


Eric Draven (Bill Skarsgård) und seine Freundin Shelly Webster (FKA twigs) werden, eingeholt von den Dämonen ihrer dunklen Vergangenheit, brutal ermordet. Durch eine alte Legende ins Leben zurückgeholt, begibt sich Eric als düsterer, zwischen der Welt der Toten und Lebenden wandelnder Rächer auf die unbarmherzige Jagd nach den Mördern.
Originaltitel: The Crow
Regie: Rupert Sanders.
Drehbuch: James O’Barr, Zach Baylin, William Josef Schneider.
Darsteller: Bill Skarsgård, FKA twigs, Danny Huston, Josette Simon, Laura Birn, Sami Bouajila, Karel Dobrý, Jordan Bolger.
Genre: Action / Krimi / Fantasy / Horror / Liebesfilm / Thriller
Land: USA / UK / Frankreich / Tschechische Republik / Deutschland
FSK: 18 Jahren.
Laufzeit: 107 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Deutsche Hörfilmfassung, The Romance – The Score, Featurettes, Deleted Scenes, Trailershow.
Vertrieb: © 2025 LEONINE Studios.
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Filmbewertung: 2 von 5 Clapperboards.
Eine Neuverfilmung von The Crow galt ohnehin als riskantes Unterfangen. Der Originalfilm besitzt bis heute Kultstatus, nicht nur wegen seiner düsteren Atmosphäre und tragischen Entstehungsgeschichte rund um Brandon Lee, sondern vor allem wegen seiner emotionalen Kraft. Liebe, Schmerz, Verlust und Rache verschmolzen damals zu einer melancholischen Gothic-Ballade voller Seele.
Genau diese Seele fehlt der Neuinterpretation von The Crow allerdings fast vollständig. Dabei versucht der Film sichtbar, bewusst einen eigenen Weg zu gehen. Und das muss man ihm durchaus zugutehalten. Statt den Klassiker von 1994 Szene für Szene zu kopieren, verfolgt diese Version einen völlig eigenen Stil, eine andere Tonalität und eine modernere visuelle Handschrift. Genau das hätte durchaus spannend werden können.
Doch leider reicht ein eigener Stil alleine nicht aus. Optisch wirkt der Film zwar durchaus ordentlich. Die düsteren Bilder, Neonlichter und brutalen Gewaltszenen erzeugen stellenweise eine ansprechende Atmosphäre zwischen Musikvideo-Ästhetik und moderner Graphic-Novel-Inszenierung. Besonders die Gewalt fällt dabei überraschend kompromisslos aus. Der Film hält sich mit Brutalität keineswegs zurück und präsentiert viele Szenen roh, blutig und unangenehm direkt.
Allerdings fehlt diesen Momenten jegliche emotionale Wucht. Denn obwohl ständig Schmerz, Tod und Rache thematisiert werden, bleibt die Geschichte seltsam leer. Die Handlung plätschert über lange Strecken ohne wirklichen Spannungsaufbau dahin. Weder entwickelt sich eine große tragische Liebesgeschichte noch entsteht ein wirklich intensiver Rachethriller.
Gerade das zentrale Motiv der unsterblichen Liebe – eigentlich das Herzstück von The Crow – wirkt hier erstaunlich oberflächlich. Man spürt kaum jene tiefe emotionale Verbindung, die den späteren Gewaltfeldzug überhaupt nachvollziehbar oder tragisch erscheinen lassen würde.
Auch die Action bleibt merkwürdig kraftlos. Obwohl der Film brutal ist, fehlt es den Szenen an Dynamik oder ikonischer Wucht. Vieles wirkt stilistisch geschniegelt, aber emotional vollkommen leer. Man schaut zu, bleibt dabei jedoch erstaunlich unberührt.
Hinzu kommt die insgesamt blasse Figurenzeichnung. Die Besetzung wäre auf dem Papier eigentlich vielversprechend gewesen, doch kaum jemand erhält genügend Tiefe oder Präsenz, um wirklich Eindruck zu hinterlassen. Selbst Bill Skarsgård, der normalerweise mit intensiven und ungewöhnlichen Rollen überzeugt, bleibt hier überraschend farblos.
Dabei hätte gerade er das Potenzial gehabt, der Figur eine eigene tragische Identität zu verleihen. Stattdessen wirkt vieles seltsam distanziert und emotionslos.
Genau deshalb dürfte der Film die Zuschauer stark spalten. Es wird definitiv Menschen geben, die gerade den modernen Stil, die Härte und die andersartige Interpretation feiern. Und immerhin besitzt die Neuverfilmung den Mut, nicht einfach nur eine Kopie des Originals sein zu wollen.
Doch für viele andere – besonders Fans des Originals – wird genau das große Problem bleiben: Es fehlt an Tiefe, Atmosphäre und emotionaler Kraft. Der Film sieht stellenweise gut aus, fühlt sich aber gleichzeitig vollkommen leer an.
Ein brutaler und modern inszenierter Neustart, der zumindest versucht, seinen eigenen Stil zu finden. Doch trotz düsterer Optik und harter Gewalt fehlt es dem Film an Seele, emotionaler Tiefe und echter Wucht. Kein billiger Abklatsch des Originals – aber leider auch keine wirklich gelungene Neuinterpretation.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der Silberscheibe kann mit feinen Details und einer hervorragend klaren Schärfe überzeugen. Auch Farben und Kontrast sind sehr gut.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton der DVD punktet mit klar verständlichen Dialogen, bedauerlicherweise wirken die Actionszenen ziemlich lasch und ohne Spannung. Ist aber ansonsten sehr sauber.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial kommt durchschnittlich interessant daher.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Keine Angaben vorhanden.
EAN: 4061229334501
VÖ-Kauf: 24.01.2025