


Der Außenseiter Chauncey Page wird von seinen Mitschülern der Compton Highschool ständig gemobbt. Als er Opfer eines perfiden Streichs wird, tötet er versehentlich einen seiner Peiniger. Chauncey wandert deswegen in den Jugendknast. Vier Jahre später haben Chaunceys Mitschüler den bitteren Vorfall längst verdrängt. Einzig die empathische Lisa wird immer noch von Schuldgefühlen geplagt, weil sie damals half, einen Unschuldigen ins Gefängnis zu bringen. Als ein Gerücht die Runde macht, dass Chauncey wieder in Compton gesehen wurde, befürchtet Lisa, dass er sich rächen wird. Und tatsächlich geschehen im Umfeld der Highschool grausame Morde, die von einem mysteriösen Killer verübt werden. Der Beginn des neuen Schuljahres droht zu einem blutigen Albtraum zu werden.
Originaltitel: Thriller
Regie: Dallas Jackson.
Drehbuch: Dallas Jackson, Ken Rance.
Darsteller: Jessica Allain, Luke Tennie, Mitchell Edwards, Paige Hurd, Chelsea Rendon, Tequan Richmond, Pepi Souga, Jason Woods, Maestro Harrell, Mykelti Williamson, Michel Oscampo, RZA.
Genre: Drama / Krimi / Horror / Mystery / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 83 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group
Filmbewertung: 1 von 5 Filmklappen.
Thriller gehört leider zu jener Art von Horrorfilmen, bei denen bereits nach wenigen Minuten klar wird, dass hier nahezu alles schiefläuft, was schieflaufen kann. Und gerade deshalb wirkt es umso erstaunlicher, dass ausgerechnet der Name Blumhouse Productions mit diesem Projekt verbunden ist. Denn selbst für einfache Slasher-Verhältnisse bewegt sich der Film auf einem erschreckend niedrigen Niveau.
Dabei klingt die Grundidee zunächst gar nicht einmal völlig hoffnungslos. Ein Highschool-Slasher mit Rachemotiven, düsteren Geheimnissen und einer modernen Urban-Horror-Atmosphäre hätte durchaus Potenzial besitzen können. Natürlich wirkt vieles vertraut und die Handlung bedient sich reichlich bei bekannten Genreklassikern, doch gerade im Horrorbereich wäre das kein Problem gewesen — wenn die Umsetzung funktioniert hätte.
Doch genau daran scheitert der Film beinahe komplett. Schon die Inszenierung wirkt erstaunlich lustlos und billig. Dabei ist ein kleines Budget grundsätzlich kein Todesurteil für einen Horrorfilm. Gerade kreative Regie, starke Atmosphäre oder stilistische Ideen können fehlendes Geld oft problemlos ausgleichen. Doch Blutbad an der Compton High vermittelt durchgehend den Eindruck, dass sich niemand wirklich Mühe gegeben hat, aus dem vorhandenen Material etwas Eigenständiges oder zumindest Unterhaltsames herauszuholen.
Besonders schmerzhaft bleiben dabei die Dialoge. Das Drehbuch wirkt teilweise derart unbeholfen geschrieben, dass manche Gespräche beinahe unfreiwillig komisch erscheinen. Figuren handeln ständig unlogisch, reagieren völlig unglaubwürdig auf gefährliche Situationen und sprechen oft so künstlich, dass keinerlei echte Dynamik entsteht. Dadurch fällt es enorm schwer, irgendeine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen.
Hinzu kommt die erschreckend motivationslose Besetzung. Die Schauspieler wirken häufig so, als würden sie selbst nicht wirklich an das glauben, was sie dort spielen. Emotionen verpuffen, Spannungsmomente wirken leblos und selbst die eigentlichen Horrorszenen entfalten keinerlei Wirkung. Statt Angst oder Nervenkitzel entsteht meist nur Gleichgültigkeit.
Besonders enttäuschend bleibt zudem die Gewaltinszenierung. Für einen modernen Slasher wirkt der Film erstaunlich zahm. Die meisten Morde werden einfach ausgeblendet oder nur angedeutet, wodurch selbst Fans klassischer Teenie-Slasher kaum auf ihre Kosten kommen dürften. Gerade die hohe Altersfreigabe erscheint deshalb beinahe irreführend, da der Film weder besonders brutal noch atmosphärisch intensiv ausfällt.
Und selbst der große Twist am Ende verpufft nahezu wirkungslos. Denn die Auflösung überrascht kaum und wird vom Film viel zu offensichtlich vorbereitet. Dadurch fehlt selbst jener letzte kleine Aha-Moment, der schwächere Horrorfilme manchmal noch retten kann.
Optisch bleibt ebenfalls kaum etwas hängen. Die Kulissen wirken generisch, die Kameraarbeit uninspiriert und selbst die eigentlich interessante Umgebung rund um die Highschool wird nie atmosphärisch genutzt. Am Ende bleibt daher vor allem Ernüchterung zurück. Denn Thriller – Blutbad an der Compton High hätte mit etwas mehr Kreativität, Mut und Leidenschaft zumindest ein kleiner, schmutziger B-Movie-Slasher werden können. Stattdessen wirkt der Film wie ein lieblos zusammengewürfeltes Genreprodukt ohne Spannung, Atmosphäre oder eigene Identität.
Ein überraschend schwacher Slasherfilm, der trotz brauchbarer Grundidee nahezu an allen Fronten scheitert. Thriller – Blutbad an der Compton High bietet weder Spannung noch Atmosphäre oder erinnerungswürdige Horrormomente. Lustlose Darsteller, schwache Dialoge und eine völlig uninspirierte Inszenierung machen den Film zu einer herben Enttäuschung — selbst für anspruchslose Slasher-Verhältnisse.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild präsentiert sich hervorragend hell, die Farbwiedergabe ist zudem recht natürlich. Der Stil des Films ist etwas schwammig und doch überzeugt auch die durchgehend klare Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Synchronstimmen gehen in der deutschen Fassung mal gar nicht. So eintönig und lasch, scheint aber zum Gesamtwerk passend zu wirken. Die Dynamik ist ganz ordentlich und insgesamt kommt der Sound sehr sauber daher.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Extras zum Film gibt es keine.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260080328982
VÖ-Kauf: 30. April 2021
www.buschmediagroup.de