


Teenager Mike will die hübsche Amy beeindrucken: daher zeigt er ihr am Vorabend der Weltpremiere exklusiv den Horrorfilm „Zombie Town“. Der wurde vom legendären Regisseur Len Carver gedreht. Doch sobald die Projektion beginnt, verwandeln sich die Bewohner der Stadt in Untote. Mike und Amy müssen sich durch eine Horde hungriger Zombies schlagen und Carver finden, um den Fluch zu brechen.
Originaltitel: Zombie Town
Regie: Peter Lepeniotis.
Drehbuch: Peter Lepeniotis, Michael Samonek, Michael Schwartz.
Darsteller: Marlon Kazadi (Child’s Play), Madi Monroe (Die Heinzels), Dan Aykroyd (Ghostbusters), Henry Czerny (Scream 6), Chevy Chase (Viva Las Vegas), Chris Farquhar, Chattrisse Dolabaille, Mikael Conde, Callan Potter.
Genre: Grusel / Mystery / Komödie
Land: Kanada
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 92 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, DTS 5.^1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Tiberius Film GmbH.
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Zombie Town ist ein Beispiel für jene kleineren Adaptionen aus dem Universum von R. L. Stine, die weniger darauf abzielen, Genregrenzen zu verschieben, sondern vielmehr ein jüngeres Publikum in eine leicht zugängliche Mischung aus Grusel, Humor und Abenteuer einzuführen. Während Stine in den letzten Jahren wieder verstärkt im Fokus stand — nicht zuletzt durch größere Produktionen und Neuinterpretationen seiner Stoffe, wirkt dieser Film bewusst zurückgenommen, beinahe wie ein Nebenstück innerhalb eines größeren erzählerischen Kosmos.
Im Vergleich zu aufwendigeren Adaptionen wie Fear Street oder der klassischen Gänsehaut-Ästhetik der 90er Jahre verfolgt Zombie Town einen deutlich kleineren, intimeren Ansatz. Das merkt man bereits an der Inszenierung, die stellenweise fast einen theaterhaften Charakter annimmt. Räume wirken reduziert, Szenen konzentrieren sich stärker auf Figuren und Dialoge als auf große Schauwerte, wodurch der Film eher wie eine inszenierte Bühnenfassung als ein klassischer Gruselfilm erscheint.
Diese bewusste Einfachheit ist dabei Fluch und Chance zugleich. Einerseits entsteht dadurch ein gewisser Charme, der an frühere, weniger aufwendig produzierte Jugendadaptionen erinnert. Andererseits wird schnell deutlich, dass die zugrunde liegende Idee durchaus mehr Potenzial geboten hätte, als letztlich ausgeschöpft wurde. Gerade im Bereich Atmosphäre und Spannung bleibt der Film häufig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Viele Ansätze wirken vorhanden, werden jedoch nicht konsequent vertieft oder dramaturgisch weiterentwickelt.
Gleichzeitig lässt sich nicht übersehen, dass diese Zurückhaltung nicht ausschließlich als Schwäche zu verstehen ist. Vielmehr scheint Zombie Town bewusst auf ein sehr junges Publikum ausgerichtet zu sein. Der Gruselfaktor bleibt entsprechend niedrig, zugunsten eines zugänglichen, harmlosen Tonfalls. Statt echter Angst oder intensiver Spannung dominiert ein leichter, manchmal fast verspielter Humor, der die Horror-Elemente deutlich entschärft.
Auch die Liebesgeschichte, die in die Handlung eingebettet ist, bleibt bewusst unaufgeregt. Sie dient weniger als dramatischer Motor, sondern eher als emotionaler Rahmen, der der Geschichte zusätzliche Zugänglichkeit verleiht. Übertreibungen oder künstliche Dramatik werden weitgehend vermieden, was dem Film eine gewisse Bodenständigkeit gibt, ihn aber gleichzeitig auch ein Stück weit harmlos erscheinen lässt.
Im Gesamtbild erinnert Zombie Town weniger an moderne, düstere Jugendhorror-Produktionen als vielmehr an eine verlängerte Episode der klassischen Gänsehaut-Ära. Diese Einordnung ist dabei durchaus treffend: Der Film versteht sich nicht als radikale Neuinterpretation des Genres, sondern als leicht konsumierbare, episodische Unterhaltung mit nostalgischem Unterton.
Am Ende bleibt ein Werk, das weder wirklich enttäuscht noch nachhaltig beeindruckt. Ein Film mit erkennbarem, aber nicht vollständig ausgeschöpftem Potenzial, der seine Zielgruppe vermutlich dennoch erreicht. Für Fans von R. L. Stine bietet Zombie Town zumindest eine weitere, wenn auch eher zurückhaltende Variation seines typischen erzählerischen Universums, leicht, harmlos und eher charmant als wirklich gruselig.
Abspann: Ja! Nachdem Abspann bedankt sich Dan Aykroyd beim Filmteam, außer bei einem bestimmten Schauspieler der bei der Dankesrede direkt neben Aykroyd steht. Denn dieser Kollege besitzt den legendären Ruf als größtes Arschloch, sowohl beruflich als auch privat.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 10.10.2024
www.tiberiusfilm.de