


Stephanie Patricks Leben wendet sich schlagartig, als ihre ganze Familie bei einem Flugzeugabsturz umkommt. Völlig verloren driftet sie ins Drogenmilieu ab. Doch eines Tages erfährt sie, dass es kein Unfall, sondern ein gezieltes Terrorattentat war. Seitdem kennt sie nur einen Gedanken: die Verantwortlichen zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Unterstützung findet sie dabei bei dem ehemaligen MI6-Agenten Iain Boyd, der sie einem beinharten Training unterzieht, um sie als Auftragskillerin im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus einzuschleusen. Denn auch Iain hat eine Rechnung offen. Auf ihrer hochriskanten Mission gerät Stephanie in eine unbekannte komplexe Welt, die keine klaren Gegner kennt.
Originaltitel: The Rhythem Section
Regie: Reed Morano.
Drehbuch: Mark Burnell.
Darsteller: Blake Lively (Für immer Adaline), Richard Brake (Doom), Raza Jaffrey, Elly Curtis, David Duggan, Matilda Ziegler, Bill O’Connell, Shane Whisker.
Genre: Action / Drama / Mystery / Thriller
Land: UK / USA / Spanien
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 111 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Featurettes, Deleted Scenes, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Rhythm Section versucht bewusst, sich von modernen Hochglanz-Agentenfilmen abzuheben und stattdessen einen deutlich raueren, melancholischeren Ton anzuschlagen. Statt stylischer Superagenten und übertriebener Action setzt der Film auf eine gebrochene Hauptfigur, schmutzige Bilder und eine düstere Atmosphäre.
Und genau darin liegt zugleich seine größte Stärke und seine größte Schwäche. Denn getragen wird der gesamte Film nahezu ausschließlich von Blake Lively. Ihre Darstellung funktioniert erstaunlich intensiv und glaubwürdig. Sie spielt keine perfekte Kämpferin oder unbesiegbare Actionheldin, sondern eine innerlich zerstörte Frau, die sich verzweifelt an einem einzigen Ziel festklammert: Rache.
Gerade diese emotionale Zerrissenheit verleiht dem Film seine stärksten Momente. Blake Lively schafft es hervorragend, Schmerz, Wut und völlige Erschöpfung sichtbar zu machen. Oft reicht bereits ein Blick oder eine kleine Geste, um die innere Leere ihrer Figur spürbar werden zu lassen. Dadurch entsteht tatsächlich eine gewisse emotionale Intensität, die den Zuschauer immer wieder an die Geschichte bindet.
Leider gelingt das den übrigen Figuren deutlich weniger. Die männlichen Protagonisten bleiben auffallend blass und schaffen es kaum, neben der starken Hauptdarstellerin wirklich eigene Akzente zu setzen. Selbst erfahrene Schauspieler wie Jude Law wirken seltsam zurückgenommen und emotional distanziert. Dadurch fehlt dem Film oftmals ein echtes Gegengewicht zur Hauptfigur.
Auch erzählerisch bleibt vieles hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die Geschichte selbst erfindet das Genre keineswegs neu. Zwar bemüht sich der Film um einen realistischeren und „Old-School“-artigen Stil, doch genau diese Mischung funktioniert nicht immer vollständig. Der Film möchte gleichzeitig moderner Spionagethriller, persönliches Trauma-Drama und klassischer Rachefilm sein, findet dabei aber nie ganz zu einer klaren Linie.
Dadurch wirken manche Szenen überraschend kühl. Obwohl die Bildsprache oftmals wirklich stark ist, fehlt es vielen Momenten an echter emotionaler Wucht oder Spannung. Die Kamera fängt die trostlose Atmosphäre zwar hervorragend ein – mit grauen Farben, schmutzigen Schauplätzen und einem angenehm dreckigen Look – doch trotz dieser visuellen Qualität bleibt der Zuschauer merkwürdig auf Distanz.
Man bewundert die Stimmung, fühlt sie aber nicht immer vollständig. Und genau deshalb dürfte The Rhythm Section die Meinungen stark spalten. Denn einerseits steckt sichtbar viel Mühe und Stilbewusstsein in diesem Film. Die Inszenierung wirkt hochwertig, ernst und deutlich erwachsener als viele vergleichbare Actionthriller. Andererseits fehlt oft jene fesselnde Dynamik, die einen wirklich tief in die Geschichte hineinzieht. Trotzdem bleibt ein insgesamt durchaus solider Thriller zurück. Vor allem Zuschauer, die eher melancholische, langsam erzählte Agenten- und Rachegeschichten mögen, könnten hier durchaus etwas finden, das sie anspricht.
Ein düsterer, melancholischer Actionthriller mit starker Hauptdarstellerin und atmosphärisch gelungenem Look. The Rhythm Section überzeugt vor allem durch Blake Livelys intensive Darstellung, verliert sich jedoch immer wieder in emotionaler Distanz und erzählerischer Kühle. Stilvoll, rau und interessant, aber nicht immer wirklich packend.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild macht trotz weniger Körnungen einen ausgezeichneten Eindruck. Für eine DVD-Ausgabe sind die Details ordentlich, die Schärfe punktet mit reichlich Klarheit selbst bei den etwas rasanteren Szenen. Die Farbwiedergabe wurde ebenfalls dem Stil des Filmes angepasst.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Action ist meist etwas sparsam, so auch die Soundeffekte. Doch gibt es Action steckt dahinter oft ordentlich Dynamik dahinter. Überwiegend stehen hier aber die Dialoge im Vordergrund. Beides harmonisiert gut zusammen, liefert somit saubere Abwechslungen und insgesamt einen klaren Klang.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Featurettes und Deleted Scenes sind durchschnittlich. Standard!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4061229007306
VÖ-Kauf: 03. Juli 2020.