


Von den gefeierten Regisseuren Nick Broomfield und Rudi Dolezal kommt ein neuer Film über eine der größten Sängerinnen aller Zeiten. Whitney Houston war der Inbegriff von Superstar, eine „American Princess“, die am meisten ausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten.
Trotz verdienter Millionen, mehr aufeinanderfolgenden Nummer-Eins-Hits als die Beatles und einer der größten Stimmen aller Zeiten war sie immer noch nicht frei, sie selbst zu sein, und starb an einer Überdosis Drogen. Sie wurde nur 48 Jahre alt.
Gedreht mit weitgehend nie gesehenen Bildern und exklusiven Aufnahmen erzählt „WHITNEY Can I Be Me“ Whitney Houstons unglaubliche und ergreifende Lebensgeschichte mit Einblicken derer, die ihr am nächsten waren.
Darin erzählen Wegbegleiter wie Plattenmanager, Musiker und Bodyguards sowie Familienangehörige die Geschichte von Whitney und geben Einblicke in ein zerrüttetes Leben, das auf einer Lüge basierte: Der Lüge von dem Ghettokind, das es geschafft hat. Ergreifend!
Originaltitel: Whitney: Can I Be Me
Regie: Nick Broomfield, Rudi Dolezal.
Drehbuch: Nick Broomfield, Marc Hoeferlin.
Darsteller: Whitney Houston, Bobby Brown, Bobbi Kristina Brown, Robyn Crawford, David Roberts, Cissy Houston.
Genre: Dokumentation.
Land: UK / USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 100 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Englisch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interview, Trailer.
Vertrieb: Indigo / good!movies / Arsenal.
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Whitney: Can I Be Me ist eine Dokumentation, die sich einer der größten Stimmen der Popgeschichte nähert, ohne jedoch jemals den Anspruch zu erfüllen, ihr ein wirklich vollständiges Denkmal zu setzen. Und vielleicht ist genau das bereits ihr zentrales Spannungsfeld: Sie will Nähe herstellen, sie will hinter die Ikone blicken — und bleibt doch immer wieder an der Unmöglichkeit hängen, eine Figur wie Whitney Houston in all ihrer Größe, Verletzlichkeit und Tragik wirklich zu fassen.
Unbestritten bleibt jedoch: Sie war und wird für viele immer die Größte sein. Eine Stimme, die sich nicht nur durch technische Perfektion auszeichnete, sondern durch emotionale Wucht, durch eine beinahe schmerzhafte Klarheit im Ausdruck. Und auch wenn diese Dokumentation ihr kein endgültiges Denkmal setzt, bleibt die Faszination ungebrochen. Vielleicht sogar gerade deshalb, weil sie weniger glättet als viele klassische Künstlerporträts.
Whitney: Can I Be Me ist vor allem dann stark, wenn sie sich von der reinen Ikonografie löst und stattdessen Bruchstellen sichtbar macht. Die dokumentarischen Einblicke, die hier versammelt werden, zeigen eine Seite von Whitney Houston, die vielen Zuschauern in dieser Form zuvor nicht zugänglich war. Es geht weniger um die strahlende Bühnenfigur, sondern um die Konstruktion und den Zerfall eines öffentlichen Bildes — und um die Menschen, die dieses Bild umgaben, formten und in Teilen auch belasteten.
Besonders deutlich wird dabei, wie komplex und belastet die familiären Strukturen im Umfeld von Whitney Houston waren. Der Film deutet an, wie stark persönliche Beziehungen, Loyalitäten und Konflikte ineinandergriffen und wie schwierig es für sie gewesen sein muss, in diesem Umfeld einen stabilen inneren Halt zu finden. Gerade diese Einblicke erklären im Rückblick, warum die Dokumentation innerhalb der Familie Houston auf deutliche Ablehnung gestoßen sein soll. Sie berührt Bereiche, die über klassische Künstlerbiografien hinausgehen und sehr intime, teils unangenehme Fragen stellt.
Dabei ist die Stärke des Films zugleich auch seine Grenze: Er liefert keine endgültige Deutung, kein geschlossenes Bild, kein „fertiges“ Urteil. Vielmehr bleibt er fragmentarisch, manchmal suchend, manchmal vorsichtig beobachtend. Das kann frustrierend wirken, wenn man eine klare Würdigung erwartet — doch es entspricht auch der Realität einer Biografie, die sich nie auf eine einfache Erzählung reduzieren ließ.
Wichtig ist jedoch eine Klarstellung, die im Zusammenhang mit Whitney Houston oft verkürzt oder missverständlich dargestellt wird: Ihr Tod war kein romantisiertes „Ertrinken an gebrochenem Herzen“, sondern ein tragischer Unfall. Sie wurde leblos in einer Badewanne aufgefunden; als Todesursache wurde eine Kombination aus Ertrinken sowie Herzproblemen und dem Einfluss von Substanzen festgestellt. Die Realität ist hier nüchterner und gleichzeitig nicht weniger traurig als jede mythologisierende Deutung. Gerade solche Vereinfachungen zeigen, wie schnell sich Legendenbildung von Fakten entfernt — selbst im Versuch, Schmerz poetisch zu erklären.
Und dennoch bleibt hinter all dem ein Gefühl, das die Dokumentation nicht vollständig auflösen kann: die Einsamkeit einer Künstlerin, die trotz globalem Ruhm offenbar nie vollständig vor sich selbst geschützt war. Viele Momente des Films lassen erahnen, dass sie Menschen um sich hatte, die sie unterstützten — und andere, die sie im entscheidenden Moment vielleicht eher aus dem Gleichgewicht brachten. Dieses Spannungsfeld aus Nähe, Abhängigkeit und Isolation zieht sich wie ein leiser Schatten durch die Erzählung.
Whitney Houston erscheint in Whitney: Can I Be Me letztlich weniger als makellose Ikone, sondern als Mensch, der unter der Last seiner eigenen Größe stand. Eine Frau, deren Stimme Millionen berührte, während ihr persönliches Leben zunehmend aus der Balance geriet. Die Dokumentation versucht, diese beiden Ebenen nebeneinanderzustellen — und genau darin liegt ihr Wert, auch wenn sie keine endgültige Antwort liefert.
Am Ende bleibt ein stiller, respektvoller, aber auch schmerzhaft offener Eindruck. Kein vollendetes Denkmal, eher ein Blick durch Risse und Erinnerungen hindurch. Und vielleicht ist das in diesem Fall sogar angemessener als jede glatte Verklärung.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Qualität ist für eine DVD standardmäßig gut. Je nach Alter der Aufnahmen etwas detailarm aber immer ausreichend zufrieden stellend.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Der Ton präsentiert sich sauber und durchgehend klar verständlich. Die Interviews wurden nicht ins deutsche nachgesprochen sondern wurden dafür mit deutschem Untertitel versehen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das anschließende Bonusmaterial ist ein Beweis dafür wie eine Würdigung nicht aussehen sollte. Keine weiteren Film- oder Konzertaufnahmen oder exklusive Interviews. Schön wäre gewesen wenn die Dokumentation mehr auf die einzelnen Album und Soundtracks eingegangen wäre sowie alle ihre Filmprojekte, dazu hätte man sich unter den Extras mehr gewünscht.
Zusätzliche Infos: –
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: 4015698011364
VÖ-Kauf: 20. Oktober 2017
https://www.goodmovies.de/