


Wie kommt es, dass Frauen ihren Mr. Right verlassen, um danach bei Mr. Wrong zu landen? Was steckt hinter den (oft bedauernswerten) romantischen Impulsen? Drehbuchautorin und Regisseurin Whitney Cummings spielt die geradlinige Neurowissenschaftlerin Julia, deren Forschung über das weibliche Gehirn anhand von drei Pärchen demonstriert wird: Zoe (Cecil Strong) und Greg (Blake Griffin), deren Karriere sich auf ihre Beziehung auswirkt. Lisa (Sofia Vergara) und Steven (Deon Cole), die versuchen ihrer festgefahren Beziehung etwas Würze zu verleihen, und Lexi (Lucy Punch), die ständig versucht, ihren Freund Adam (James Marsden) zu ändern. Währenddessen spielen allerdings auch Julias Synapsen verrückt, als ein ziemlich attraktives neues Versuchsobjekt sich ihrer Studie anschließt…
Originaltitel: The Female Brain
Regie: Whitney Cummings.
Drehbuch: Whitney Cummings, Neal Brennan.
Darsteller: Whitney Cummings (Verliebt in die Braut), Toby Kebbell (Kong: Skull Island), James Marsden (Verwünscht), Blake Griffin (The Book Club), Beanie Feldstein (Bad Neighbors 2), Cecily Strong (Ghostbusters), Sofía Vergara (Machete Kills), Deon Cole (Barber Shop), Lucy Punch (Bad Teacher).
Genre: Komödie
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 95 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Female Brain möchte eine clevere Beziehungskomödie über Unterschiede zwischen Männern und Frauen sein, verrennt sich dabei allerdings immer wieder in sehr einseitige Klischees und fragwürdige Verallgemeinerungen. Zwar versucht der Film wissenschaftliche Erkenntnisse humorvoll aufzubereiten, doch oft wirkt das Ganze eher wie eine überdrehte Ansammlung moderner Geschlechter-Stereotypen.
Und genau daran scheiden sich vermutlich die Geister. Natürlich ist längst bekannt, dass Männer und Frauen oftmals unterschiedlich denken, fühlen oder reagieren können. Doch der Film vermittelt stellenweise unangenehm deutlich das Gefühl, als seien weibliche Denkweisen automatisch emotional intelligenter oder reflektierter, während Männer häufig eher wie überforderte Problemfälle dargestellt werden.
Gerade dadurch wirkt vieles unnötig oberflächlich. Dabei hätte die Grundidee durchaus Potenzial gehabt. Schließlich ist das menschliche Gehirn ein komplexes Thema und Beziehungen bieten ohnehin genug Stoff für kluge, bissige und ehrliche Komödien. Doch The Female Brain vereinfacht vieles zu stark und verliert sich oft in sehr plakativem Humor.
Besonders die Figuren leiden darunter. Viele Charaktere wirken weniger wie echte Menschen, sondern eher wie wandelnde Klischees moderner Beziehungsprobleme. Dadurch fehlt es dem Film immer wieder an emotionaler Tiefe oder echter Glaubwürdigkeit.
Dennoch muss man fairerweise sagen, dass der Film durchaus unterhaltsame Momente besitzt. Denn trotz aller Überzeichnungen funktioniert ein Großteil der humorvollen Situationen erstaunlich gut. Viele Dialoge sind flott geschrieben und manche Beobachtungen über Dating, Beziehungen und Kommunikationsprobleme treffen durchaus ins Schwarze – wenn auch oftmals mit dem Holzhammer.
Besonders auffällig bleibt dabei, dass der Film seine überspitzten Geschlechterbilder gegen Ende etwas relativieren möchte. Dort versucht die Geschichte anzudeuten, dass Menschen eben doch individueller und komplizierter sind als einfache biologische Schubladen. Leider kommt diese Einsicht etwas spät und kann die zuvor sehr einseitige Darstellung nur bedingt ausgleichen.
Auch tonal schwankt der Film immer wieder zwischen smarter Beziehungssatire und eher flacher Mainstream-Komödie. Manche Szenen wirken clever beobachtet, andere wiederum fast schon wie stereotype Social-Media-Witze in Spielfilmlänge.
Trotzdem besitzt der Film eine gewisse sympathische Leichtigkeit. Denn wenn man bereit ist, einige fragwürdige Aussagen und überzogene Klischees mit Humor zu nehmen, bleibt unterm Strich durchaus eine kurzweilige Komödie übrig, die immer wieder zum Schmunzeln bringt. Gerade die lockere Erzählweise und die spielfreudige Besetzung sorgen dafür, dass der Film nie wirklich langweilig wird.
Allerdings dürfte The Female Brain vermutlich eher ein Publikum ansprechen, das sich an den teils einseitigen Geschlechterdarstellungen weniger stört oder diese bewusst als satirische Überzeichnung betrachtet.
Eine flotte Beziehungskomödie mit humorvollen Ideen und viel Klischee-Humor über Männer und Frauen. Unterhaltsam, stellenweise wirklich witzig, aber oft zu oberflächlich und in seinen Verallgemeinerungen etwas zu einseitig. Trotz fragwürdiger Geschlechterbilder bleibt ein kurzweiliger Spaß mit sympathischer Leichtigkeit.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farben sind viel zu kräftig ausgefallen, die Helligkeit ist viel zu grell, doch die Schärfe kann hervorragend klar überzeugen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Dynamische Dialoge und Synchronstimmen mit einem leicht zickigen Unterton. Daher passend und insgesamt sehr sauber.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Ein Trailer zum Film und damit soll man dann zufrieden sein?
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Basierend auf den gleichnamigen Bestseller.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 01. November 2018.