


Als London sich zu Beginn des Jahrtausends für die Ausrichtung der Olympischen Spiele bewirbt, wird ein blutiger Krieg um wertvolles Bauland entfacht. Immobilienhai Clifford Cullen ist der unumstrittene König der Londoner Unterwelt und die meisten, die ihm in die Quere kommen, haben keine Zeit mehr, ihre Fehler zu bereuen. So erging es einst auch dem Vater von Liam und Sean. Jahre später versucht Liam, der zwischenzeitlich wegen eines Raubüberfalls im Gefängnis saß, eine Rückkehr ins Leben und hofft auf eine neue Chance bei seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Doch sein Bruder Sean, mittlerweile tief im Dunstkreis von Cullens Verbrechersyndikat, reißt auch Liam wieder in einen bizarren Strudel grausamer Gewalt. Verfolgt von korrupten Polizisten und kaltblütigen Gangstern kämpft er verzweifelt um seine Familie und seine Zukunft. Nur ein von seinen eigenen Leuten gejagter Detective und ein junger Journalist können Liam jetzt noch helfen. Eine erbarmungslose Jagd nach der Wahrheit nimmt ihren Lauf…
Originaltitel: The Corrupted
Regie: Ron Scalpello.
Drehbuch: Nick Moorcroft.
Darsteller: Sam Claflin (Ein ganzes halbes Jahr), Timothy Spall (Verwünscht), Noel Clarke (Mute), Charlie Murphy, Hugh Bonneville, Joe Claflin, Naomi Ackie, Aled Arhyel.
Genre: Thriller / Krimi / Drama
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: 2021 Meteor Film GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Corrupted präsentiert sich als düsterer britischer Gangsterthriller, der weniger auf große Explosionen oder spektakuläre Action setzt, sondern vielmehr auf eine kalte, schmutzige Unterwelt voller Korruption, Gewalt und moralischer Verwahrlosung. Genau diese heruntergekommene Atmosphäre zieht sich wie ein grauer Schleier durch den gesamten Film.
Besonders auffällig bleibt dabei die Besetzung. Vor allem Timothy Spall dominiert viele Szenen beinahe mühelos. Sichtbar erschlankt, aber mit derselben unangenehmen Intensität wie eh und je, spielt er erneut eine jener Figuren, die man vom ersten Moment an abstoßend findet – und die gerade deshalb so faszinierend wirken. Spall besitzt diese besondere Fähigkeit, Widerwärtigkeit fast schon charismatisch erscheinen zu lassen. Seine Präsenz sorgt dafür, dass selbst ruhigere Szenen unterschwellig bedrohlich bleiben.
Generell ist die Besetzung eindeutig eine der größten Stärken des Films. Viele Figuren wirken glaubwürdig in dieser trostlosen Welt aus Kriminalität, Machtmissbrauch und zerbrochenen Existenzen.
Die eigentliche Handlung bleibt dagegen deutlich schwächer. Denn obwohl The Corrupted zahlreiche Themen wie Verrat, Familienbindungen, Korruption und organisierte Kriminalität anspricht, entwickelt sich daraus nie wirklich eine packende Geschichte. Der Film wirkt oft eher wie eine Aneinanderreihung düsterer Situationen und Gespräche, ohne dabei echten erzählerischen Sog zu erzeugen.
Gerade Spannung kommt erstaunlich selten auf. Vieles verläuft recht vorhersehbar und oft fehlt jener dramatische Druck, den ein guter Gangsterthriller eigentlich benötigt. Statt Nervenkitzel dominiert hier durchgehend eine kühle Distanz.
Und genau diese Kälte ist gleichzeitig Stärke und Schwäche des Films. Einerseits passt die frostige Atmosphäre hervorragend zur trostlosen Welt, die hier gezeigt wird. Die düsteren Bilder, grauen Straßen und heruntergekommenen Schauplätze erzeugen eine glaubwürdige Lowlife-Stimmung. Visuell besitzt der Film definitiv Qualität und fängt dieses kaputte Milieu sehr wirkungsvoll ein.
Andererseits bleibt der Film dadurch emotional oft schwer greifbar. Gerade der Hauptcharakter hätte etwas mehr Wärme oder menschliche Tiefe gebraucht, damit man sich stärker mit seiner Geschichte verbunden fühlt. Stattdessen wirken viele Figuren bewusst distanziert und verschlossen, was zwar realistisch erscheinen mag, den Zuschauer aber emotional auf Abstand hält.
Dadurch entsteht immer wieder das Gefühl, dass The Corrupted zwar solide gemacht ist, aber nie vollständig in Erinnerung bleibt. Es fehlt jener besondere emotionale oder erzählerische Moment, der aus einem guten Thriller einen wirklich starken Film macht.
Trotzdem funktioniert der Film über weite Strecken erstaunlich ordentlich. Gerade Fans ruhiger britischer Crime-Dramen dürften Gefallen an der bedrückenden Stimmung und den starken Darstellern finden.
Auch wenn nicht ständig etwas Spektakuläres passiert, bleibt der Film immerhin kurzweilig genug, um durchgehend interessant zu wirken.
Ein düsterer, angenehm schmutziger Gangsterthriller mit starker Besetzung und bedrückender Atmosphäre. Vor allem Timothy Spall liefert erneut eine herrlich unangenehme Vorstellung ab. Erzählerisch jedoch zu kühl und zu wenig spannend, um wirklich nachhaltig zu packen – solide, aber emotional etwas distanziert.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farben wurden hier stimmig angepasst. Die Schärfe präsentiert sich zudem hervorragend klar und auch der Kontrast kommt passend etwas dunkel/düster daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Gute und keine blassen Synchronstimmen die sich durchaus dynamisch erklingen. Der saubere Ton punktet mit einem eindringlichen Klang.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Unter den Extras gibt es lediglich den Trailer zum Film (deutsch/englisch).
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4042564214604
VÖ-Kauf: 29. Oktober 2021
www.meteor-film.com