


Das sich auf’s Blut hassende Ehepaar Lisa und Dan fährt unter dem Vorwand, sich versöhnen zu wollen, in ein abgelegenes Ferienhaus am See. Doch eigentlich haben die Beiden unabhängig voneinander den gleichen Plan: Den jeweils anderen umzubringen. Bevor sie sich jedoch ihrer Partner entledigen können, tauchen drei entflohene – und sehr brutale – Sträflinge im Ferienhaus auf. Ein blutiger und ziemlich schwarzhumoriger Kampf auf Leben und Tod beginnt…
Originaltitel: I onde dager
Regie: Tommy Wirkola.
Drehbuch: Tommy Wirkola, Nick Ball, John Niven.
Darsteller: Noomi Rapace (Sherlock Holmes 2), Aksel Hennie, Atle Antonsen, Christian Rubeck, André Eriksen, Nils Ole Oftebro, Stig Frode Henriksen, Selome Emnetu.
Genre: Action / Komödie / Horror / Thriller
Land: Norwegen
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.00:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Norwegisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailer, Behind the Scenes.
Vertrieb: SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
The Trip beginnt zunächst deutlich ruhiger, als man es vielleicht erwarten würde. Gerade in der ersten halben Stunde zieht sich der Film stellenweise etwas zu sehr in die Länge. Manche Dialoge und Situationen hätten durchaus kompakter erzählt werden können, denn anfangs wirkt das Ganze fast wie eine etwas zähe Ehe- und Beziehungssatire mit düsterem Unterton. Doch genau wenn man glaubt zu wissen, in welche Richtung sich der Film entwickelt, zieht er plötzlich das Tempo brutal an.
Und ab diesem Moment eskaliert alles vollkommen. Nach ungefähr vierzig Minuten verwandelt sich der Film in einen völlig hemmungslosen Mix aus schwarzer Komödie, brutaler Gewaltorgie und bitterbösem Beziehungskrieg. Dabei schafft The Trip etwas, das nur wenige Filme wirklich beherrschen: gleichzeitig schockierend hart und urkomisch zu sein.
Denn der Film besitzt einen herrlich schrägen Humor. Immer wieder entstehen Situationen, bei denen man eigentlich entsetzt sein müsste und trotzdem lachen muss, weil die Eskalationen derart absurd und gnadenlos inszeniert werden. Genau daraus entsteht dieses konstante „Was zur Hölle passiert hier gerade?“-Gefühl, das sich durch die zweite Hälfte zieht.
Besonders stark bleibt dabei erneut Noomi Rapace. Sie beweist einmal mehr, warum sie gerade für intensive, körperliche und psychologisch harte Rollen wie geschaffen ist. Ihre Präsenz ist unglaublich stark, kompromisslos und gleichzeitig herrlich unberechenbar. Egal ob Wut, Verzweiflung oder pure Gewaltbereitschaft — sie dominiert jede Szene mühelos.
Überhaupt lebt der Film stark von seiner kompromisslosen Haltung. Hier wird nichts weichgespült. Der Humor ist rabenschwarz, die Gewalt oftmals überraschend explizit und politisch korrekt möchte der Film zu keinem Zeitpunkt wirken. Stattdessen wird das Publikum immer tiefer in einen völlig kaputten, blutigen Albtraum hineingezogen, der gleichzeitig auf bizarre Weise unglaublich unterhaltsam bleibt.
Dabei funktioniert besonders gut, wie der Film ständig die Kontrolle verliert. Immer wenn man denkt, die Situation könnte nicht chaotischer werden, setzt der Film noch einen drauf. Neue Figuren tauchen auf, Situationen eskalieren völlig unerwartet und die Gewaltspirale dreht sich immer weiter. Trotzdem verliert die Geschichte dabei nie vollständig ihren roten Faden. Visuell bleibt der Film angenehm rau und direkt inszeniert. Die norwegische Kulisse mit ihrer abgelegenen Atmosphäre verstärkt zusätzlich das Gefühl von Isolation und drohendem Wahnsinn. Alles wirkt kalt, unbequem und ständig kurz davor zu explodieren.
Und genau das macht den Reiz des Films letztlich aus. Denn The Trip ist keine klassische Thriller-Komödie, sondern vielmehr eine völlig entgleiste Beziehungstherapie voller Blut, Hass, schwarzem Humor und absurden Wendungen. Ein Film, der bewusst geschmacklos spielt, dabei aber erstaunlich clever und unterhaltsam bleibt. Eine bitterböse, blutige und herrlich schräge Mischung aus Thriller, schwarzer Komödie und Beziehungskrieg. Nach anfänglichen Längen entwickelt sich The Trip – Ein mörderisches Wochenende zu einem kompromisslosen Adrenalinritt voller Gewalt, Überraschungen und rabenschwarzem Humor. Verstörend, brutal und gleichzeitig urkomisch — genau diese Mischung macht den Film so außergewöhnlich unterhaltsam.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Eine hervorragend natürlicher Kontrast und auch eine hervorragend natürliche Farbwiedergabe. Zusätzlich kommt das Bild gestochen klar daher, die klare Schärfe wird mit feinen Details bekräftigt.
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Tonqualität: 5 von 5 Soundboxen.
Durchgehend klar verständliche Dialoge, dazu eine gewaltige Dynamik bei den Actionszenen. Alles harmonisiert hier gut und machen „The Trip“ zu einem gewaltbereiten Klangtrip der sich gewaschen hat. Ein sauber abgemischter Sound.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Neben einem Standard-Behind-the-Scenes-Special liefert die DVD noch den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: -4061229278508
VÖ-Kauf: 29. Oktober 2021
www.leoninedistribution.com