


John William Cooper sitzt bereits seit 1998 in Haft, verurteilt wegen zahlreicher Einbrüche und versuchten Raubüberfalls[LD1] . Im Jahr 2006 beschließt der frisch beförderte Detective Superintendent Steve Wilkins (Luke Evans, Der Hobbit, Fast & Furious 6–8), alle drei Fälle wieder aufzurollen. Er ist sich sicher: John Cooper ist nicht nur für die Überfälle verantwortlich. Auch nach so vielen Jahren setzt der Detective alles daran, dieses schreckliche Drama endlich aufzuklären. Mit Hilfe seines Teams und neusten, forensischen Methoden und moderner Technik wie DNA-Überprüfungen, der Analyse der Aufzeichnungen einer Überwachungskamera sowie einer Fernsehshow machen die Ermittler eine unglaubliche Entdeckung: Plötzlich scheint es einen Zusammenhang zwischen den Einbrüchen aus den Vorjahren und den Morden zu geben. Doch die Zeit rennt und der mutmaßliche Serienmörder John Cooper droht bald aus dem Gefängnis entlassen zu werden. Schaffen es Steve und sein Team ihn zu überführen und endlich zu beweisen, dass er der skrupellose Serienmörder ist? Oder geschehen womöglich weitere unvorhersehbare Morde?
Originaltitel: The Pembrokeshire Murders
Regie: Marc Evans.
Drehbuch: Nick Stevens.
Darsteller: Luke Evans, Keith Allen, Caroline Berry, Oliver Ryan, Alexandria Riley, Charles Dale, David Fynn, Steve Meo.
Genre: Drama / Krimi / Miniserie
Land: UK / Deutschland /Belgien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 144 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Featurettes, Trailershow.
Vertrieb: Edel Germany GmbH.
![]()
![]()
![]()
Film-/Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Pembrokeshire Murders bewegt sich irgendwo zwischen klassischer True-Crime-Miniserie und britischem TV-Krimi mit Überlänge. Trotz der Aufteilung in mehrere Episoden wirkt das Ganze letztlich eher wie ein längerer Fernsehfilm als wie eine vollständig ausgearbeitete Serie. Genau das bringt sowohl Vorteile als auch einige Schwächen mit sich.
Die Geschichte basiert auf realen Kriminalfällen und konzentriert sich auf die erneute Untersuchung ungelöster Morde in Wales. Besonders die moderne Spurensuche und die forensischen Methoden stehen dabei im Mittelpunkt. Gerade diese nüchterne Herangehensweise sorgt für eine angenehm sachliche Atmosphäre, nimmt der Handlung aber gleichzeitig auch einiges an Spannung.
Denn wirklich überraschend entwickelt sich die Ermittlungsarbeit selten. Viele Entwicklungen und Erkenntnisse erscheinen erzählerisch recht vorhersehbar, wodurch die Serie atmosphärisch nie jene intensive Beklemmung erreicht, die man von besonders starken True-Crime-Produktionen kennt. Statt nervenaufreibender Spannung dominiert hier eher ein ruhiger, fast dokumentarischer Erzählstil.
Und dennoch besitzt die Serie einen klaren Reiz. Denn dieser liegt ganz eindeutig bei Luke Evans. Seine Darstellung des Ermittlers trägt die gesamte Produktion nahezu im Alleingang. Evans spielt seine Figur angenehm zurückgenommen und gleichzeitig emotional greifbar. Besonders interessant bleibt dabei, wie viel inneren Druck und persönliche Belastung er vermittelt, ohne dies ständig offen auszusprechen.
Gerade diese stille Intensität funktioniert erstaunlich gut. Sein Charakter wirkt erschöpft, verbissen und emotional involviert, bleibt nach außen jedoch kontrolliert und professionell. Dadurch entsteht eine gewisse melancholische Grundstimmung, die der Serie zusätzliche Tiefe verleiht.
Die Nebenfiguren dagegen bleiben über weite Strecken eher im Hintergrund. Erst gegen Ende, insbesondere rund um die Gerichtsverhandlung, erhalten auch andere Charaktere mehr Präsenz und emotionale Bedeutung. Bis dahin konzentriert sich die Serie fast vollständig auf Luke Evans und dessen Ermittlungsarbeit.
Visuell bleibt The Pembrokeshire Murders typisch britisch nüchtern inszeniert. Die Bilder wirken kühl, ruhig und realistisch, ohne stilistische Übertreibungen. Das passt zwar gut zum True-Crime-Ansatz, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass der Serie manchmal etwas Atmosphäre und Spannung fehlen.
Und genau dort liegt letztlich auch das größte Problem. Denn obwohl die Geschichte interessant bleibt und solide erzählt wird, fehlt immer wieder dieses gewisse Etwas, das die Serie wirklich packend oder emotional mitreißend gemacht hätte. Vieles wirkt kompetent umgesetzt, aber nie vollständig intensiv oder unvergesslich.
Trotzdem bleibt ein insgesamt durchaus gelungener Krimi-Thriller zurück. Vor allem Fans ruhiger britischer Ermittlergeschichten und realistischer True-Crime-Erzählungen dürften hier durchaus auf ihre Kosten kommen.
Ein ruhig erzählter True-Crime-Krimi mit starker Hauptdarstellung von Luke Evans. The Pembrokeshire Murders überzeugt durch seine nüchterne Atmosphäre und glaubwürdige Ermittlungsarbeit, bleibt jedoch oft zu vorhersehbar und emotional etwas distanziert. Solide besetzt und sehenswert, auch wenn der Serie das letzte Maß an Spannung und Intensität fehlt.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Feine Details und eine klare Schärfe. Zudem zeigt sich der Kontrast recht stimmig genau wie auch die Farbwiedergabe.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein insgesamt sehr sauberer Sound mit durchgehend klaren Dialogen. Doch der Ton ist unspektakulär und auf TV-Niveau.
![]()
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Gutes und auch ausreichendes Standardbonusmaterial inklusive.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4029759171799
VÖ-Kauf: 10. Dezember 2021
www.edel.com