


Unerklärliche Geschehnisse ereignen sich in einem Haus im Londoner Stadtbezirk Enfield im Jahr 1977. Gegenstände fliegen, unerklärliche Stimmen ertönen – das kleine Mädchen Janet scheint von einem Poltergeist heimgesucht zu werden. Maurice Grosse, der Amateurforscher der Parapsychologischen Gesellschaft, sowie der professionelle Geisterjäger Guy Playfair versuchen, Janet und ihrer Familie zu helfen und sie vor den Attacken des Poltergeistes zu schützen. Ist es Zufall, dass Maurice Grosses tödlich verunglückte Tochter ebenfalls Janet hieß? Und was hat der Poltergeist mit dem schon seit langer Zeit verstorbenen Mann zu tun, der einst in dem Haus lebte?
Originaltitel: The Enfield Haunting
Regie: Kristoffer Nyholm.
Drehbuch: Guy Lyon Playfair, Josuha St. Johnston.
Darsteller: Timothy Spall (Mr. Turner), Eleanor Worthington-Cox (Maleficent), Juliet Stevenson (Nicholas Nickleby), Matthew Macfadyen (Sterben für Anfänger), Fern Deacon, Rosie Cavaliero, Amanda Lawrence.
Genre: Serie / Biografie Horror / Drama / Mystery
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 135 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: —
Extras: Featurettes: Back in Time, Cast, About the Show, Making of a Poltergeist, Spooks on Set.
Vertrieb: Justbridge tv / justbridge entertainment / Rough Trade Distribution GmbH
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Serienbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Enfield Haunting gehört zu jener Art von Gruselproduktionen, die nicht versuchen, den Zuschauer im Sekundentakt mit billigen Schockmomenten oder übertriebenen Effekten zu bombardieren. Stattdessen setzt die Mini-Serie auf Atmosphäre, leise Spannung und genau jene unangenehme Unsicherheit, die echten klassischen Geistergeschichten ihre Wirkung verleiht.
Gerade deshalb funktioniert die dreiteilige Produktion überraschend gut. Die Serie basiert auf den berühmten sogenannten „Enfield“-Vorfällen der späten 1970er-Jahre in London, die bis heute als einer der bekanntesten angeblichen Poltergeistfälle überhaupt gelten. Wie viel davon tatsächlich wahr ist, bleibt selbstverständlich offen – und genau diese Ungewissheit macht den Stoff bis heute so faszinierend.
Besonders gelungen ist dabei, dass die Serie nie krampfhaft versucht, den Zuschauer von der Echtheit der Ereignisse zu überzeugen. Vielmehr erzählt sie alles mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit und erzeugt dadurch erstaunliche Glaubwürdigkeit.
Gerade wer sich bereits mit den echten Tonaufnahmen, Fotos oder Videoausschnitten des damaligen Falls beschäftigt hat, wird viele visuelle und atmosphärische Parallelen erkennen. Die Serie bemüht sich sichtbar darum, den bekannten Vorlagen möglichst authentisch zu folgen, ohne dabei sensationsgierig oder überdramatisiert zu wirken.
Auch der gesamte Look der Produktion überzeugt auf angenehme Weise. Die düsteren Innenräume, die typisch britische Tristesse der 70er-Jahre und die zurückhaltende Kameraarbeit erzeugen eine wunderbar bedrückende Stimmung. Alles wirkt bewusst klein gehalten und genau dadurch umso glaubwürdiger.
Statt auf große Spezialeffekte setzt The Enfield Haunting lieber auf Andeutungen, Geräusche, Schatten und langsamen Spannungsaufbau. Gerade diese ruhige Inszenierung sorgt dafür, dass sich die unheimliche Atmosphäre nach und nach beinahe schleichend entfaltet.
Und genau das macht die Serie so wirkungsvoll. Viele moderne Horrorproduktionen vergessen, dass echter Grusel oft gerade dann entsteht, wenn nicht alles sofort gezeigt wird. The Enfield Haunting versteht dieses Prinzip erfreulicherweise sehr gut. Die Serie nimmt sich Zeit, baut Spannung geduldig auf und erzeugt dadurch immer wieder echte Gänsehautmomente.
Auch die Besetzung trägt enorm dazu bei. Die Darsteller spielen angenehm natürlich und glaubwürdig, wodurch die Ereignisse nie wie reine Horrorinszenierung wirken. Gerade die familiären Szenen verleihen dem Ganzen zusätzlich emotionale Bodenhaftung.
Besonders positiv fällt zudem auf, dass die Serie trotz ihres kleinen Rahmens erstaunlich hochwertig wirkt. Man merkt zwar, dass hier keine gigantischen Produktionsmittel vorhanden waren, doch die Macher nutzen ihre begrenzten Möglichkeiten äußerst effektiv.
Natürlich darf man keine actionreiche Horrorshow erwarten. The Enfield Haunting lebt vielmehr von seiner stillen Beklemmung und dem Gefühl, dass hinter jeder Ecke etwas Unerklärliches lauern könnte.
Für Freunde gepflegter, klassischer Gruselunterhaltung ist diese Mini-Serie deshalb nahezu perfekt geeignet. Eine atmosphärisch dichte und überraschend glaubwürdige Mini-Serie über den berühmten Enfield-Poltergeistfall. Ruhig erzählt, hervorragend gespielt und voller schleichender Spannung statt billiger Effekte. Klassischer britischer Grusel mit echter Gänsehautwirkung.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Guter Schärfegrad, solide Details und ein passend stimmiger Kontrast.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überwiegend stehen hier die Dialoge im Vordergrund, doch wenn es mal spukt dann erklingen die dezent eingesetzten Soundgeräuschen mehr als unheimlich. Ein sauberer Klang!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Zu der Miniserie gibt es anschließend noch Miniextras, völlig ausreichend und kurzweilig informativ.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Die Miniserie beruht auf einer wahren Geschichte. Auch im erfolgreichen Kinofilm „Conjuring 2“ wurde die wahre Geschichte aufgegriffen.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260264432986
VÖ-Kauf: 24. Februar 2017
https://www.justbridge.de