


Der Film erzählt vom Schicksal eines jungen Rodeo-Reiters und Pferdeflüsterers in South Dakota, dem es gelingt, selbst das Vertrauen von Wildpferden zu gewinnen. Nach einem beinahe tödlichen Reitunfall muss er zurück ins Leben finden. Wird er je wieder das Gefühl der Freiheit empfinden, das ihn auf dem Rücken eines Pferdes durchströmt?
Originaltitel: The Rider
Regie: Chloé Zhao.
Drehbuch: Chloé Zhao.
Darsteller: Brady Jandreau, Mooney, Tim Jandreau, Lilly Jandreau, Leroy Pourier, Cat Clifford, Tanner Langdeau, James Calhoon.
Genre: Drama / Western
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film).
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
The Rider ist weit mehr als nur ein modernes Westerndrama. Der Film bewegt sich irgendwo zwischen Realität und Fiktion, zwischen dokumentarischer Ehrlichkeit und poetischem Erzählkino. Genau diese besondere Mischung verleiht dem Werk eine außergewöhnliche Kraft, die lange nachwirkt.
Denn vieles in diesem Film ist echt. Die Darsteller spielen im Grunde genommen Versionen ihrer selbst, viele Ereignisse basieren auf tatsächlichen Erfahrungen und genau dadurch entsteht eine Authentizität, die man nur selten im Kino erlebt. Besonders beeindruckend ist dabei Brady Jandreau, der hier nicht einfach nur eine Rolle spielt, sondern gewissermaßen sein eigenes Leben verarbeitet.
Und genau deshalb fühlt sich jede Szene so ehrlich an. Die Geschichte eines Cowboys, der nach einem schweren Unfall plötzlich den Bezug zu seinem bisherigen Leben verliert, entwickelt eine stille, aber enorme emotionale Wucht. Denn für ihn bedeutet das Reiten nicht einfach nur ein Hobby oder ein Beruf – es ist seine Identität, seine Freiheit und seine Verbindung zur Welt.
Wenn ihm genau das genommen wird, verliert er gewissermaßen auch einen Teil seiner selbst. Gerade darin liegt die große Tragik des Films. Chloé Zhao erzählt diese Geschichte dabei mit unglaublich viel Feingefühl. Sie drängt keine Emotionen auf und arbeitet nie mit künstlichem Drama. Stattdessen beobachtet die Kamera ruhig und geduldig Menschen, Landschaften und kleine Momente voller Bedeutung.
Und genau dadurch entsteht diese fast schon meditative Schönheit. Die Bilder wirken oftmals wie bewegte Gemälde. Endlose Landschaften, staubige Rodeoplätze, Sonnenuntergänge und stille Begegnungen verschmelzen zu einer poetischen Atmosphäre, die den klassischen Western neu interpretiert, ohne dessen Seele zu verlieren.
Dabei besitzt The Rider trotz aller Ruhe eine enorme Kraft. Denn unter der stillen Oberfläche behandelt der Film viele aktuelle Themen: Männlichkeit, Identitätsverlust, körperliche Verletzlichkeit, gesellschaftliche Perspektivlosigkeit und die Frage, wie man weiterlebt, wenn das Leben plötzlich eine völlig andere Richtung einschlägt.
Das alles geschieht jedoch nie belehrend. Die Regisseurin hebt zwar immer wieder behutsam den Zeigefinger, tut dies aber mit einer Sanftheit und Menschlichkeit, die niemals aufdringlich wirkt. Gerade deshalb fühlt sich der Film so nahbar an.Besonders berührend bleibt zudem die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Die Szenen mit den Pferden besitzen eine unglaubliche Ruhe und Intimität. Selten wurde diese Verbindung im modernen Kino derart ehrlich und respektvoll eingefangen.
Und genau darin entfaltet sich letztlich die wahre Größe des Films. Denn The Rider erzählt nicht einfach nur von Cowboys oder Rodeos, sondern von Menschen, die versuchen, mit Verlust, Veränderung und innerem Schmerz umzugehen. Ein außergewöhnlich sensibles und poetisches Westerndrama zwischen Realität und Fiktion. The Rider beeindruckt mit ehrlichen Darstellungen, wunderschönen Landschaftsaufnahmen und einer tief bewegenden Geschichte über Identität, Verlust und das Weiterleben nach einem Schicksalsschlag. Kraftvoll, zart und voller stiller Wahrheiten – ein modernes Meisterwerk.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Besitzt der Film Authentizität, so kann auch das Bild der DVD gut mithalten. Neben der natürlichen Farbwiedergabe überzeugen auch die klare und detailreiche Schärfe als auch der hervorragend abgestimmte Kontrast. Wenn auch nur die DVD, ein schönes Seherlebnis.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ruhige und weiche Klänge und doch mit viel Gefühl. Sehr sauber abgemischt und mit klaren, wenn auch wenigen Dialogen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Enttäuschend allerdings das zusätzliche Bonusmaterial, nur der Trailer zum Film. Schade!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Mehrfach preisgekrönt (14 Awards)!
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4061229027304
VÖ-Kauf: 16. November 2018.
http://www.weltkino.de