


Keine Vergangenheit. Keine Erinnerung. Kein Entkommen.
Im Herzen des gottverlassenen, glühend heißen australischen Outbacks wird ein Mann (Jamie Dornan) von einem riesigen Tanklaster verfolgt, der ihn schließlich von der Straße rammt. Das Unfallopfer kommt im Krankenhaus von Alice Springs zu sich: nur leicht verletzt, aber ohne jegliche Erinnerung! Polizistin Helen Chambers (Danielle Macdonald) versucht, dem Unbekannten bei der Suche nach sich selbst zu helfen. Eine Suche, die nicht nur überraschende und komische, sondern auch brutale Momente bereithält. Denn noch ahnt keiner der beiden, dass unbarmherzige Gestalten hinter dem Mann ohne Erinnerung her sind… So entspinnt sich ein gnadenloses Katz- und Mausspiel auf Leben und Tod. Wird es ihm gelingen, die Geheimnisse seiner Vergangenheit rechtzeitig zu lüften und seinen mörderischen Verfolgern zu entkommen?
Originaltitel: The Tourist
Regie: Daniel Nettheim, Chris Sweeney.
Drehbuch: Harry Williams, Jack Williams.
Darsteller: Jamie Dornan (Synchronic), Danielle Macdonald (Bird Box), Shalom Brune-Franklin, Olafur Darri Olafsson, Danny Adcock, Damon Herriman, Kamil Ellis, Damien Strouthos, Greg Larsen, Victoria Haralabidou, Alex Dimitriades.
Genre: Serie / Drama / Mystery / Thriller
Land: UK / Australien / USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 348 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of.
Vertrieb: Edel Germany GmbH
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Tourist beginnt mit einer der stärksten Pilotfolgen der letzten Jahre. Bereits die erste Episode entwickelt eine unglaubliche Spannung und wirft den Zuschauer ohne große Vorbereitung mitten in einen alptraumhaften Überlebenskampf. Die Verfolgungsjagd durch das glühend heiße australische Outback besitzt eine rohe Intensität, die sofort fesselt. Wenn der namenlose Hauptcharakter schließlich nach dem brutalen Unfall ohne Erinnerung erwacht, entsteht daraus nicht nur ein spannender Thriller, sondern ein psychologischer Albtraum. Denn was könnte erschreckender sein, als plötzlich nicht mehr zu wissen, wer man selbst eigentlich ist?
Gerade diese Grundidee verleiht der Serie anfangs eine enorme Sogwirkung. Jede Begegnung wirkt bedrohlich, jede neue Information könnte die Wahrheit verändern und hinter jeder Person scheint ein weiteres Geheimnis verborgen zu liegen. Die Serie versteht es dabei hervorragend, den Zuschauer ständig im Ungewissen zu lassen. Vieles entwickelt sich anders als erwartet, manche Wendungen enttäuschen zunächst, nur um später wiederum überraschend gut aufzugehen. Genau dieses Spiel mit Erwartungen macht einen großen Teil des Reizes aus.
Allerdings verändert sich die Dynamik der Serie im weiteren Verlauf spürbar. Während der Hauptcharakter zu Beginn noch faszinierend geheimnisvoll erscheint, verliert er mit jeder neuen Enthüllung zunehmend an Sympathie und auch etwas an Spannung. Je mehr man über ihn erfährt, desto problematischer und unsympathischer wirkt die Figur teilweise. Das ist vermutlich bewusst so angelegt, nimmt der Serie aber stellenweise etwas von ihrer anfänglichen Faszination.
Dafür gewinnt eine andere Figur immer stärker an Bedeutung: Verkehrspolizistin Helen Chambers, gespielt von Danielle Macdonald, entwickelt sich überraschend zum eigentlichen Herzstück der Serie. Anfangs wirkt sie eher unscheinbar und zurückhaltend, doch von Folge zu Folge wächst ihre Präsenz immer weiter. Gerade weil sie selbst in einer toxischen Beziehung feststeckt und innerlich oft unterschätzt wird, fiebert man umso stärker mit ihr mit. Man möchte förmlich sehen, wie sie über sich hinauswächst und am Ende stärker aus dieser Geschichte hervorgeht als alle anderen. Ihre warmherzige, ehrliche Art bringt zudem eine emotionale Ebene hinein, die der Serie sehr gut tut.
Auch die Cliffhanger am Ende jeder Folge funktionieren hervorragend. Ganz klassisch aufgebaut sorgen sie dafür, dass man praktisch automatisch weiterschauen möchte. Doch selbst ohne diese bewusst gesetzten Spannungspunkte würde die Serie genug Neugier erzeugen, um am Ball zu bleiben. Dafür sind die Geheimnisse, die Figurenkonstellationen und die unerwarteten Entwicklungen insgesamt einfach zu interessant aufgebaut.
Optisch setzt die Serie stark auf einen schmutzigen, staubigen Look. Das australische Outback wirkt heiß, trocken und unangenehm grell, beinahe schon fiebrig. Teilweise erscheint dieser Stil fast etwas übertrieben dreckig und sandig, selbst für die australische Sonne. Gleichzeitig passt genau diese Optik aber wiederum hervorragend zu der inneren Orientierungslosigkeit und dem psychischen Zustand der Figuren. Manche Charaktere und Dialoge besitzen zudem einen angenehm skurrilen Unterton, wodurch die Serie immer wieder leicht schräge Momente erhält. Gerade deshalb hätte man sich gewünscht, dass auch einige Schauplätze visuell noch etwas außergewöhnlicher oder eigenwilliger ausgefallen wären.
Trotz kleinerer Schwächen bleibt The Tourist eine ausgesprochen packende Thriller-Serie, die Spannung, schwarzen Humor, Mystery-Elemente und Charakterdrama gekonnt miteinander verbindet. Besonders die Mischung aus psychologischer Unsicherheit, australischer Outback-Atmosphäre und den überraschend emotionalen Figurenmomenten sorgt dafür, dass die sechs Folgen durchgehend fesseln. Und obwohl die Geschichte rund um die Amnesie letztlich abgeschlossen wirkt, bleibt am Ende dennoch der Wunsch zurück, diese Figuren noch weiter begleiten zu dürfen — selbst ohne verlorenes Gedächtnis.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details sind ausreichend fein, die Schärfe zeigt sich durchgehend klar und leistet sich auch keiner Fehler. Die Farbwiedergabe kommt stimmig daher und auch der Kontrast ist passend.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare und durchgehend dynamische Dialoge. Auch die Actionszenen präsentieren sich ordentlich kräftig. Insgesamt ein sehr sauberer Sound mit ausreichenden Details, jedoch nicht mehr als Standard.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Mehrere klitzekleine Featurettes, die zusammen ein kurzweiliges Standard-Making-of abliefern. Hier wird alles kurz angeschnitten aber wirklich überzeugend ist es nicht.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Kein Wendecover vorhanden.
EAN: 4029759181316
VÖ-Kauf: 09. September 2022.
www.edel.com