


“Shadowlands“ erzählt spannend von drei ganz unterschiedlichen, sexy Variationen der Liebe – von einem Paar, das die Grenzen seiner Beziehung auslotet, einem waschechten Narzissten und einer großen Liebe in Gefahr.
Es beginnt 1928 mit Alex, dem plastischen Chirurgen, der versessen von körperlicher Perfektion ist und eine Hausparty mit einer ganzen Reihe illustrer Gäste veranstaltet. Inmitten zahlreicher romantischer Fehlzündungen wird hier schließlich deutlich, wem sein eigentliches, heißes Begehren gilt…
1951 treffen wir ein schwules Soldatenpaar, das auf seiner Campingtour durch die Wildnis einem mysteriösen Fremden begegnet. Ist das vielleicht die lange erwartete Chance, ihrer Beziehung eine neue Richtung zu geben und in bisher ungeahnte Sphären vorzustoßen?
Es ist 2018, als ein Maler schwer am Verlust seines Geliebten trägt. Kann die Erschaffung eines realistischen Bildes des Gegangenen Linderung bringen? Und tatsächlich: Das fertige Werk ist so schön und lebensecht, dass es seine Wirkung nicht verfehlt…
Originaltitel: Shadowlands
Regie: Charlie David.
Drehbuch: Charlie David, David Robert Moore.
Darsteller: Charlie David, Jim Garrow, Nicolas James Wilson, Kato Alexander, Billie Black, Michael R. Buchanan, Justine Christensen, Marc Devigne, Sean C. Dwyer, Vasilios Filippakis, Brandon Garcia, Basil Hendy.
Genre: Drama
Land: Kanada
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 89 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Englisch
Tonsystem: Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Pro-Fun Media
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Shadowlands präsentiert sich als düsteres Anthologie-Werk aus drei vollkommen unterschiedlichen Kurzgeschichten, die zwar stilistisch und thematisch eigene Wege gehen, am Ende jedoch alle denselben Schatten teilen: den Tod. Genau diese Verbindung verleiht dem Film seine bedrückende und zugleich faszinierende Wirkung.
Dabei schwankt die Qualität und Wirkung der einzelnen Episoden spürbar. Manche Geschichten entfalten eine intensive Atmosphäre und bleiben lange im Gedächtnis, während andere deutlich schwerer zugänglich sind oder bewusst provozieren wollen.
Besonders die erste Episode dürfte viele Zuschauer vor den Kopf stoßen. Sie setzt stark auf makabre Bilder, sexuelle Ausschweifungen und körperlichen Horror. Gerade empfindliche Zuschauer könnten damit erhebliche Probleme haben, denn der Film spart hier weder an drastischen Momenten noch an unangenehmer Direktheit. Diese Geschichte wirkt beinahe wie ein fiebriger Albtraum voller Lust, Verfall und morbider Begierden. Gleichzeitig erscheint sie jedoch auch wie der Fremdkörper innerhalb des Gesamtwerks.
Die zweite Geschichte schlägt anschließend einen vollkommen anderen Ton an. Mysteriös, ruhiger und deutlich atmosphärischer aufgebaut, lebt sie mehr von unterschwelliger Spannung und geheimnisvollen Bildern. Hier entfaltet Shadowlands seine stärkste visuelle Kraft. Man spürt eine permanente Melancholie, die sich langsam über jede Szene legt und den Zuschauer beinahe hypnotisch durch die Handlung trägt.
Die dritte Episode wiederum trifft emotional am stärksten. Sie besitzt eine traurige Wärme und nähert sich ihren Figuren deutlich menschlicher an. Gerade hier zeigt sich, dass Shadowlands eigentlich kein reines Horrorwerk sein möchte, sondern vielmehr eine Sammlung tragischer Geschichten über Verlust, Sehnsucht und Vergänglichkeit darstellt.
Was alle Episoden verbindet, ist diese konstante melancholische Grundstimmung. Selbst in den sinnlichsten oder provokantesten Momenten liegt stets etwas Tragisches in der Luft. Der Film wirkt dadurch fast poetisch traurig und entwickelt eine eigenartige Schwere, die sich durch das gesamte Werk zieht.
Visuell und atmosphärisch bleibt Shadowlands dabei durchgehend interessant. Die Bilder wirken oft traumartig, beinahe wie Erinnerungen an etwas Vergangenes, das langsam zerfällt. Gerade diese Mischung aus Sinnlichkeit, Dunkelheit und emotionaler Traurigkeit macht den Film ungewöhnlich.
Kein leicht konsumierbares Werk und sicherlich auch kein Film für jeden Geschmack – aber ein bemerkenswert melancholisches Anthologie-Drama mit Horror-Elementen, das zwischen makabrem Wahnsinn und tief trauriger Schönheit pendelt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Punktet mit feinen Details, kräftigen Farben und hellen Kontrast. Dabei verliert das Bild nie seine Natürlichkeit.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge und eine melancholische Klangstimmung. Etwas leise aber sehr sauber.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliches Bonusmaterial sollte man nicht erwarten.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Ist ursprünglich eine Dreiteilige Serie.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4031846012168
VÖ-Kauf: 19. Juli 2019.