


Eine Gruppe von acht erfolgreichen Gamern wird zu einem Betatest eingeladen, bei dem sie eine brandneue und hochmoderne Virtual-Reality-Simulation ausprobieren soll. Ziel dabei ist es, computergesteuerte Terroristen zu bekämpfen. Dem Gewinner winken satte 100.000 Dollar. Um in die Simulation einsteigen zu können, müssen die Teilnehmer speziell ausgestattete Kampfanzüge anlegen und sich vom Computer Abscannen lassen. Daraufhin verwandelt sich das moderne Bürogebäude vor den Augen der Gamer in ein hyperrealistisches Kriegsszenario.
Doch als die Gruppe bemerkt, dass ihre Anzüge reales Feedback geben und Verletzungen im Spiel auch tatsächlich erfolgen, wird aus Spaß plötzlich blutiger Ernst. Die Anzüge können nicht mehr ausgezogen werden und halten die Spieler in der virtuellen Realität gefangen. Die Grenze zur Wirklichkeit verschwimmt immer mehr. Ein echter Kampf um Leben und Tod beginnt. Wer ignoriert alle moralischen Grundsätze und kann dieses Spiel überleben?
Originaltitel: The Call Up
Regie: Charles Barker.
Drehbuch: Charles Barker.
Darsteller: Morfydd Clark, Chris Obi, Max Deacon, Tom Benedict Knight, Parker Sawyers, Douggie McMeekin, Ali Cook, Adriana Randall, Greg Kolpakchi.
Genre: Action / Sci-Fi
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
The Call Up greift ein Konzept auf, das besonders im Science-Fiction-Genre immer wieder reizvoll erscheint: die gefährliche Verschmelzung von virtueller Realität und echter Welt. Gerade in Zeiten moderner VR-Technologien besitzt diese Idee durchaus eine gewisse Aktualität und bietet eigentlich reichlich Möglichkeiten für intensive Spannung, psychologische Spielereien und actionreiche Eskalation.
Zumindest technisch macht der Film dabei zunächst einen überraschend ordentlichen Eindruck. Die virtuelle Spielwelt wurde für eine vergleichsweise kleine Produktion durchaus solide umgesetzt. Effekte, futuristische Elemente und das gesamte technische Szenario wirken stellenweise sogar erstaunlich hochwertig. Man merkt, dass die Macher bemüht waren, dem Film einen modernen Sci-Fi-Look zu verleihen.
Leider bleibt es weitgehend bei dieser technischen Oberfläche. Denn sobald die eigentliche Handlung stärker in den Mittelpunkt rückt, beginnen die Probleme des Films deutlich sichtbar zu werden. Besonders die Story wirkt über weite Strecken unausgereift und erstaunlich vorhersehbar. Dabei hätte das Szenario eigentlich enormes Potenzial für spannende moralische oder psychologische Konflikte geboten.
Stattdessen bewegt sich die Handlung meist auf sehr bekannten Genrepfaden. Viele Entwicklungen lassen sich früh erahnen und größere Überraschungen bleiben praktisch aus. Der Film spielt zwar mit der Frage, was Realität und was Spiel ist, nutzt diese Thematik aber nie wirklich konsequent oder clever genug aus.
Auch die Actionszenen bleiben leider hinter ihren Möglichkeiten zurück. Zwar wird geschossen, gerannt und gekämpft, doch die Inszenierung besitzt selten echte Dynamik oder Intensität. Gerade bei einem Film, der sich stark auf ein virtuelles Kampfspiel-Szenario stützt, hätte man deutlich spektakulärere oder kreativere Action erwarten können.
Hinzu kommen die schauspielerischen Leistungen, die leider nur bedingt überzeugen. Viele Darsteller wirken recht hölzern oder emotional distanziert. Manche Dialoge werden beinahe so gesprochen, als würden die Beteiligten selbst nicht ganz wissen, wie ernst sie das Ganze eigentlich nehmen sollen.
Dadurch fällt es schwer, wirklich mit den Figuren mitzufiebern. Die Charaktere bleiben größtenteils oberflächlich und austauschbar, was der ohnehin schon mäßigen Spannung zusätzlich schadet.
Besonders schade ist das Finale. Statt mutig neue Wege zu gehen oder wenigstens mit einer überraschenden Wendung aufzuwarten, entscheidet sich The Call Up letztlich für einen ziemlich typischen Standardabschluss. Gerade bei einem Virtual-Reality-Thriller hätte man sich hier deutlich mehr kreative Konsequenz oder zumindest einen verstörenderen Ausgang gewünscht.
Und doch bleibt der Film trotz aller Schwächen einigermaßen unterhaltsam. Dafür sorgt vor allem das Grundkonzept, das nach wie vor interessant genug ist, um zumindest Neugier zu erzeugen. Gerade Fans kleinerer Sci-Fi-Produktionen dürften durchaus Gefallen an den technischen Ideen finden.
Am Ende bleibt jedoch vor allem der Eindruck eines Films, der seine Möglichkeiten niemals wirklich ausschöpft. Gute technische Ansätze treffen hier auf schwache Charaktere, mäßige Spannung und eine viel zu sichere Erzählweise.
Ein technisch ordentlich umgesetzter Virtual-Reality-Science-Fiction-Film mit interessanter Grundidee, der jedoch an schwacher Story, mäßiger Action und blassen Darstellern scheitert. Solide Genreunterhaltung mit viel verschenkter Spannung und einem viel zu gewöhnlichen Ende.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Farblich zum Look des Films passend abgemischt. Ein guter Kontrast und eine durchgehend ausreichend klare Schärfe.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Fade und eintönige Synchronstimmen die etwas matt erklingen, aufgepeppt mit reichlich Dynamik. Die Dialoge sind zwar klar verständlich aber insgesamt macht es einen eher frontlastigen Eindruck.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliche Extras zum Film selbst gibt es keine. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 08. Juni 2018.
www.studio-hamburg-enterprises.de/de/