


Eine vermummte Gestalt namens „Der Druide“ treibt in einem Apartmenthaus sein blutiges Unwesen und geht dabei besonders grausam vor. Er enthauptet, verätzt und weidet seine Opfer aus. Bereits ein Jahr zuvor wurde zur Sonnenwende ein Mann aus dem Wohnkomplex von einem Mörder mit der gleichen Maske brutal ermordet, ohne dass die Nachbarn eingriffen und der Tater gefasst wurde. Nun scheint er zurück zu sein und es auf die Bewohner des Hauses abgesehen zu haben. Schnell hat jeder Bewohner seinen Nachbarn im Verdacht, der Psychopath hinter der Maske zu sein.
Episoden:
1. Mörderischer Morgen
2. Blut & Kaffee
3. Abschlussprüfung
4. Amys letztes Spiel
5. Blutige Gedenkfeier
6. Die Sommerwendparty
7. Brennen soll sie!
8. Der Morgen danach
Originaltitel: Slasher: Solstice
Regie: Adam MacDonald.
Drehbuch: Aaron Martin, Ian Carpenter.
Darsteller: Baraka Rahmani, Lisa Berry, Salvatore Antonio, Dean McDermott, Mercedes Morris, Gabriel Darku, Erin Karpluk, Paula Brancati, Joanne Vannicola, Rosie Simon, Genevieve DeGraves, Jim Watson.
Genre: Serie / Krimi / Horror / Drama / Mystery / Thriller
Land: UK / USA / Kanada
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 360 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Keine.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
![]()
![]()
![]()
Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit Solstice erreicht die Horror-Anthologieserie Slasher endlich jene Stärke, die sich bereits in den vorherigen Staffeln angedeutet hat. Während Staffel 1 und 2 oft noch mit erzählerischen Längen und einem teilweise zähen Spannungsaufbau zu kämpfen hatten, wirkt die dritte Staffel deutlich fokussierter, härter und vor allem wesentlich packender.
Wie gewohnt erzählt auch Solstice wieder eine komplett eigenständige Geschichte mit neuen Figuren und neuem Killer, auch wenn bekannte Schauspieler aus den vorherigen Staffeln erneut auftauchen. Gerade dieses Anthologie-Konzept funktioniert hier besonders gut, weil sich die Staffel komplett frei entfalten kann und schnell ihren eigenen unangenehmen Ton findet.
Die große Stärke bleibt dabei erneut das klassische Rätselspiel: Wer steckt hinter den brutalen Morden und wer wird als Nächstes sterben? Genau diese permanente Unsicherheit hält die Spannung konstant oben. Jede Folge streut neue Verdächtigungen, falsche Fährten und dunkle Geheimnisse ein, wodurch man als Zuschauer ständig versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen.
Doch was Solstice wirklich von den vorherigen Staffeln abhebt, ist die kompromisslose Härte der Mordszenen. Die Serie spart hier absolut nicht an Brutalität. Manche Tötungen sind derart explizit und unangenehm inszeniert, dass selbst hartgesottene Horrorfans stellenweise schlucken dürften. Gerade weil vieles nicht stilisiert oder cool wirken möchte, sondern roh, schmerzhaft und verstörend brutal präsentiert wird, entwickeln die Szenen eine enorme Wirkung.
Umso erstaunlicher erscheint es tatsächlich, dass die Staffel vielerorts ungekürzt veröffentlicht wurde. Einige Momente schlagen regelrecht auf den Magen und überschreiten bewusst die Grenze zum extremen Unbehagen.
Interessant ist dabei jedoch, dass die Gewalt nicht allein dem Selbstzweck dient. Solstice zeichnet eine Welt voller unsympathischer, egoistischer und moralisch fragwürdiger Charaktere. Fast jede Figur trägt Schuld, versteckt dunkle Seiten oder verhält sich auf irgendeine Weise widerlich menschlich. Genau dadurch entsteht beim Zuschauer diese unangenehme Mischung aus Abscheu und morbider Neugier.
Man ertappt sich tatsächlich dabei, wissen zu wollen, auf welche brutale Weise die einzelnen Figuren ihr Ende finden könnten. Und genau das macht die Staffel so verstörend effektiv.
Besonders erschreckend bleibt zudem der gesellschaftliche Unterton der Serie. Menschen stehen herum, zücken ihre Smartphones, filmen Gewalt und veröffentlichen sie online, anstatt zu helfen. Diese Darstellung wirkt leider nicht überzogen, sondern erschreckend nah an der Realität moderner Sensationsgier. Gerade dadurch entfaltet Solstice eine unangenehme Aktualität, die weit über gewöhnlichen Slasher-Horror hinausgeht.
Auch atmosphärisch funktioniert die Staffel hervorragend. Die nächtliche Großstadt, die düsteren Wohnkomplexe und die konstante Bedrohung erzeugen eine kalte, unangenehme Stimmung voller Paranoia und Gewaltbereitschaft.
Mit nur acht Folgen bleibt die Staffel zudem angenehm kompakt. Anders als die Vorgänger verliert sich Solstice kaum in unnötigen Nebenhandlungen oder Leerlauf. Die Geschichte zieht ihr Tempo konsequent durch und steigert sich von Folge zu Folge.
Brutal, verstörend und erschreckend zeitnah – Slasher: Solstice ist die bislang stärkste Staffel der Reihe und ein kompromissloser Horrortrip, der nicht nur durch seine Morde schockiert, sondern auch durch das erschreckend glaubwürdige Verhalten seiner Figuren.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine sehr schöne und stimmige Farbwiedergabe, dazu eine ordentlich klare Schärfe die sich selbst auf sehr großen HD-Geräten gut macht. Sehr feine Details und ein hervorragender Kontrast bei allen 8 Folgen.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier stellen sich besonders die Dialoge in den Vordergrund. Doch auch bei den Tötungsszenen kann die Dynamik Aua-Reaktionen auslösen. Ist schon heftig aber gut abgestimmt worden.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Leider werden Fans hier nicht mit zusätzlichem Bonusmaterial belohnt. Schade!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120739
VÖ-Kauf: 03. April 2020