


Los Angeles, Stadt der Engel, Stars und Sternchen, wo alles möglich ist: Willkommen in einer Welt, in der Menschen und Puppen in friedlicher Koexistenz miteinander leben! Bislang zumindest – denn ein Mörder geht um und versetzt vor allem die Puppenwelt in Angst und Schrecken. Die Opfer sind die Mitglieder der einst umjubelten, mittlerweile aber etwas in die Jahre gekommenen Happytime Gang, die mit ihrer TV Show jahrelang für lachende Kinderaugen sorgten, es hinter den Kulissen aber mächtig krachen ließ. Nun ist die Party over, denn ein mysteriöser Killer räumt ein Ensemble-Mitglied nach dem anderen aus dem Weg. Detective Connie Edwards (Melissa McCarthy) übernimmt den Fall und muss sich dafür mit ihrem Ex-Partner Phil wieder zusammenraufen. Phil, selbst eine Puppe, sorgte vor Jahren mit einem schlimmen Patzer für den Ausschluss sämtlicher Puppen vom Polizeidienst. Doch in diesem Fall ist sein Know-How gefragt. Und so stürzen sich die beiden ungleichen Cops in die Arbeit – und mitten hinein in die exzessive Unterwelt des „Bad Puppets“…
Originaltitel: The Happytime Murders
Regie: Brian Henson (Muppets Weihnachtsgeschichte).
Drehbuch: Todd Berger.
Darsteller: Melissa McCarthy (Ghostbusters), Elizabeth Banks (Pitch Perfect), Maya Rudolph (Bautalarm), Joel McHale (Ted), Leslie David Baker (Das Büro).
Genre: Action / Komödie / Krimi / Thriller
Land: USA / China
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Interviews, B-Roll, Featurettes, Behind the Scenes, Making of, Deleted Scenes, gag Reel, Bildergalerie.
Vertrieb: Tobis (Vertrieb Universum Film GmbH)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wer bei Puppen automatisch an harmlose Familienunterhaltung denkt, dürfte nach wenigen Minuten von The Happytime Murders eines Besseren belehrt werden. Brian Henson zerlegt das saubere Image der berühmten Puppenwelt mit sichtlicher Freude und lässt seine Stofffiguren Dinge tun, die garantiert nicht für das Nachmittagsprogramm gedacht sind. Hier tanzen die Puppen nicht nur – sie drehen völlig frei. Dabei macht der Film von Anfang an klar, dass Kinder hier absolut nichts verloren haben. Statt niedlicher Moralpredigten regieren derber Humor, obszöne Einfälle und Gags, die mit jeder Minute hemmungsloser werden. Gerade diese Rücksichtslosigkeit macht einen großen Teil des Unterhaltungswertes aus. Die Pointen sitzen erstaunlich oft, wirken herrlich respektlos und überschreiten bewusst immer wieder die Grenze des guten Geschmacks. Genau das macht den Spaß aus. Besonders unvergesslich bleibt natürlich die mittlerweile berüchtigte Puppensexszene, die den Film endgültig in eine Richtung katapultiert, mit der wohl niemand gerechnet hätte. Dort wird ordentlich abgespritzt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Dieser Humor ist völlig drüber, schamlos albern und funktioniert gerade deshalb so gut. Man merkt Brian Henson an, wie viel Freude er daran hat, sämtliche Erwartungen an seine Puppenwelt genüsslich gegen die Wand fahren zu lassen.
Überhaupt besitzen die völlig durchgeknallten Puppen deutlich mehr Persönlichkeit als ihre harmlosen Verwandten aus klassischen Familienproduktionen. Irgendwie wirken die verrückten, schrägen und hemmungslos respektlosen Stofffiguren sogar deutlich interessanter – vielleicht sogar attraktiver. Das macht einen fast schon flauschig. Natürlich lebt The Happytime Murders nicht allein von seinen schmutzigen Witzen. Auch das Tempo stimmt, die absurde Grundidee trägt den Film erstaunlich weit und die Mischung aus Krimikomödie und Puppenchaos sorgt dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Nicht jeder Gag trifft ins Schwarze, doch wenn der Film zündet, dann mit voller Wucht und ohne Rücksicht auf empfindliche Gemüter. Selbst Zuschauer, die mit den klassischen Henson-Puppen nie besonders viel anfangen konnten, dürften hier auf ihre Kosten kommen. Denn diese Puppenwelt hat mit nostalgischer Familienunterhaltung ungefähr so viel gemeinsam wie ein Kuscheltier mit einem Flammenwerfer. Gerade deshalb entwickelt der Film seinen ganz eigenen, herrlich schrägen Charme.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine kräftige Farbwiedergabe die passend daher kommt, sehr feine Details bei Schärfe und Auflösung und ein ausgezeichneter heller Kontrast. Bildtechnisch kann man bis auf kleine Körnungen ab und an mehr als zufrieden sein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier stechen besonders die Dialoge hervor, doch auch die Actionszenen wissen sich in Szene zu setzen. Ein doch recht ausgewogener Klang der zufrieden stellt.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist nur Standard. Featurette und Making-of laufen insgesamt gerade mal 7 Minuten zusammen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 08. März 2019.