


In einem verschlafenen Bergdorf muss Cindy ausgerechnet an Weihnachten mit ansehen, wie der MEAN ONE, ein grünes Monster, ihre Mutter umbringt. 20 Jahre später kehrt Cindy zurück. Und auch das weihnachtshassende Monster ist wieder da, um das Dorf zu terrorisieren. Doch diesmal ist Cindy vorbereitet. Sie stellt dem Monster eine Falle, um es zu fangen und zu töten. Weihnachten muss gerettet werden!
Originaltitel: The Mean One
Regie: Steven LaMorte.
Drehbuch: Flip Kobler, Finn KObler, Steven LaMorte.
Darsteller: David Howard Thornton (Terrifier 1-3), Krystle Martin, Chase Mullins, John Bigham, Erik Baker, Flip Kobler, Amy Schumacher, Tina Van Berk, Saphina Chanadet.
Genre: Komödie / Horror
Land: USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 92 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digitral 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Tiberius Film GmbH.
Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
The Mean One gehört ganz eindeutig zu jener neuen Welle an Horrorfilmen, die bekannte Kindheitsfiguren oder märchenhafte Vorlagen in blutige Slasher-Geschichten verwandeln wollen. Ähnlich wie Winnie-the-Pooh: Blood and Honey lebt auch dieser Film stark von seiner absurden Grundidee: Weihnachten trifft auf billigen Horrortrash mit jeder Menge Gewalt und schwarzem Humor.
Und genau darauf muss man sich hier einlassen. Denn hochwertig oder elegant inszeniert ist The Mean One definitiv nicht. Der Film wirkt oftmals erstaunlich billig produziert, angefangen bei den Kulissen bis hin zur gesamten Machart. Besonders auffällig bleibt, dass viele Außenaufnahmen der winterlichen Stadt zwar ordentlich aussehen, jedoch deutlich hochwertiger wirken als der restliche Film. Dadurch entsteht oft das Gefühl, als hätte man schöne Luftaufnahmen einfach in eine wesentlich kleinere Produktion hineingeschnitten.
Der eigentliche Film dagegen sieht häufig eher nach günstigem Independent-Horror aus. Vor allem das Color Grading fällt unangenehm künstlich aus. Statt gemütlicher Weihnachtsatmosphäre dominieren kalte Farben und eine Optik, die eher an ein heruntergekommenes Los Angeles erinnert als an einen festlichen Winterort voller Weihnachtszauber.
Und trotzdem besitzt der Film einen seltsamen Unterhaltungswert. Denn obwohl vieles amateurhaft aussieht, entfaltet The Mean One immer wieder einen herrlich absurden Trash-Charme. Gerade die brutalen Szenen und die überzeichnete Darstellung der titelgebenden Figur sorgen für einige überraschend kreative Momente.
Besonders die Action- und Kill-Sequenzen funktionieren dabei deutlich besser, als man zunächst erwarten würde. Auf schräge Weise besitzen diese Szenen sogar eine gewisse Energie und Kreativität. Manche Einfälle wirken herrlich überdreht und passen genau zu diesem bewusst trashigen Stil des Films.
Genau dort macht der Film tatsächlich Spaß. Natürlich bleibt die Handlung insgesamt ziemlich dünn und viele Dialoge wirken unfreiwillig komisch. Schauspielerisch bewegt sich das Ganze ebenfalls eher auf durchschnittlichem B-Movie-Niveau. Doch The Mean One nimmt sich ohnehin nie wirklich ernst.
Vielmehr funktioniert der Film wie eine blutige Weihnachts-Parodie für Horrorfans, die Freude an schrägem Trash und überdrehter Gewalt haben. Gerade dadurch hebt er sich zumindest etwas von anderen lieblosen Billigproduktionen ab.
Besonders schade bleibt allerdings, dass sichtbar Potenzial verschenkt wurde. Mit deutlich höherem Budget, besseren Kulissen und einer stimmungsvolleren Weihnachtswelt hätte aus der Idee tatsächlich ein richtig unterhaltsamer Horror-Weihnachtsfilm entstehen können. Denn die Grundidee eines mörderischen Grinch-artigen Slashers besitzt durchaus Reiz.
So bleibt am Ende jedoch eher ein passabler Trashfilm mit einigen überraschend gelungenen Momenten. Ein blutiger und herrlich trashiger Weihnachts-Slasher mit deutlichem B-Movie-Charme. The Mean One sieht oft billig aus und verschenkt viel Potenzial, punktet dafür aber mit überraschend kreativen Action- und Kill-Sequenzen. Albern, brutal und unfreiwillig komisch – für Trash- und Horrorfans durchaus kurzweilig unterhaltsam.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 22.08.2024