


Es ist 1956 und Sidney Chambers (James Norton) steckt in einer Krise: Er verspürt ein Gefühl der Ohnmacht und Gleichgültigkeit und lässt sich immer wieder zu riskanten Heldentaten hinreißen.Geordie (Robson Green) macht sich Sorgen um seinen Freund, auf ihn wirkt Sidneys leichtsinnige Einstellung langsam wie eine Todessehnsucht. Doch dann tritt eine neue Frau in das Leben von Sidney:Violet Todd. Ihr Streben nach sozialer Gerechtigkeit entfacht auch sein Feuer wieder und er erkennt, dass Grantchester nicht mehr der richtige Ort für ihn ist.
So begrüßt das kleine Dorf einen neuen Pfarrer: den Idealisten Will Davenport. Auch er fühlt sich von der Welt des Verbrechens angezogen und will seine kriminologischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Inspector Geordie Keating vermisst seinen Freund Sidney, und kann sich eine Welt ohne ihn nicht so recht vorstellen.
Originaltitel: Grantchester
Regie: Tim Fywell, Rob Evans, Edward Bennett.
Drehbuch: Daisy Coulam, James Runcie, John Jackson.
Darsteller: James Norton (Krieg und Frieden), Robson Green (Reckless), Al Weaver, Kacey Ainsworth, Morven Christie, Skye Lucia Degruttola, Seline Hizli, Nick Brimble.
Genre: Krimi / Drama / Mystery / Serie
Land: UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 277 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0
Untertitel: —
Extras: Making of, Hinter den Kulissen, Interviews.
Vertrieb: Edel: Records / Edel Germany GmbH
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Ein leiser, aber spürbarer Umbruch. Staffel 4 von Grantchester markiert den Abschied von Sidney Chambers und zugleich den Aufstieg von Will Davenport – ein Wechsel, der sich nicht abrupt, sondern beinahe schleichend vollzieht.
Bereits in den ersten Episoden wird deutlich, dass Sidneys Weg sich dem Ende zuneigt. Seine Entwicklung hin zu einer zunehmend leichtsinnigen, erschöpften und innerlich zerrissenen Figur wirkt konsequent – und bereitet den Boden für seinen Abschied, der schon früh in der Staffel Realität wird.
Damit stellt sich unweigerlich die Frage: Kann die Serie ohne ihn funktionieren?
Die Antwort lautet: ja – wenn auch anders.
Mit Will Davenport rückt eine neue Figur in den Mittelpunkt, die frischen Wind mitbringt, ohne dabei das Fundament der Serie zu erschüttern. Die Fälle wirken nun weniger persönlich, stärker auf das Krimielement fokussiert. Mehr klassische Ermittlungsarbeit, mehr Spannung – und dennoch bleibt diese typische, ruhige Erzählweise erhalten, die Grantchester auszeichnet.
Ansonsten bleibt vieles vertraut. Die Veränderungen sind dezent, fast vorsichtig eingesetzt. Die Serie verliert nicht ihre Identität, sondern erweitert sie behutsam.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Die Chemie zwischen Geordie Keating und Will Davenport erreicht noch nicht die Tiefe und Selbstverständlichkeit, die zuvor mit Sidney Chambers bestand. Hier fehlt noch das eingespielte Zusammenspiel, das die Serie lange getragen hat.
Doch genau darin liegt auch das Potenzial. Diese neue Dynamik darf sich entwickeln – und bekommt dafür Zeit.
So präsentiert sich Staffel 4 als Übergang: ein Abschied, ein Neuanfang, ein vorsichtiger Wandel. Frischer Wind, ohne das Vertraute zu verlieren.
Und genau deshalb bleibt Grantchester auch in seiner vierten Staffel erstklassig.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farbwiedergabe präsentiert sich natürlich. Die klare Schärfe liefert ausreichen gute Details, der Kontrast könnte etwas heller sein. Insgesamt ein schöner Eindruck.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der sehr saubere Klang punktet mit klaren Dialogen und einen hervorragend untermalten Soundtrack. Eben typisch gut für eine Serie, aber man sollte nicht zu viel erwarten.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Die üblichen Standardextras mit ausreichend kleinen Einblicken und Interviews.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4029759145110
VÖ-Kauf: 15. Mai 2020.