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Ein Film, der sich bewusst jeder einfachen Einordnung entzieht. Get Out ist kein klassischer Horrorfilm – und gerade darin liegt seine enorme Wirkung. Regisseur Jordan Peele erschafft hier einen Psycho-Thriller, der unter die Haut geht, weil er mehr andeutet als zeigt.
Von Beginn an liegt ein kaum greifbares Unbehagen in der Luft. Die Atmosphäre ist dicht, fast schon beklemmend, unterstützt von einer präzise eingesetzten Musik, die das Gefühl verstärkt, dass hier etwas nicht stimmt – auch wenn man noch nicht genau sagen kann, was.
Besonders beeindruckend ist, wie der Film mit Klischees spielt. Er nimmt vertraute Muster, dreht sie subtil um und erschafft daraus etwas Eigenständiges, fast schon Subversives. Diese ständige Irritation hält die Spannung aufrecht und sorgt dafür, dass man als Zuschauer nie ganz zur Ruhe kommt.
Dabei entfaltet sich die Geschichte mit einer Konsequenz, die fesselt. Szene für Szene baut sich ein Sog auf, der einen tiefer in dieses unangenehme, aber faszinierende Erlebnis hineinzieht.
Kein Wunder, dass Get Out als einer der großen Überraschungshits der letzten Jahre gilt – ein Film, der Genregrenzen verschiebt und lange nachwirkt.
Ein kleiner Bruch bleibt jedoch beim Finale. Für viele fühlt sich das Ende nicht ganz im Einklang mit dem zuvor aufgebauten Ton an. Es wirkt weniger subtil, fast schon konventioneller als der Rest des Films.
Und doch schmälert das den Gesamteindruck nur gering. Get Out bleibt ein intensives, klug inszeniertes Werk, das zeigt, wie vielschichtig moderner Horror sein kann. |
| Darsteller: |
Daniel Kaluuya (Kick-Ass 2), Allison Williams (Girls), Catherine Keener (Into the Wild), Bradley Whitford (Der Duft der Frauen), Caleb Landry Jones, Marcus Henderson, Betty Gabriel, Lakeith Stanfield, Stephen Root, LilRel Howery. |