


Ein Serienkiller hat seine Opfer in einem Wohnmobil massakriert – doch das ahnt Charles nicht, als er es gebraucht kauft. Er will sich mit seinen Söhnen und deren Familien zu einem Roadtrip in die Wildnis aufmachen. Doch fernab der Zivilisation in der Einöde verirren sie sich erst und bleiben dann zu allem Überfluss mit einer Panne liegen. Auf einmal bemerken sie, dass das Wohnmobil ein unheimliches Eigenleben entwickelt. Als einer von ihnen durch das Fahrzeug zu Tode kommt, dämmert es ihnen, dass dies kein Unfall war. Der Camper ist vom Geist des Killers besessen – und sie alle sollen die nächsten Opfer werden…
Originaltitel: The Toybox
Regie: Tom Nagel.
Drehbuch: Jeff Denton.
Darsteller: Mischa Barton (Painkillers), Jeff Denton (Frankenstein Reborn), Brian Nagel (Clowntown), Denise Richards (Wild Things), Matt Mercer, Malika Michelle, Katie Keene.
Genre: Horror / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1, DTS
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Tiberius Film GmbH
Filmbewertung: 1 von 5 Filmklappen.
The Toybox gehört eindeutig zu jener Sorte Horrorfilm, bei der man sich permanent fragt, ob das alles tatsächlich ernst gemeint ist. Die Geschichte rund um ein verfluchtes Wohnmobil, das seine Besitzer nach und nach ins Verderben zieht, klingt bereits nach klassischem Trashkino und genau das bekommt man hier letztlich auch serviert. Allerdings nicht auf charmante oder clever überdrehte Weise, sondern oftmals einfach nur erstaunlich sinnfrei, unfreiwillig komisch und erzählerisch völlig planlos. Der Film stolpert dabei von einer absurden Situation zur nächsten und nimmt sich trotz seiner offensichtlichen Albernheit erstaunlich ernst. Gerade das macht viele Szenen so merkwürdig unterhaltsam.
Besonders problematisch bleibt allerdings, dass der Film praktisch keinerlei Spannung aufbauen kann. Die Handlung verläuft extrem vorhersehbar und überrascht zu keinem Zeitpunkt wirklich. Hinzu kommen zahlreiche Logiklücken, die das Geschehen immer wieder unfreiwillig lächerlich wirken lassen. Selbst das Wohnmobil selbst scheint sich jeglicher nachvollziehbaren Realität zu entziehen. Mal wirkt es wie ein harmloser Camper, dann wieder wie eine dämonische Todesfalle mit nahezu übernatürlichen Fähigkeiten. Wirklich durchdacht erscheint davon allerdings nichts. Auch die Figuren handeln konstant irrational und treffen Entscheidungen, bei denen man als Zuschauer regelmäßig nur noch den Kopf schütteln kann.
Und trotzdem besitzt The Toybox eine gewisse trashige Faszination. Denn wer auf blutige Effekte, harte Morde und völlig überzogenes B-Movie-Horrorkino steht, dürfte hier durchaus seinen Spaß haben. Die Gewaltszenen gehören tatsächlich noch zu den wenigen Dingen, bei denen sich der Film sichtbar Mühe gibt. Gerade Splatter-Fans könnten daher zumindest kurzfristig unterhalten werden, auch wenn die Effekte qualitativ schwanken. Atmosphärisch oder gruselig wird das Ganze allerdings nie. Statt echter Horrorstimmung entsteht meist eher das Gefühl, einer besonders schrägen Geisterbahn zuzusehen.
Die Besetzung bleibt dabei vollkommen austauschbar und kann das schwache Drehbuch zu keinem Zeitpunkt auffangen. Viele Dialoge wirken hölzern und künstlich, wodurch die Figuren zusätzlich an Glaubwürdigkeit verlieren. Dennoch entwickelt der Film gerade durch seine absurde Ernsthaftigkeit stellenweise fast schon unfreiwilligen Unterhaltungswert. Denn je mehr das Ganze eskaliert, desto grotesker und kurioser wird das Erlebnis.
Und immerhin bleibt am Ende eine wichtige Erkenntnis zurück: Beim Kauf eines Wohnmobils sollte man vielleicht tatsächlich lieber zweimal hinschauen. Man weiß schließlich nie, wer darin schon gelebt hat, oder wer dort möglicherweise bereits ermordet wurde.
Ein herrlich absurder Trash-Horrorfilm voller Logiklücken, unfreiwilliger Komik und völlig überdrehter Ideen. The Toybox scheitert zwar als ernstzunehmender Horrorfilm auf ganzer Linie, könnte aber gerade deshalb für Fans von blutigem B-Movie-Wahnsinn durchaus unterhaltsam sein. Spannung oder Atmosphäre sollte man allerdings besser nicht erwarten.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast kommt etwas zu grell daher, die Farbwiedergabe zeigt sich schwach aber die Schärfe kommt hervorragend klar daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Viel zu viel Dynamik bei allem, zwar erklingt dieser insgesamt sehr sauber aber leider plump und ohne Spannung.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Sind hier Extras überhaupt vonnöten? Nö!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Erhielt auf dem Northeast Film Festival gleich drei Preise für die beste Regie, die beste Hauptdarstellerin und den besten Hauptdarsteller.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4041658123051
VÖ-Kauf: 07. Februar 2019.