


Der Psychiater CJ und seine Frau Caroline Arnold haben gegen den Rat vieler die alte verfallene Vargas-Villa gekauft. Das heruntergekommene Haus stand viele Jahre leer, weil ein Fluch auf ihm lasten soll. Es steht wohl direkt auf einem Vulkankrater und hat dadurch eine Verbindung zum Erdinneren. Nichtsdestotrotz wollen die Arnolds dieses Haus zu einem Drogen-Rehabilitationszentrum umbauen. Sie bitten Freunde und Studenten aus CJs Psychiatrie-Gruppe, ihnen beim Herrichten des alten Hauses zu helfen. Caroline findet ein altes Tagebuch des verstorbenen Emilio Vargas und hat das Gefühl, dass sie damit vor dem verfluchten Haus gewarnt wird. CJ sucht nach einem entlaufenen Hund und findet im Keller des Hauses eine Falltür nebst Kreuz als Siegel. Er bricht das Siegel und öffnet die Falltür … und setzt damit eine extrem bösartige, phantasmagorische unheimliche Macht frei, die seit Langem hinter dieser Falltür lauert. Die Bewohner erkennen, dass dieses teuflische Wesen der gehörnte Beelzebub persönlich ist, der jetzt freigesetzt sein grausames Töten beginnt. Wem gelingt es, dieser mörderischen Macht zu entkommen …?
Originaltitel: The Evil
Regie: Gus Trikonis.
Drehbuch: Gus Trikonis, Galen Thompson.
Darsteller: Richard Crenna, Joanna Pettet, Andrew Prine, Cassie Yates, George O’Hanlon Jr., Lynne Moody, Mary Louise Weller, Robert Viharo.
Genre: Horror / Thriller
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 85 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, TV-Spot, Trailer.
Vertrieb: cmv-laservision / Alive – Vertrieb und Marketing/DVD
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die sogenannte Trash-Collection von cmv-laservision hat im Laufe der Jahre tatsächlich so manche vergessene Genre-Perle wieder ans Licht gebracht. Doch bei The Evil stellt sich schnell die berechtigte Frage: Ist das überhaupt noch Trash?
Eigentlich nicht. Denn dafür funktioniert der Film schlichtweg zu gut. Natürlich merkt man dem Streifen sein Alter deutlich an und auch die Inszenierung trägt unverkennbar den rauen Charme der späten 1970er-Jahre in sich. Doch genau daraus zieht Die Macht des Bösen auch einen großen Teil seiner Wirkung. Statt auf hektische Schnitte oder moderne Schockeffekte setzt der Film auf klassischen Spannungsaufbau, düstere Atmosphäre und dieses wunderbar unangenehme Gefühl, dass hinter jeder Ecke etwas lauern könnte. Und genau das gelingt erstaunlich effektiv.
Die Handlung rund um ein abgelegenes Haus mit dunklem Geheimnis mag auf den ersten Blick vertraut wirken, doch der Film versteht es geschickt, seine unheimliche Stimmung langsam immer weiter zu verdichten. Besonders die erste Hälfte lebt stark von ihrer bedrückenden Atmosphäre und der ständigen Unsicherheit darüber, welche übernatürliche Bedrohung tatsächlich hinter den Ereignissen steckt.
Das Geisterhaus-Setting entfaltet dabei eine angenehm klassische Horrorwirkung. Knarrende Räume, düstere Flure und dieses Gefühl von Isolation erzeugen genau jene Art von Grusel, die viele moderne Horrorfilme heute kaum noch erreichen.
Besonders positiv fällt außerdem auf, dass der Film seine Spannung ernst nimmt. Vieles wirkt angenehm gradlinig erzählt, ohne sich ständig in unnötigen Nebenhandlungen zu verlieren. Stattdessen konzentriert sich die Geschichte auf Atmosphäre, Bedrohung und zunehmenden Wahnsinn.
Und dann kommt die letzte halbe Stunde. Denn genau dort legt The Evil plötzlich noch einmal spürbar an Tempo und Intensität zu. Aus dem zunächst eher klassischen Geisterhaus-Horror entwickelt sich zunehmend ein wilder, beinahe apokalyptischer Albtraum voller Chaos, dämonischer Kräfte und überraschend viel Action.
Gerade dieser Wandel macht den Film so unterhaltsam. Was zunächst ruhig und geheimnisvoll beginnt, endet schließlich in einem regelrechten Horrorfeuerwerk, das für damalige Verhältnisse erstaunlich aufwendig und energiegeladen inszeniert wurde. Dabei bleibt der Film angenehm ernst und kippt nie völlig ins Lächerliche ab – etwas, das vielen anderen Genrevertretern dieser Zeit nicht immer gelingt.
Natürlich besitzt der Film aus heutiger Sicht einige altmodische Momente und manche Effekte tragen sichtbar den Charme ihrer Zeit. Doch gerade Horrorfreunde dürften genau daran ihre Freude haben. Denn Die Macht des Bösen lebt von ehrlicher Handarbeit, düsterer Stimmung und klassischer Genreatmosphäre. Und genau deshalb funktioniert der Film bis heute erstaunlich gut.
Ein atmosphärisch starker Geisterhaus-Horrorfilm, der weit besser ist als sein Trash-Ruf vermuten lässt. Düster, spannend und in der letzten halben Stunde überraschend actionreich entwickelt sich The Evil zu einer herrlich unheimlichen Genre-Perle der 70er-Jahre. Klassischer Horror mit viel Atmosphäre und dämonischer Wucht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farbwiedergabe zeigt sich etwas schwach, dafür überzeugen der gute Kontrast und die ordentlich klare Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dynamik präsentiert sich ausgezeichnet kraftvoll und verpasst dem Zuschauer zusätzlich mehr nervenzerrende Spannung. Doch leider kommt dieser trotz Dynamik eher frontlastig daher. Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Standardextras von der uninteressanten Art.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr!
Zusätzliche Infos: Die Veröffentlichung hat die Nummer 145 in der Trash-Collection-Reihe.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden. Aufkleber zum abziehen.
EAN: 4260403751503
VÖ-Kauf: 20. April 2018
www.cmv-laservision.de