


Babysitterin Michelle Winston glaubt das große Los gezogen zu haben, als sie ihren Traumjob bei einer sehr reichen Familie antritt. Dann wird jedoch Sally, die Mutter der Kinder, tot aufgefunden. Die Polizei vermutet zunächst einen Selbstmord. Witwer Bill trauert nicht lange und umgarnt Michelle. Doch dann verdichten sich Anzeichen, dass Sally einem Mord zum Opfer fiel. Außerdem wird bekannt, dass sie eine Affäre hatte. Babysitterin Michelle wird in ein Netz aus Lügen verstrickt und plötzlich ist sie die Hauptverdächtigte. Nichts ist wie es scheint, … oder?!
Originaltitel: The Babysitter’s Seduction
Regie: David Burton Morris.
Drehbuch: Shirley Tallman, Nancy Hersage.
Darsteller: Keri Russell (Der Klang des Herzens), Stephen Collins (Der Club der Teufelinnen), Phylicia Rashad (Creed), Tobin Bell (Saw), John D’Aquino, Linda Kelsey, Arian Ash.
Genre: Thriller / Drama
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: keine.
Extras: Keine.
Vertrieb: SchröderMedia HandelsgmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Babysitter’s Seduction beginnt zunächst deutlich stärker, als man es von vielen typischen 90er-Jahre-TV-Thrillern erwarten würde. Schon früh versucht der Film, mit mehreren kleinen Wendungen, Geheimnissen und Verdachtsmomenten Spannung aufzubauen. Gerade zu Beginn funktioniert dieses Spiel mit Misstrauen und falschen Fährten sogar überraschend gut.
Vor allem die Besetzung hebt den Film sichtbar über viele ähnliche Genrevertreter hinaus. Die Darsteller bringen genügend Präsenz mit, um den Figuren zumindest eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen. Man merkt schnell, dass hier eigentlich deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre.
Und genau darin liegt letztlich auch die größte Enttäuschung des Films.
Denn obwohl die Ausgangslage durchaus spannend klingt und die ersten Minuten neugierig machen, entsteht über weite Strecken erstaunlich wenig echte Spannung. Der Thriller bleibt seltsam kontrolliert und zurückhaltend, fast so, als würde er sich nie wirklich trauen, seine eigene Geschichte konsequent eskalieren zu lassen.
Besonders schade ist dabei, dass die Darsteller oft regelrecht unterfordert wirken. Viele Szenen besitzen eigentlich das Potenzial für intensive emotionale oder psychologische Momente, doch die Inszenierung bleibt häufig zu brav und oberflächlich. Dadurch wirken selbst dramatische Situationen eher routiniert abgespult als wirklich packend.
Anfangs lebt der Film noch von seinen kleinen Wendungen und den vielen Verdachtsmomenten. Man fragt sich als Zuschauer durchaus, welche Figuren ehrlich sind und wer möglicherweise ein falsches Spiel spielt. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker verliert sich der Film leider in bekannten Genreklischees.
Gerade die zweite Hälfte wird zunehmend vorhersehbar. Viele Entwicklungen lassen sich schon lange vor ihrer eigentlichen Enthüllung erahnen und die Geschichte bewegt sich immer stärker in Richtung eines typischen Standard-Thrillers der damaligen Zeit.
Hinzu kommt, dass der deutsche Titel Teuflische Versuchung etwas irreführend wirkt. Er suggeriert einen deutlich erotischeren oder provokanteren Thriller, als der Film letztlich tatsächlich ist. Zwar spielen Verführung und Manipulation eine gewisse Rolle, doch der Schwerpunkt liegt eindeutig mehr auf klassischen Thriller-Elementen als auf erotischer Spannung.
Visuell bleibt alles sehr typisch für die 1990er-Jahre-Fernsehproduktionen inszeniert: ordentlich, funktional und ohne große stilistische Besonderheiten. Das sorgt zwar für einen gewissen nostalgischen Charme, verhindert aber gleichzeitig, dass der Film atmosphärisch wirklich herausragt.
Dennoch besitzt The Babysitter’s Seduction genug solide Ansätze, um zumindest kurzweilig zu unterhalten. Gerade Fans älterer Thriller aus den 90ern dürften durchaus Gefallen an der klassischen Machart finden.
Am Ende bleibt allerdings vor allem das Gefühl zurück, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre. Gute Besetzung, interessante Ausgangslage und ordentliche erste Wendungen – doch der Film verliert sich zunehmend in Vorhersehbarkeit und verschenkt dadurch einen Großteil seines Potenzials.
Ein solide besetzter Thriller mit starkem Beginn und interessanten Ansätzen, der jedoch zunehmend an Spannung verliert und sich zu sehr auf bekannte Genreklischees verlässt. Unterhaltsam, aber leider weit unter seinen Möglichkeiten.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Ein passender Kontrast, saubere Farben und eine zufrieden stellend klare Schärfe.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge und insgesamt ein sauberer Klang. Mehr aber auch nicht!
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keine Extras vorhanden!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 9120052895568
VÖ-Kauf: 05. April 2018
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