


König Ferdinand von Navarra überzeugt seine Freunde Berowne, Dumaine und Longaville davon, einen Eid abzulegen. Dieser beinhaltet, sich drei Jahre lang ausschließlich auf die Studien zu konzentrieren, einmal in der Woche zu fasten, nie länger als drei Stunden zu schlafen und – vor allem – sich den Verführungen der Frauen nicht hinzugeben. Schluss mit dem wilden Leben! Doch dann durchkreuzt eine blonde Versuchung allerersten Ranges die Pläne des Königs. Die schöne Prinzessin von Frankreich reitet ein. Und das auch noch in Begleitung ihrer drei reizenden Hofdamen Rosaline, Maria und Katherine. Wie sollen die Herren da nur widerstehen?
Originaltitel: Love’s Labour’s Lost
Regie: Kenneth Branagh (Thor).
Drehbuch: Kenneth Branagh.
Darsteller: Alessandro Nivola (Das Mädchen im Park), Alicia Silverstone (Clueless), Natascha McElhone (Ronin), Kenneth Branagh (Harry Potter und die Kammer des Schreckens), Carmen Ejogo (Selma), Matthew Lillard (Scream), Adrian Lester (Doomsday), Emily Mortimer (The Kid), Timothy Spall (Verwünscht).
Genre: Romantik / Komödie / Musical
Land: UK / Frankreich / USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
William Shakespeares Verlorene Liebesmüh’ ist eine dieser Literaturverfilmungen, die sich nicht damit begnügen, ein klassisches Bühnenwerk einfach nur „korrekt“ auf die Leinwand zu übertragen. Vielmehr entsteht hier der Versuch, Shakespeare nicht museal zu konservieren, sondern ihn in eine lebendige, musikalische und bewusst verspielte Form zu überführen. Schon dieser Ansatz verleiht dem Film eine gewisse Eigenständigkeit, die ihn deutlich von vielen streng traditionellen Adaptionen abhebt.
„Shakespeare, oh Shakespeare“ — selten passt ein solch spielerischer, beinahe liebevoller Ausruf besser zum Gesamtgefühl eines Films. William Shakespeares Verlorene Liebesmüh’ wirkt stellenweise wie eine wiederentdeckte Leichtigkeit im Umgang mit einem Stoff, der oft als schwer, akademisch oder distanziert wahrgenommen wird. Hier jedoch wird genau das Gegenteil versucht: die Komödie, die Sprache, der Rhythmus und der Humor werden in eine Form gegossen, die nicht belehrend wirkt, sondern atmend, singend und tanzend.
Ein wesentlicher Reiz des Films liegt in seiner hochkarätigen Besetzung, die das Material mit sichtbarer Spielfreude trägt. Die Figuren wirken weniger wie historische oder literarische Konstrukte, sondern vielmehr wie Spielerinnen und Spieler, die sich mit Lust in einem stilisierten Spielraum bewegen. Diese Leichtigkeit überträgt sich spürbar auf den gesamten Film. Gesang, Tanz und dialogische Verspieltheit verschmelzen zu einer Inszenierung, die bewusst überhöht ist, ohne dabei ihre emotionale Zugänglichkeit zu verlieren.
Gerade diese musikalische und tänzerische Dimension verleiht William Shakespeares Verlorene Liebesmüh’ eine besondere Energie. Der Film will nicht realistisch sein, er will beschwingt sein. Und in seinen besten Momenten gelingt genau das: eine Art filmische Leichtigkeit, die sich weniger aus Handlung als aus Rhythmus und Atmosphäre speist. Man merkt, dass hier versucht wurde, Shakespeare nicht nur zu erzählen, sondern zu fühlen.
Auch visuell überzeugt der Film durch eine bewusst stilisierte, oft elegante Gestaltung. Kulissen, Farben und Räume sind so komponiert, dass sie weniger als realistischer Hintergrund fungieren, sondern vielmehr als Bühne für ein fast theatralisches Spiel. Dadurch entsteht eine Form von zeitloser Ästhetik, die den Film aus einer konkreten historischen Einordnung herauslöst und ihm etwas Märchenhaftes verleiht.
Natürlich bleibt die Adaption nicht frei von Einschränkungen. Gerade die Entscheidung, den Stoff in eine stärker musikalische und leicht modernisierte Richtung zu führen, wird nicht von allen Zuschauern gleichermaßen angenommen. Doch gerade in dieser Konsequenz liegt auch der Mut des Films: Er versucht nicht, Shakespeare zu „entschärfen“, sondern ihn auf eine andere Weise zugänglich zu machen.
Am Ende bleibt William Shakespeares Verlorene Liebesmüh’ eine charmante, verspielte und bewusst leichtfüßige Interpretation eines klassischen Stoffes. Kein streng akademisches Shakespeare-Porträt, sondern eher eine liebevolle Annäherung an Sprache, Liebe und Theaterfreude. Ein Film, der seine Kraft weniger aus Tiefe im klassischen Sinne zieht, sondern aus Rhythmus, Lebensfreude und einem spürbaren Vertrauen in die Schönheit des Spiels selbst.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Neuauflage besitzt eine schönere Farbwiedergabe und irgendwie wirken die Details etwas feiner. Die Schärfe präsentiert sich klar. Schade das es keine Veröffentlichung auf Blu-ray gibt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein hervorragend sauberer Sound mit weichem Klang.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zwar findet sich die Liebe, aber kein zusätzliches Bonusmaterial
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912171626
VÖ-Kauf: 24. September 2021
www.studio-hamburg-enterprises.de