


Während einer Einweihung des Secret Society College, wird eines der neuen Mitglieder beim Russischen Roulette getötet. Viele Jahre später werden die Überlebenden zu einem Wiedersehen in ein aufwendiges Anwesen eingeladen, das sich als Eigentum des verrückten Vaters des verstorbenen Mädchens erweist.
Originaltitel: Sisters of Death
Regie: Joe Mazzuca.
Drehbuch: Peter Arnold, Elwyn Richards.
Darsteller: Arthur Franz, Claudia Jennings, Cheri Howell, Sherry Boucher, Paul Carr, Joe E. Tata, Sherry Alberoni, Roxanne Albee, Elizabteh Bergen, Paul Fierro, Vern Mathison.
Genre: Thriller
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 1.33:1 / 4:3 Vollbild.
Sprachen: Deutsch, Englisch
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: keine.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Sisters of Death erscheint nun endlich ungekürzt, doch wirklich nachvollziehbar wirkt die einst strenge Altersfreigabe heute kaum noch. Sicher, der Film besitzt stellenweise eine sadistische Grundstimmung und versucht mit psychologischem Terror sowie bedrohlicher Atmosphäre zu arbeiten, doch aus heutiger Sicht wirkt das Ganze eher erstaunlich harmlos und vor allem unglaublich angestaubt.
Dabei beginnt die Geschichte rund um ehemalige Studentinnen, die Jahre nach einem tödlich verlaufenen Initiationsritual erneut zusammengeführt werden, eigentlich durchaus interessant. Gerade klassische Mystery- und Psychohorror-Fans könnten sich von der düsteren Grundidee zunächst angesprochen fühlen. Doch leider macht der Film aus seinem Potenzial nur sehr wenig.
Denn obwohl die Figuren im Verlauf des Films wortwörtlich gefesselt werden, bleibt ausgerechnet der Zuschauer emotional völlig unbeteiligt. Die Inszenierung zieht sich oftmals zäh dahin und schafft es kaum, echte Spannung oder Nervenkitzel aufzubauen. Vieles wirkt überraschend fad, langatmig und nahezu ereignislos. Selbst zentrale Szenen verpuffen oft ohne jede Wirkung, weil Atmosphäre, Tempo und Dynamik schlicht fehlen.
Gerade aus heutiger Sicht wirkt der Film dadurch beinahe wie ein Relikt aus einer längst vergangenen Horrorzeit. Dabei liegt das Problem nicht einmal unbedingt am Alter des Films selbst. Viele Horrorwerke aus den 70ern besitzen bis heute eine rohe Intensität oder unheimliche Wirkung. Tödliche Spiele hingegen bleibt über weite Strecken seltsam leblos. Weder die Dialoge noch die Figuren oder die Spannungsmomente hinterlassen einen bleibenden Eindruck.
Hinzu kommt, dass der Film seine angebliche Härte praktisch nie wirklich ausspielt. Die Gewalt bleibt größtenteils zurückhaltend und vieles passiert eher in der Vorstellung als tatsächlich sichtbar auf der Leinwand. Für damalige Verhältnisse mag das möglicherweise noch verstörender oder schockierender gewirkt haben, heute erscheint es jedoch eher wie ein groteskes kleines Kunstwerk des alten Exploitation-Kinos — ohne echte Brutalität oder nachhaltige Wirkung.
Optisch besitzt der Film immerhin stellenweise einen gewissen nostalgischen Charme. Die altmodische Inszenierung, die düsteren Innenräume und die leicht künstliche Atmosphäre verleihen dem Ganzen zumindest eine eigenwillige Note. Doch selbst das reicht kaum aus, um über die enormen Längen hinwegzutäuschen.
Am Ende bleibt Sisters of Death daher eher eine kuriose Genre-Randnotiz als ein wirklich spannender Horrorfilm. Ein heute deutlich überschätzter Psychohorrorfilm, der trotz interessanter Grundidee kaum Spannung oder echte Härte entwickelt. Tödliche Spiele – Sisters of Death wirkt aus moderner Sicht erstaunlich harmlos, langatmig und atmosphärisch zu schwach, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen. Eher ein kurioses Zeitdokument des 70er-Jahre-Exploitationkinos als ein wirklich schockierender Horrorfilm.
Bildbewertung: 1 von 5 Fernsehern.
Digital remastered? Das Bild ist so schlecht weswegen man eine Überarbeitung in Frage stellt.
Tonqualität: 1 von 5 Soundboxen.
Auch der Ton erklingt schauderhaft. Matter, dumpfer und rauschender geht es kaum.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Nur der Trailer, wie langweilig.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Der Film ist bereits aus dem Jahr 1976 und nicht wie angegeben von 1977.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4250282132333
VÖ-Kauf: 12. Juli 2019.