich ansprechend. Die Bilder sind aber allesamt gestochen scharf gedruckt. Zudem ist die Mediabook sehr stabil und sehr sauber verarbeitet. Qualitativ gut, vom Design her eher schlicht gehalten.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Mediabbook Edition limitiert auf 333 Stück.
Wendecover: Kein Wendecover. Kein FSK-Logo.
EAN: 4260652080706
VÖ-Kauf: 15. März 2021.
www.cinemastrange-extreme.de