


Brad O Connor arbeitet bei einer nervigen Telefonhotline und hat vor kurzem seinen Sohn verloren. Auf der Suche nach Trost meldet sich der verkappte Ehemann bei einer schwulen Dating-Seite an, gibt sich als Daddy-Typ aus und loggt sich in sicherer Entfernung ein. Der sexy Jamaicaner Yenny (Jimmy Brooks), der nur halb so alt ist, verwickelt Brad in einen lebhaften und äußerst verführerischen Chat. Durch seine direkte und charmante Art wird Yenny schnell unentbehrlich in Brads täglichem Leben.
Kaufen: >AMAZON!<
Was im Netz beginnt, fühlt sich oft leicht an – fast zu schön, um wahr zu sein. BWOY greift genau dieses Spannungsfeld auf und zeigt, wie schnell aus anfänglicher Faszination ein emotionales Durcheinander werden kann, sobald die Realität einsetzt.
Der Film begleitet diese Entwicklung mit einem feinen Gespür für zwischenmenschliche Unsicherheiten. Auch wenn vieles zunächst vorhersehbar wirkt, schlägt die Geschichte immer wieder kleine Haken, die den Verlauf anders erscheinen lassen, als man es erwartet.
Gerade dadurch entsteht eine gewisse Nähe zur Wirklichkeit. In Zeiten digitaler Begegnungen wirkt das Gezeigte erstaunlich authentisch und nachvollziehbar – ein Blick auf Beziehungen, die zwischen Wunsch und Wahrheit schwanken.
Die Emotionen stehen klar im Vordergrund, ohne dabei überladen zu wirken. Und wenn man glaubt, den Weg bereits zu kennen, setzt das Ende noch einmal einen unerwarteten Akzent.
So bleibt ein Film, der leise erzählt, aber genau deshalb von Anfang bis Ende überzeugt.