


Der 12-jährige Abe („Stranger Things“-Star Noah Schnapp) ist anders als seine Schulfreunde. Statt auf Autos, teure Klamotten oder Selfies steht er aufs Kochen. Heimlich durchstreift er nachts die Restaurants und Märkte der brodelnden Metropole New York auf der Suche nach neuen Inspirationen.
Bei einem seiner Streifzüge begegnet er dem Streetfood-Künstler Chico (Seu Jorge). Dessen kreative Kochkunst vereint die unterschiedlichsten kulturellen Einflüsse. Das bringt Abe auf die Idee seine zerstrittene Familie durch eigene, neue Rezepte zusammenzubringen. Denn als Sohn palästinensischer und israelischer Eltern kann er es keinem seiner Verwandten recht machen.
Originaltitel: Abe
Regie: Fernando Grostein Andrade.
Drehbuch: Lameece Issaq, Jacob Kader.
Darsteller: Noah Schnapp (Stranger Things), Seu Jorge (Die Tiefseetaucher), Dagmara Dominczyk, Arian Moayed, Mark Margolis, Tom Mardirosian, Salem Murphy, Daniel Oreskes.
Genre: Drama / Komödie
Land: USA / Brasilien
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 85 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: Pandastorm Pictures (Edel).
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Soulfood – Familie geht durch den Magen ist einer dieser kleinen Filme, die zunächst unscheinbar wirken, sich dann aber überraschend warmherzig und charmant entfalten. Was auf den ersten Blick wie ein leichter Familienfilm über Essen und Kochen erscheint, entwickelt sich schnell zu einem liebevollen Drama über Identität, Familie, Freundschaft und das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Ansichten.
Im Mittelpunkt steht Noah Schnapp, der mit seiner angenehm natürlichen und lockeren Spielweise den gesamten Film trägt. Gerade diese leicht unbeholfene, manchmal fast schüchterne Art macht seine Darstellung so sympathisch. Man spürt bei jeder Szene die Unsicherheit, Neugier und innere Zerrissenheit seiner Figur, ohne dass dies jemals künstlich oder überdramatisiert wirkt.
Dabei lebt der Film keineswegs nur von seinen kulinarischen Bildern. Natürlich spielen Essen und Kochen eine zentrale Rolle und viele Szenen machen regelrecht Appetit. Die Gerichte werden liebevoll präsentiert und dienen oft als verbindendes Element zwischen Menschen, Kulturen und Generationen.
Doch hinter dieser warmen Oberfläche verbergen sich deutlich ernstere Themen. Religion, kulturelle Unterschiede und politische Spannungen innerhalb der Familie ziehen sich spürbar durch die Handlung. Gerade dadurch gewinnt der Film an Tiefe. Die Konflikte wirken niemals überladen, sondern angenehm menschlich und nachvollziehbar erzählt.
Besonders schön gelingt dabei die Botschaft, dass Essen oft mehr ist als bloße Nahrung. Es wird hier zum Symbol für Gemeinschaft, Verständnis und Nähe. Während Erwachsene streiten, urteilen oder an ihren Ansichten festhalten, versucht der junge Abe über das Kochen Brücken zwischen den Menschen zu bauen.
Der Film vermittelt dabei auf sanfte Weise, wie wichtig Offenheit, Freundschaft und gegenseitiges Zuhören eigentlich sind. Trotz aller ernsteren Untertöne verliert Abe jedoch nie seine Leichtigkeit. Die Geschichte bleibt warmherzig, freundlich und voller kleiner emotionaler Momente.
Auch die Laufzeit von gerade einmal 83 Minuten erweist sich als Vorteil. Der Film erzählt seine Geschichte kompakt und ohne unnötige Längen. Trotzdem fühlt sich das Erlebnis keineswegs oberflächlich oder klein an. Im Gegenteil: Gerade durch seine ruhige und ehrliche Art hinterlässt der Film mehr Eindruck, als man zunächst erwarten würde.
Visuell überzeugt Soulfood ebenfalls mit seiner angenehmen Farbgestaltung und den atmosphärischen Aufnahmen der Gerichte und Familienmomente. Alles wirkt gemütlich, lebendig und voller Wärme.
Soulfood – Familie geht durch den Magen ist deshalb weit mehr als nur ein Film über Essen. Es ist eine charmante kleine Geschichte über Zusammenhalt, das Erwachsenwerden und die Suche nach dem, was Menschen wirklich verbindet. Ein herzerwärmendes Drama voller Geschmack, Gefühl und Lebensfreude – leicht erzählt, aber emotional überraschend gehaltvoll.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild zeigt sich freundlich hell, sauber und mit einer feinen und detailreichen Schärfe. Angereichert mit einer natürlichen Farbwiedergabe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound wird ebenfalls natürlich serviert. Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich und insgesamt erklingt der Ton sehr dynamisch aber nie übertrieben.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Lediglich das zusätzliche Bonusmaterial enttäuscht mit nur dem Trailer zum Film. So wurde hier leider nicht sehr viel Wert auf das Dessert gelegt. Dabei ist dies doch der Glanzpunkt einer jeden Mahlzeit.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 28. August 2020.