


Der ehemalige Polizist Arthur Bailey arbeitet in einer dystopischen Zukunft in Los Angeles für eine Sicherheitsfirma. Er hat hohe moralische Vorstellungen und will den Menschen immer noch helfen. Doch die sozialen Verhältnisse werden immer komplizierter und sein Arbeitgeber verlangt von ihm, dass er mit brachialer Gewalt gegen Störenfriede vorgeht. Eines Tages wird er in ein Untergrund-Rennen verwickelt, bei dem die Fahrzeuge mit menschlichem Blut angetrieben werden.
Originaltitel: Blood Drive
Regie: David Straiton, Meera Menon.
Drehbuch: James Roland, Nina Fiore, John Herrera.
Darsteller: Alan Ritchson, Christina Ochoa, Thomas Dominique, Marama Corlett, Colin Cunningham, Sean Cameron Michael, Darren Kent.
Genre: Action / Abenteuer / Komödie / Horror / Sci-Fi / Thriller / Serie
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 610 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: —
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Blood Drive ist vermutlich eine der kompromisslosesten, blutigsten und verrücktesten Serienproduktionen, die jemals den Weg ins Fernsehen gefunden haben. Selbst in der für den deutschen Markt geschnittenen Fassung, bei der stellenweise ganze Zusammenhänge verloren gehen, bleibt die Serie ein wahres Fest für Freunde extremer Genreunterhaltung.
Hier spritzt das Blut literweise, Körperteile fliegen durch die Gegend und nahezu jede Episode versucht die vorherige in Sachen Wahnsinn noch zu übertreffen. Wer auf dezente Unterhaltung hofft, ist bei „Blood Drive“ definitiv an der falschen Adresse.
Vorab sollte allerdings erwähnt werden, dass die Bezeichnung „komplette erste Staffel“ etwas irreführend wirken kann. Tatsächlich handelt es sich zugleich um die einzige Staffel der Serie. Obwohl das Finale mit einem deutlichen Cliffhanger endet, wurde bislang keine Fortsetzung produziert.
Inhaltlich versteht sich jede einzelne Folge als Liebeserklärung an verschiedenste Exploitation-Genres. Ob Splatterfilm, Kannibalenkino, Martial-Arts-Action, Endzeitabenteuer oder Grindhouse-Trash – die Serie bedient sich überall und macht daraus einen wilden, oftmals völlig durchgedrehten Mix.
Der Vergleich mit Mad Max drängt sich zwar aufgrund der postapokalyptischen Optik auf, wird der Serie aber nur bedingt gerecht. „Blood Drive“ besitzt eine so eigenwillige Identität, dass sie sich nur schwer mit anderen Produktionen vergleichen lässt. Die Serie entwickelt ihren ganz eigenen Stil aus schwarzem Humor, Splatter, Absurditäten und kreativer Grenzüberschreitung. Gerade diese Kreativität gehört zu den größten Stärken. Hinter all dem Blut und Wahnsinn verbergen sich erstaunlich viele originelle Ideen, die selbst erfahrene Genrefans immer wieder überraschen können.
Für Zuschauer mit schwachen Nerven oder empfindlichem Magen ist die Serie allerdings kaum geeignet. Auch der oft sadistische und rabenschwarze Humor dürfte nicht jedermanns Sache sein. Entweder man lässt sich vollständig auf dieses groteske Spektakel ein oder man möchte nach wenigen Minuten lieber wieder aussteigen.
„Blood Drive“ ist somit eine einzigartige Grindhouse-Hommage voller Einfälle, Übertreibungen und exzessiver Gewalt. Trash mit erstaunlich viel Kreativität und vermutlich eine der blutigsten Serien, die jemals produziert wurden.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Sieben Folgen auf einer Disc, das muss doch qualitativ nicht funktionieren. Doch tut es! Die Schärfe zeigt immer hervorragend klar und die Farben knallen nur so rein. Klar ist das Bild oftmals sehr körnig und der Schwarzwert nicht immer ganz so kräftig wie er es sollte, doch unterstreicht das doch nur den Look der Grindhouse-Serie.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Jede Menge Dynamik und alles irgendwie auf derselben Welle. Das bedeutet dass nicht alle Nebenklänge richtig platziert wurden, sondern alle auf einer Stufe stehen. Auch der Sound ist durchgehend sehr sauber, mehr als Dynamik und ein Klang im vorderen Bereich ist allerdings nicht zu erwarten. Die wenigen Akzente präsentieren sich nicht sonderlich auffallend.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Leider sucht man auf der Disc nach zusätzlichem Bonusmaterial vergebens. Dabei wären hier einige Erklärungen und besondere Ausschnitte vom Set interessant gewesen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Grindhouse wurden Lichtspielhäuser in den Vereinigten Staaten der 1960er und vor allem 1970er Jahre genannt, die sich auf B-Movies spezialisiert haben und zwei Filme eines oder mehrerer Genres zusammen als eine Vorstellung im Doppelpack (bekannt als „Double Feature“) nach dem Motto „zwei zum Preis von einem“ zeigten. Grindhousefilme stehen auch für Sex, Gewalt, Rassismus, Monster, Tabus, etc.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120852
VÖ-Kauf: 14. August 2020.