


Los Angeles. Obwohl die Miete für sein Apartment überfällig ist, hegt Sam keinerlei Ambitionen, einen Job zu finden. Lieber hängt er auf seinem Balkon herum, liest Comics und beobachtet die Nachbarinnen durchs Fernglas. Als ihn die umwerfend schöne Sarah eines Abends zu sich einlädt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden. Sam wittert eine globale Verschwörung, die Millionäre, Celebrities, Hundemörder und urbane Mythen involviert. Seine Suche nach Sarah mutiert zur rauschhaften Odyssee durch den undurchsichtigen Dschungel der Großstadt.
Originaltitel: Under the Silver Lake
Regie: David Robert Mitchell (It Follows).
Drehbuch: David Robert Mitchell.
Darsteller: Andrew Garfield (The Amazing Spider-Man), Riki Lindhome (The Big Bang Theory), Topher Grace (Valentinstag), Wendy Vanden Heuvel, Deborah Geffner, Riley Keough, Jeannine Cota, Chris Gann, Callie Hernandez.
Genre: Krimi / Drama / Mystery / Thriller / Komödie
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 134 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Weltkino Filmverleih / Universum Film GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Nach dem gefeierten Regiedebüt It Follows lagen die Erwartungen an Under the Silver Lake natürlich enorm hoch. Schließlich gilt It Follows bis heute für viele als modernes Horror-Meisterwerk mit einzigartiger Atmosphäre und stilistischer Sicherheit. Umso überraschender wirkt der Nachfolger nun, denn statt eines klaren und fokussierten Films präsentiert Regisseur David Robert Mitchell hier ein Werk, das bewusst verwirren, irritieren und spalten möchte. Gerade deshalb fühlt sich Under the Silver Lake oftmals eher wie ein experimentelles Erstlingswerk an — voller Ideen, voller Potenzial, aber zugleich sichtbar unausgegoren und stellenweise beinahe absichtlich chaotisch.
Dabei liegt über dem gesamten Film ein deutlicher Einfluss von David Lynch. Die skurrilen Begegnungen, die rätselhafte Handlung, die unterschwellige Bedrohung und die traumartige Inszenierung erinnern immer wieder an dessen Werke. Genau das macht den Film auf gewisse Weise faszinierend, aber eben auch anstrengend. Denn die Handlung wirkt oft derart konfuse und voller versteckter Hinweise, Symboliken und seltsamer Nebenpfade, dass man irgendwann entweder völlig darin versinkt — oder schlicht den Anschluss verliert.
Optisch bleibt Under the Silver Lake allerdings beeindruckend. Die Bilder besitzen eine hypnotische Schönheit und entfalten gemeinsam mit der leicht retrohaften Ausstattung eine ganz eigene Atmosphäre zwischen Noir, Popkultur-Satire und surrealem Großstadtfiebertraum. Dazu kommt ein exzellenter Soundtrack, der den merkwürdigen Sog des Films zusätzlich verstärkt. Gerade dadurch entsteht oft das Gefühl eines berauschenden visuellen Trips, der einen trotz aller Verwirrung irgendwie nicht loslassen möchte.
Auch die Besetzung trägt erheblich dazu bei. Besonders Andrew Garfield verleiht seiner Figur genau jene Mischung aus Orientierungslosigkeit, Paranoia und melancholischer Neugier, die den Film überhaupt erst zusammenhält. Viele Szenen schwanken dabei ständig zwischen absurder Komik, Thriller und surrealem Albtraum. Immer wieder gibt es Momente zum Schmunzeln, gleichzeitig hinterlassen jedoch unzählige Szenen riesige Fragezeichen.
Und genau darin liegt vermutlich die größte Stärke wie auch Schwäche des Films. Under the Silver Lake möchte gar nicht vollständig verstanden werden. Der Film funktioniert vielmehr wie ein verwirrendes Puzzle aus Symbolen, popkulturellen Anspielungen und versteckten Botschaften, bei dem jeder Zuschauer etwas anderes herauszieht. Manche werden darin ein modernes Kult-Meisterwerk erkennen, andere lediglich eine überladene und selbstverliebte Kopfgeburt.
Ein visuell faszinierender, bewusst verwirrender Mystery-Trip zwischen Noir, Satire und surrealem Albtraum. Under the Silver Lake begeistert mit großartigen Bildern, starkem Soundtrack und skurriler Atmosphäre, verliert sich jedoch oft in seiner konfusen Handlung und den kryptischen Symboliken. Sicherlich nicht jedermanns Sache — aber gerade deshalb auf seltsame Weise hypnotisch.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben der satten Farbwiedergabe punktet das Bild mit einem hellen Kontrast und mit einer hervorragend klaren Schärfe mit feinen Details.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Soundtrack und Dialoge besitzen Gänsehautmomente mit einem Hauch Mystery. Hervorragend stimmig und durchgehend eindringlich und klar!
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film. Schade!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 19. April 2019.