


Was, wenn du dir von jeder Beziehung, die du je hattest, ein Souvenir aufbewahrt hättest? In THE BROKEN HEARTS GALLERY folgen wir der einzigartigen Lucy (Geraldine Viswanathan), einer Kunstgalerie-Assistentin in ihren 20-ern, die in New York lebt und eine emotionelle Sammlerin ist. Nachdem ihr letzter Freund sie verlassen hat, fühlt sich Lucy inspiriert, The Broken Heart Gallery ins Leben zu rufen, ein Pop-up-Lokal für die Gegenstände, die die Liebe zurückgelassen hat. Die Neuigkeit spricht sich schnell herum und startet einen Trend unter Romantikern, Lucy eingeschlossen.
Originaltitel: The Broken Hearts Gallery
Regie: Natalie Krinsky.
Drehbuch: Natalie Krinsky.
Darsteller: Geraldine Viswanathan, Dacre Montgomery, Utkarsh Ambudkar, Molly Gordon, Phillipa Soo, Suki Waterhouse, Sheila McCarthy, Bernadette Peters, Nathan Dales, Ego Nwodim.
Genre: Komödie / Romantik
Land: USA / Kanada
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 2.00:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, spanisch, arabisch, dänisch, estnisch, finnisch, holländisch, italienisch, rumnänisch, türkisch, uvm.
Extras: Outtakes, Hinter den Kulissen Clips.
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Broken Hearts Gallery beginnt zunächst so, als hätte man sämtliche modernen Romantikkomödien der letzten Jahre einmal kräftig durch einen hippen Großstadtfilter gejagt. Die Figuren reden schnell, die Dialoge überschlagen sich beinahe und die Inszenierung wirkt anfangs fast schon überdreht hektisch. Gerade zu Beginn könnte man deshalb meinen, der Film wolle krampfhaft jung, modern und besonders cool wirken. Doch erstaunlicherweise funktioniert genau diese Energie nach kurzer Zeit ziemlich gut.
Denn obwohl vieles zunächst oberflächlich erscheint, besitzen die Figuren durchgehend eine sympathische Lebendigkeit. Die Charaktere wirken angenehm unperfekt, leicht chaotisch und emotional glaubwürdig – zumindest innerhalb dieser bunten romantischen Filmwelt. Gerade dadurch entwickelt der Film schnell einen eigenen Charme.
Besonders die Dialoge tragen viel dazu bei. Sie sind schlagfertig, temporeich und oftmals angenehm locker geschrieben. Statt auf altbekannte schmalzige Liebesfilmweisheiten setzt The Broken Hearts Gallery lieber auf freche Bemerkungen, kleine emotionale Unsicherheiten und moderne Beziehungsdynamiken.
Dabei bleibt der Humor durchgehend charmant und erstaunlich leichtfüßig. Der Film besitzt zwar eindeutig kitschige Elemente, doch niemals auf unangenehm überzuckerte Weise. Statt schwerfälliger Romantik entsteht eher dieses verspielte, junge Kribbeln zwischen Unsicherheit, Flirts und emotionalem Chaos.
Gerade deshalb wirkt die Liebesgeschichte angenehm frisch. Natürlich erfindet der Film das Genre nicht neu und viele Entwicklungen bleiben vorhersehbar, doch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, besitzt genug Energie und Persönlichkeit, um durchgehend zu unterhalten.
Hinzu kommt der wirklich gelungene Soundtrack. Die Musik verleiht dem Film zusätzlich eine moderne, beinahe verträumte Wohlfühlatmosphäre. Viele Szenen leben geradezu von ihrer musikalischen Untermalung und bekommen dadurch genau die richtige emotionale Leichtigkeit. Man merkt deutlich, wie sorgfältig die Songs ausgewählt wurden, um Stimmung und Tempo der Geschichte zu unterstützen.
Optisch präsentiert sich der Film ebenfalls sehr stylisch. Die Farben, die urbane Kulisse und das moderne Produktionsdesign verleihen The Broken Hearts Gallery diese typische romantisierte Großstadtästhetik, die perfekt zur Zielgruppe passt.
Allerdings merkt man dem Film auch deutlich an, für welches Publikum er gedacht ist. Viele Themen, Gespräche und Figurenkonstellationen sprechen vor allem jüngere Zuschauer an – insbesondere jene, die sich irgendwo zwischen Dating-Apps, Beziehungschaos und Selbstfindung bewegen. Ältere Zuschauer könnten manche Dynamiken daher etwas zu jugendlich oder oberflächlich empfinden.
Doch genau darin liegt auch die Ehrlichkeit des Films. The Broken Hearts Gallery versucht gar nicht erst, universell oder besonders tiefgründig zu wirken. Stattdessen konzentriert sich der Film darauf, moderne Romantik leicht, charmant und emotional zugänglich zu erzählen.
Und das gelingt ihm überraschend gut.
Eine moderne, freche Romantikkomödie mit sympathischem Chaos, schlagfertigen Dialogen und viel junger Energie. Charmant kitschig statt schmalzig, wunderbar leichtfüßig und getragen von einem großartigen Soundtrack. Gute-Laune-Kino für Herz und Ohr.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine natürliche Farbwiedergabe, dazu ordentliche Details und ein stimmiger Kontrast. Die Schärfe überzeugt mir Klarheit.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hauptsächlich auf die klaren Dialoge und den erstklassigen Soundtrack klanglich zugeschnitten. Zudem präsentiert sich der Sound hervorragend sauber.
![]()
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Nicht wie angegeben urkomisch aber immer noch lustig.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: 4030521758469
VÖ-Kauf: 17. Dezember 2020