


Die wenigen noch fruchtbaren Frauen werden wie kostbare Tiere gehegt und in Lagern zu willenlosen Gebährmaschinen umerzogen. Diese Frauen nennt man Dienerinnen – eine davon ist Kate. Sie soll nicht nur den sehnlichsten Wunsch ihrer Herrin Serena Joy nach einem Kind erfüllen, sondern auch das verbotene Verlangen ihres Kommandanten. Doch Kate unterwirft sich nur scheinbar. Sie macht ihre Herrin zur Komplizin, den Herrn zum Freund und nimmt sich den Chauffeur zum Geliebten. Gefangen im Netz ihrer heimlichen Beziehungen schwebt Kate in Lebensgefahr.
Originaltitel: The Handmaid’s Tale
Regie: Volker Schlöndorff (Die Stille nach dem Schuss).
Drehbuch: Harold Pinter.
Darsteller: Natasha Richardson (Nell), Faye Dunaway (Network), Aidan Quinn (Haunted), Elizabeth McGovern (Eine ganz normale Familie), Robert Duvall (Der Pate), Victoria Tennant (L.A. Story).
Genre: Drama / Thriller
Land: USA / Deutschland
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 108 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Untertitel: keine.
Extras: Trailer, Booklet.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wenn heute über The Handmaid’s Tale gesprochen wird, fällt oft schnell das Wort Meisterwerk. Für viele gilt die Serie als eine der besten und zugleich schockierendsten Produktionen der letzten Jahre. Dabei gerät allerdings häufig in Vergessenheit, dass die Geschichte bereits 1990 als Film adaptiert wurde — basierend auf dem ebenso verstörenden Roman von Margaret Atwood.
The Handmaid’s Tale, der früher in Deutschland unter dem Titel „Die Geschichte der Dienerin“ veröffentlicht wurde, erhält dank nun wieder Aufmerksamkeit unter seinem Originaltitel. Und genau das hat der Film auch verdient.
Natürlich ist die moderne Serienadaption in vieler Hinsicht ausgefeilter und emotional intensiver inszeniert. Dennoch besitzt auch die Filmversion enorme Qualitäten. Vor allem die beklemmende Grundstimmung funktioniert bis heute erstaunlich gut. Regisseur Volker Schlöndorff erzählt die Geschichte ruhig, kontrolliert und ohne unnötige Überdramatisierung. Gerade dadurch entsteht eine unangenehme Nähe zur dargestellten Welt.
Aus heutiger Sicht wirkt die langsame Erzählweise allerdings stellenweise etwas eingestaubt. Auch manche schauspielerischen Momente transportieren die emotionale Tragik nicht mehr ganz so intensiv wie moderne Produktionen. Trotzdem verfällt der Film nie in künstliches Pathos oder übertriebene Emotionalität — und genau das lässt viele Szenen weiterhin glaubwürdig erscheinen.
Besonders erschreckend bleibt ohnehin die dystopische Vision selbst. Was bei Veröffentlichung vielleicht noch wie eine extreme Zukunftsphantasie wirkte, erscheint heute teilweise unangenehm realistisch. Die gesellschaftlichen Mechanismen von Kontrolle, Unterdrückung und religiösem Machtmissbrauch besitzen eine Beklemmung, die auch Jahrzehnte später nichts an Wirkung verloren hat.
Lediglich die optische Hochglanzfassade mancher Szenen wirkt heute nicht mehr ganz zeitgemäß. Dieser stilisierte Gegenkontrast zwischen perfekter Oberfläche und innerem Schrecken funktioniert zwar grundsätzlich, passt aber nicht mehr vollständig zum heutigen Bild dystopischer Inszenierungen.
Dennoch bleibt „The Handmaid’s Tale“ ein wichtiger und verstörender Filmklassiker, der auch heute noch zum Nachdenken anregt. Vielleicht weniger intensiv als die gefeierte Serie, aber keineswegs weniger relevant.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bemerkenswert ist die Farbwiedergabe, die Farben wirken frisch und sind zugleich natürlich. Auch die Schärfe präsentiert sich hervorragend klar. Leichte Körnungen und ein eher etwas schwacher Schwarzwert sollte man aber in Kauf nehmen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound hingegen erklingt recht matt und überwiegend nur im vorderen Bereich. Dennoch überzeugt dieser mit einem sauberen und ordentlich dynamischen Ton.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial besteht nur aus den Trailer zum Film und ein für Mediabook typisches Booklet. Sonst wäre es ja auch kein Mediabook! Dieses liefert immerhin einige sehr gute und interessante Informationen auch über die Autorin und über die Probleme der Produktion. Darstellerinformationen und die Seiten „Buch vs. Film“ runden das Booklet spannend ab.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120579
VÖ-Kauf: 21. August 2020.