


Patrick Hodges, der schon seit Jahren fern der alten Heimat in der Großstadt lebt, wird von seinen ehemaligen High-School-Kumpels zu Thanksgiving nach Oklahoma zurückgelotst, um den legendären ‚Turkey Bowl‘ zu beenden: Ein nahezu episches Footballspiel gegen ihre erbittertsten Rivalen, das 1999 wegen eines Schneesturms abgebrochen werden musste. Nun ergibt sich die einmalige Chance, das Spiel fortzuführen – und endlich zu gewinnen. Der erfolgsverwöhnte Patrick hat zunächst wenig Interesse an dem Spiel, seiner alten Heimat und der Vergangenheit in der Provinz. Erst als er seine damaligen Kumpels, die verhassten Gegner und schließlich seine große Jugendliebe Jen wiedertrifft, ist sein Ehrgeiz geweckt. Die Chaotentruppe steigt in ein hartes Training ein, um den Bowl zum ersten Mal seit über 50 Jahren wieder nach Hause zu holen.
Originaltitel: The Turkey Bowl
Regie: Greg Coolidge.
Drehbuch: Greg Coolidge, Kirk Ward.
Darsteller: Ryan Hansen (2 Broke Girls), Matt Jones (Brightburn), Alan Ritchson (Blood Drive), Kristen Hager (Wanted), Da’Vone McDonald, Tanner Anderson, Travis Nicholson, Chris Reed, Barry Switzer, Brett Cullen, John Beasley, Leah McKendrick, Blair Bomar.
Genre: Komödie
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 120 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Deutsch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: keine.
Extras: keine.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Turkey Bowl greift eigentlich ein altbekanntes Konzept auf: die Rückkehr in die alte Heimat, wo ungelöste Konflikte, verpasste Chancen und Erinnerungen plötzlich wieder an die Oberfläche drängen. Gerade deshalb wirkt der Film anfangs zunächst wie eine typische Mischung aus Kleinstadtkomödie, Nostalgie und leichtem Familiendrama. Doch obwohl viele Zutaten vertraut erscheinen, schafft es der Film erfreulicherweise, daraus eine angenehm sympathische und überraschend nachdenkliche Geschichte zu machen.
Denn hinter dem humorvollen Ton steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Die Idee rund um das traditionelle Football-Spiel am Thanksgiving-Wochenende dient dabei eigentlich nur als Aufhänger für etwas viel Größeres: Es geht um alte Freundschaften, unerfüllte Erwartungen, verpasste Lebenswege und die Frage, ob man seiner Vergangenheit irgendwann wirklich entkommen kann.
Gerade dadurch gewinnt der Film immer wieder eine unerwartet emotionale Ebene. Besonders angenehm fällt dabei auf, dass die Figuren erstaunlich glaubwürdig wirken. Die Besetzung harmoniert hervorragend miteinander und vermittelt tatsächlich das Gefühl von Menschen, die sich seit Jahren kennen — inklusive alter Spannungen, verdrängter Enttäuschungen und gleichzeitig noch vorhandener Verbundenheit. Dadurch funktionieren viele Dialoge und Konflikte deutlich besser, als man es bei vergleichbaren Comedy-Dramen erwarten würde.
Auch der Humor trägt viel zur sympathischen Wirkung des Films bei. Er bleibt angenehm bodenständig, locker und menschlich, ohne sich ständig auf plumpe Witze oder peinliche Gags unter der Gürtellinie verlassen zu müssen. Genau das macht The Turkey Bowl so angenehm zugänglich. Der Film möchte nicht zwanghaft provozieren oder besonders laut sein, sondern lebt vielmehr von seinen Figuren und deren zwischenmenschlicher Dynamik.
Und gerade deshalb funktioniert die Mischung aus Drama und Comedy überraschend gut. Immer wieder entstehen kleine Momente, die einen tatsächlich zum Nachdenken bringen. Besonders das Thema „Heimat“ wird schön behandelt — dieses seltsame Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, der sich gleichzeitig vertraut und fremd anfühlt. Der Film zeigt dabei durchaus glaubwürdig, wie schnell alte Rollenbilder und Konflikte wieder aufbrechen können, selbst wenn viele Jahre vergangen sind.
Natürlich kommt der Film dabei nicht ganz ohne Klischees aus. Manche Entwicklungen verlaufen ziemlich vorhersehbar und gerade gegen Ende bewegt sich die Geschichte stark in bekannten Bahnen. Besonders das Finale hätte tatsächlich mutiger oder origineller ausfallen dürfen. Hier entscheidet sich der Film leider eher für den sicheren und vertrauten Weg, anstatt seine stärkeren emotionalen Ansätze konsequent weiterzuführen.
Trotzdem hinterlässt der Film insgesamt ein gutes Gefühl. Denn trotz aller bekannten Elemente wirkt The Turkey Bowl ehrlich, herzlich und angenehm menschlich erzählt. Die Kombination aus lockerem Humor, glaubwürdigen Figuren und kleinen melancholischen Zwischentönen macht den Film deutlich besser, als es die recht gewöhnliche Grundidee zunächst vermuten lässt.
Eine sympathische Mischung aus Komödie und Drama mit glaubwürdigen Figuren und viel Herz. The Turkey Bowl verbindet humorvolle Kleinstadt-Nostalgie mit nachdenklichen Themen über Freundschaft, Vergangenheit und zweite Chancen. Zwar nicht frei von Klischees, aber charmant, unterhaltsam und angenehm bodenständig erzählt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein heller Kontrast, kräftige Farben und eine ausreichend klare Schärfe der Bildqualität können hier überzeugen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound hingegen punktet lediglich mit einem kräftigen Klang und klaren Dialogen. Doch ansonsten präsentiert sich der sauberen Ton auf Standard-TV-Niveau.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Auf zusätzliche Extras wurde hier leider verzichtet. Schade!
Abspann: Jip. Während des Abspanns kommt noch eine kleine Szene mit der Stadtschlampe.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912071773
VÖ-Kauf: 27. November 2020