


Nachdem Special Forces Sergeant James Harper (Chris Pine) unfreiwillig aus der Armee entlassen wurde, ist er verschuldet und verzweifelt. Um weiter für seine Familie sorgen zu können, beschließt er, sich an der Seite seines besten Freundes (Ben Foster) und unter dem Kommando eines anderen Veteranen (Kiefer Sutherland) einer privaten Militärfirma anzuschließen. Seine erste, vermeintlich einfache Mission führt ihn nach Berlin, doch schnell merkt der Elitesoldat, dass er mitten in einer gefährlichen Verschwörung steckt und befindet sich quer durch Osteuropa auf der Flucht um sein Leben.
Originaltitel: The Contractor
Regie: Tarik Saleh.
Drehbuch: J.P. Davis.
Darsteller: Chris Pine (Star Trek), Ben Foster (Todeszug nach Yuma), Gillian Jacobs (The Box), Sander Thomas (Toby Dicon, Dean Ashton, Dustin Lewis, Regina Ting Chen.
Genre: Action / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 103 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Contractor gehört zu jener Sorte moderner Actionthriller, die sich zunächst deutlich mehr Zeit für Figurenaufbau und Atmosphäre nehmen, bevor überhaupt größere Actionmomente einsetzen. Das ist grundsätzlich keineswegs schlecht – im Gegenteil: Gerade Filme über ehemalige Elite-Soldaten, verdeckte Operationen und moralische Grauzonen profitieren oft von einer ruhigeren Einführung.
Allerdings braucht The Contractor dafür vielleicht etwas zu lange. Die erste Hälfte wirkt stellenweise beinahe zu zurückhaltend und verliert sich immer wieder in Nebenhandlungen, ohne dabei wirklich Spannung aufzubauen. Man merkt zwar, dass der Film ernsthafter und realistischer wirken möchte als viele überdrehte Genrevertreter, doch genau dadurch fehlt es anfangs oft an Dynamik.
Erst sobald die Handlung nach Berlin verlagert wird, gewinnt der Film deutlich an Energie. Von diesem Zeitpunkt an funktioniert der Thriller spürbar besser. Die Atmosphäre wird dichter, die Bedrohung greifbarer und auch die Action erhält endlich mehr Gewicht.
Besonders positiv fällt dabei auf, dass der Film seine Actionszenen vergleichsweise bodenständig inszeniert. Statt vollkommen übertriebener Unzerstörbarkeit oder unrealistischer Dauerballerei setzt The Contractor eher auf rohe, direkte Konfrontationen und glaubwürdigere Kampfsequenzen. Genau das verleiht dem Film eine angenehm nüchterne Härte.
Getragen wird das Ganze dabei vor allem von Chris Pine. Pine schafft es mühelos, die innere Erschöpfung und Orientierungslosigkeit seiner Figur glaubwürdig darzustellen. Seine ruhige, kontrollierte Spielweise passt hervorragend zu diesem eher geerdeten Thrillerstil.
Allerdings kann selbst er nicht vollständig kaschieren, dass das Drehbuch oft erstaunlich unentschlossen wirkt. Der Film scheint sich nie ganz sicher zu sein, ob er nun ein politischer Thriller, ein Charakterdrama oder doch eher klassische Actionunterhaltung sein möchte. Viele Themen werden angerissen – Loyalität, Schuld, Ausbeutung ehemaliger Soldaten, geheime Operationen –, doch kaum eines davon wird wirklich konsequent vertieft.
Dadurch fehlt dem Film letztlich ein klarer roter Faden. Die Handlung bewegt sich zwar ständig vorwärts, wirkt dabei aber oft merkwürdig ziellos. Manche Entwicklungen erscheinen eher wie lose verbundene Episoden statt wie eine wirklich stringente Geschichte.
Hinzu kommt das größte Problem des Films: die fehlende Spannung. Trotz Verfolgungen, Geheimoperationen und tödlicher Gefahr entsteht erstaunlich selten echtes Nervenkino. Vieles bleibt emotional zu distanziert und vorhersehbar.
Die deutschen Figuren und Schauplätze dienen dabei größtenteils eher als atmosphärische Ergänzung denn als wirklich wichtige Bestandteile der Handlung. Dennoch funktioniert gerade Berlin als Kulisse hervorragend. Die Stadt verleiht dem Film genau jene kühle, leicht bedrückende Stimmung, die perfekt zum Ton des Thrillers passt.
Visuell präsentiert sich The Contractor ohnehin angenehm hochwertig. Die Kameraarbeit bleibt ruhig und kontrolliert, wodurch die geerdete Atmosphäre zusätzlich unterstützt wird.
Am Ende bleibt ein Film zurück, der vieles ordentlich macht, aber selten wirklich herausragt. Gerade die zweite Hälfte zeigt deutlich, welches Potenzial vorhanden gewesen wäre. Doch die fehlende Konsequenz im Drehbuch verhindert letztlich, dass aus dem Thriller etwas wirklich Packendes wird.
Ein solide inszenierter Actionthriller mit starkem Chris Pine, realistischer Action und stimmungsvoller Berlin-Kulisse, der jedoch unter einem zu unentschlossenen Drehbuch und überraschend wenig Spannung leidet. Die zweite Hälfte überzeugt deutlich mehr als der langsame, etwas ziellose Beginn.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Hervorragend feine Details, ein passen dunkel gehaltener Kontrast, dazu ein satter Schwarzwert und eine klare Schärfe. Einige Körnungen sind zwar auch vorhanden, doch insgesamt ein sauberes Bild.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ebenfalls sauber ist der Ton der DVD, überzeugt vor allem mit viel Dynamik bei den Soundeffekten. Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich und der Raumklang erklingt recht solide.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer und Interviews als Extras sind ebenfalls nicht aufregend.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 29. Juli 2022.
www.leonine