


Te Ata (TAY’ AH-TAH) gehört dem Stamm der Chickasaw an und ist mit ihren Liedern, Tänzen und Geschichten aufgewachsen. Ihr großer Traum ist es, auf den Bühnen des Broadway zu stehen. Sie wurde 1895 im heutigen Oklahoma geboren, damals noch Indianer-Territorium. Es war eine Zeit des Wandels und der Entbehrungen für die Ureinwohner Amerikas. Die Regierung unternahm viele Versuche sie in die neue Gesellschaft zu integrieren, doch viele hielten an ihren Traditionen fest. Und es sind diese Traditionen, die einen entscheidenden Einfluss auf Te Atas Leben haben werden. Für die Erfüllung ihres Traumes muss sie viele kulturelle Barrieren und zahlreiche Hindernisse überwinden. Sie wird in einem Vorsprechen nach dem anderen abgelehnt. Schließlich fragt sie sich, ob sie für ein Leben auf der großen Bühne wirklich gemacht ist. Doch getrieben von einer großen Leidenschaft kämpft Te Ata weiter und schafft das Undenkbare.
Originaltitel: Te Ata
Regie: Nathan Frankowski.
Drehbuch: Esther Luttrell.
Darsteller: Q’orianka Kilcher, Gil Birmingham, Brigid Brannagh, Graham Greene, Jenni Mabrey, Mackenzie Astin, Cindy Pickett, Marissa Skell, Tom Mowicki.
Genre: Biografie / Drama / History
Land: USA
FSK: 0 Jahre.
Laufzeit: 105 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: keine.
Extras: keine.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Bei Te Ata handelt es sich um eines jener kleinen Biografie-Dramen, die weniger durch großes Kino oder spektakuläre Inszenierung auffallen, sondern vielmehr durch ihre ruhige Erzählweise und ihre kulturelle Bedeutung. Der Film widmet sich dem Leben der berühmten Geschichtenerzählerin und Schauspielerin Te Ata Fisher und versucht dabei gleichzeitig ein Stück nordamerikanischer indigener Kultur und Geschichte einzufangen.
Eines sollte jedoch direkt vorweg gesagt werden: Wenn möglich unbedingt im Originalton ansehen. Die deutsche Synchronisation gehört leider zu den größten Schwachpunkten des Films. Viele Dialoge wirken dadurch seltsam emotionslos, künstlich oder schlichtweg unfreiwillig unbeholfen. Gerade bei einem Film, der stark von Sprache, Geschichten und kultureller Atmosphäre lebt, schadet das der Wirkung enorm.
Inhaltlich bietet der Film durchaus interessante Einblicke in die Welt nordamerikanischer Ureinwohner und in eine Zeit des gesellschaftlichen Wandels. Dabei versucht Te Ata weniger ein großes politisches Drama zu sein, sondern vielmehr ein poetisches Portrait einer Frau, die mit ihren Erzählungen Brücken zwischen Kulturen schlagen wollte.
Diese poetische Erzählweise zieht sich angenehm ruhig durch den gesamten Film. Viele Szenen wirken beinahe wie kleine Erinnerungen oder mündlich überlieferte Geschichten, was hervorragend zur Figur von Te Ata passt. Gerade dadurch entsteht eine warme, fast melancholische Grundstimmung.
Allerdings merkt man dem Film auch deutlich sein begrenztes Budget an. Besonders bei Kulissen, Ausstattung und Maske wird schnell sichtbar, dass hier keine große Hollywood-Produktion vorliegt. Manche Schauplätze wiederholen sich auffällig oft und einige Kostüme oder Masken wirken leider eher einfach als authentisch.
Gerade die Maske fällt teilweise unangenehm künstlich aus und nimmt bestimmten Szenen etwas von ihrer Glaubwürdigkeit. Auch die Ausstattung erreicht nicht immer jene historische Tiefe, die man sich bei einem biografischen Stoff dieser Art wünschen würde.
Dennoch gelingt es dem Film erstaunlicherweise immer wieder, visuell zu überzeugen. Die Kameraarbeit liefert klare, oft sehr schöne Aufnahmen und fängt Landschaften sowie kleinere Details mit viel Ruhe ein. Dadurch entsteht trotz aller produktionstechnischen Schwächen eine gewisse Eleganz.
Ein weiterer Kritikpunkt bleibt allerdings die konfliktscheue Erzählweise. Viele gesellschaftliche oder kulturelle Spannungen werden lediglich angedeutet, aber nie wirklich intensiv ausgearbeitet. Gerade historische Konflikte rund um indigene Identität, Diskriminierung oder gesellschaftliche Ausgrenzung hätten deutlich kraftvoller und dramatischer erzählt werden können.
Stattdessen bleibt der Film oft sehr sanft und vorsichtig. Das macht ihn zwar angenehm zugänglich, nimmt der Geschichte aber gleichzeitig auch etwas von ihrer möglichen emotionalen Wucht.
Und doch spürt man während des gesamten Films, mit wie viel Herzblut an diesem Projekt gearbeitet wurde. Trotz aller Schwächen steckt in Te Ata sichtbar viel Respekt für die dargestellte Kultur und für die historische Persönlichkeit selbst.
Gerade deshalb funktioniert der Film letztlich besser als seine technischen Mängel vermuten lassen. Nicht perfekt, nicht immer glaubwürdig und stellenweise etwas zu brav erzählt – aber ehrlich gemeint und atmosphärisch durchaus berührend.
Ein poetisch erzähltes Biografie-Drama mit kultureller Bedeutung, schönen Bildern und viel Herzblut, das trotz sichtbarer Budgetgrenzen und erzählerischer Schwächen eine warme und respektvolle Atmosphäre entfaltet. Kleine Produktion, große Wertschätzung.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Beim Kontrast hat man es ein wenig übertrieben, dieser kommt viel zu grell daher. Die klare Schärfe, die Details und die Farbwiedergabe sind dafür aber mehr als gut.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Der Ton ist zwar sauber aber versagt dennoch durch seine schlechte Synchronisation, in der deutschen Fassung verliert das Werk sogar noch an Qualität. Fürchterlich!
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Kein weiteres Highlight ist das Zusatzmaterial, denn es ist keines enthalten.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Nach einer ergreifenden wahren Geschichte erzählt. Die Stimme eines Volkes!
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912972438
VÖ-Kauf: 02. August 2019.