


Ralph Gordon ist von der attraktiven Lehrerin Diane Marshall regelrecht besessen. Von einem verlassenen Lagerhaus aus beobachtet er seine Angebetete immer wieder mit einem Fernglas beim Sonnenbaden. Als Ralphs jüngerer Bruder Lou und dessen Kumpel Sean – beide bis vor kurzem noch Schüler von Diane – auch mal einen Blick durch Ralphs Fernglas werfen wollen, geschieht ein Unglück. Als die beiden von Ralph ertappt werden stürzt Lou zu Tode und Ralph macht Sean für den schrecklichen Unfall verantwortlich. Als Sean kurze Zeit später auch noch ein Verhältnis mit seiner ehemaligen Lehrerin anfängt, droht Ralph vollkommen durchzudrehen…
Originaltitel: The Teacher.
Regie: Howard Avedis.
Drehbuch: Howard Avedis.
Darsteller: Angel Tompkins, Jay North, Anthony James, Marlene Schmidt, Barry Atwater, Med Flory, Rudy Herrera Jr. Quinn O’Hara, Sivi Aberg, Richard Winterstein.
Genre: Drama / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 98 Minuten.
Bildformat: 1.33:1 / 4:3 Vollbild
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby-Digital-Mono, Dolby Digital-Mono
Untertitel: keine.
Extras: keine.
Vertrieb: SchröderMedia HandelsgmbH
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Teacher gehört zu jener Sorte vergessener 70er-Jahre-Filme, die heute vor allem durch ihre Thematik und ihren leicht verruchten Ruf Aufmerksamkeit erregen. Regisseur Hikmet Avedis drehte im Laufe seiner Karriere zahlreiche eher unbekannte Produktionen, unter denen sich tatsächlich einige kleine Geheimtipps verbergen. Tödlicher Wahn zählt allerdings eher nicht dazu.
Dabei besitzt der Film durchaus Ansätze, aus denen man ein intensives psychologisches Drama oder einen verstörenden Thriller hätte machen können. Die Geschichte rund um eine problematische Beziehung zwischen Lehrerin und Schüler bewegt sich irgendwo zwischen Erotikdrama, Coming-of-Age und psychologischer Studie. Doch anstatt daraus echte Spannung oder emotionale Intensität zu entwickeln, bleibt der Film erstaunlich harmlos und seltsam ereignislos.
Das größte Problem ist dabei eindeutig die Inszenierung. Denn obwohl die Thematik eigentlich reichlich Konfliktpotenzial bietet, wirkt alles unglaublich seicht erzählt. Viele Szenen ziehen sich ohne echte Dynamik dahin und erzeugen kaum emotionale Wirkung. Statt unterschwelliger Spannung oder psychologischer Tiefe entsteht oft eher Müdigkeit.
Gerade aus heutiger Sicht wirkt der Film dadurch ziemlich eingestaubt. Die pubertäre Grundstimmung, die damals möglicherweise noch provokant oder gewagt erschien, entfaltet heute kaum noch Wirkung. Vieles wirkt unbeholfen, langsam und stellenweise fast schon unfreiwillig komisch. Dabei fehlt dem Film vor allem ein klarer erzählerischer Fokus.
Auch die Figuren scheinen sich oftmals etwas verloren durch die Handlung zu bewegen. Zwar ist die Besetzung grundsätzlich ordentlich gewählt und besonders Angel Tompkins bringt zumindest eine gewisse Präsenz mit, doch selbst die Darsteller wirken teilweise orientierungslos innerhalb der schwachen Inszenierung. Die Charaktere entwickeln kaum echte Tiefe und viele Szenen verpuffen, bevor sie überhaupt Wirkung entfalten können.
Optisch besitzt der Film immerhin den typischen Look vieler amerikanischer 70er-Jahre-Produktionen. Die warme Bildsprache, die leicht melancholische Atmosphäre und die ruhige Erzählweise verleihen dem Ganzen zumindest einen gewissen nostalgischen Charme. Doch Nostalgie allein reicht eben nicht aus, um einen Film wirklich spannend oder mitreißend zu machen.
Und genau deshalb funktioniert The Teacher heute wohl hauptsächlich noch als kleines Zeitdokument seiner Epoche. Zur damaligen Zeit mochte der Film vielleicht durchaus provozierender oder interessanter gewirkt haben, doch aus heutiger Sicht fehlt es schlicht an Spannung, Intensität und erzählerischer Kraft.
Ein ruhiges Erotikdrama der 70er-Jahre, das heute vor allem altmodisch und erstaunlich spannungsarm wirkt. Tödlicher Wahn besitzt zwar eine interessante Grundidee und eine solide Besetzung, verliert sich jedoch in einer viel zu seichten und ereignisarmen Inszenierung. Eher ein nostalgisches Zeitdokument als ein wirklich packender Klassiker.
![]()
Bildbewertung: 2 von 5 Fernsehern.
Auch die Bildqualität ist nicht schön, sehr unscharf, ein viel zu dunkler Kontrast und jede Menge Kratzer.
![]()
Tonqualität: 2 von 5 Soundboxen.
Ein sehr dumpfer und fader Klang der leider im Hintergrund auch rauscht.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Kein zusätzliches Bonusmaterial vorhanden.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: Wurde in den Siebzigern unter den deutschen Titel „Der Dritte bringt den Tod“ veröffentlicht!
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 9120052895612
VÖ-Kauf: 05. April 2018
www.facebook.com/schroedermedia