


Eine junge Familie adoptiert den rumänischen Straßenhund Cody in die Schweiz. Cody wächst ihr schnell ans Herz, verändert ihr Leben und eröffnet ihr eine neue Welt: das Zusammenleben von Mensch und Tier. Auf der Suche nach den Spuren seiner Vergangenheit erfährt die Familie mehr über das Leben in Rumänien, das Cody hinter sich gelassen hat. Er war dort mit der Streuner-Hündin Blanche in Freiheit, aber auch in ständiger Gefahr, umzukommen. Was passiert, wenn er mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und seine Gefährtin wiedersieht? Wie wird er sich entscheiden – bleibt er in seiner Familie oder bevorzugt er das Leben mit Blanche? Codys Schicksal führt zu wichtigen Themen unserer Zeit: Wie gehen Menschen mit ihrer Umwelt, insbesondere mit Tieren um – und sind sie dazu bereit, ihnen Rechte einzuräumen?
Originaltitel: Cody: the dog days are over
Regie: Martin Skalsky.
Drehbuch: —
Darsteller: Cody.
Genre: Dokumentation
Land: Schweiz.
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Film mit einer großen Idee: eine Stimme für Hunde zu sein – und damit für all jene, die oft übersehen werden. Cody bringt diese Intention auch spürbar mit, getragen von einer ruhigen, fast schon nachdenklichen Erzählweise.
Doch genau darin liegt auch die Schwäche. So interessant der Ansatz ist, so wenig gelingt es der Dokumentation, wirklich unter die Haut zu gehen. Es fehlt an emotionaler Tiefe, an jenen Momenten, die berühren und nachhallen.
Statt verschiedene Perspektiven einzufangen – etwa die harte Realität von Helfern oder das Leben auf der Straße – konzentriert sich der Film nahezu ausschließlich auf die Sichtweise von Codys Besitzer. Dessen persönliche Geschichte und Dankbarkeit stehen im Mittelpunkt, was zwar nachvollziehbar ist, aber den Blick stark einengt.
Dabei wird Codys Name immer wieder betont, seine Gedanken fast schon stellvertretend interpretiert. Doch genau das lässt ihn weniger wie den eigentlichen Mittelpunkt wirken, sondern eher wie ein Symbol innerhalb einer sehr persönlichen Erzählung.
Die kurzen Einblicke in das Leben von Straßenhunden sind zwar interessant, bleiben aber zu oberflächlich und wirken eher wie Ergänzungen statt als tragender Bestandteil.
So bleibt eine einseitige Dokumentation mit guten Ansätzen, die jedoch ihr eigenes Potenzial nicht ausschöpft – mehr persönliche Hommage als umfassender Blick auf ein größeres Thema.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Von der natürlichen Farbwiedergabe angesprochen, überzeugen auch die klare Schärfe und der helle Kontrast. An der Bildqualität gibt es nichts dran auszusetzen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Üblich für eine Dokumentation setzt man auch hier auf das gesprochene Wort, ganz klar stehen hier die Erzählungen im Vordergrund. Aber insgesamt erklingt der saubere Ton auch hier mit Natürlichkeit.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Weniger überzeugend ist das zusätzliche Bonusmaterial. Die Interviews sagen auch nicht mehr aus, als man in der Dokumentation sah.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Nicht vorhanden.
EAN: 4009750203446
VÖ-Kauf: 05. November 2020.