


Im Jahr 2020 stellt Elias van Dorne (John Cusack), CEO des weltweit größten Herstellers von Robotern, seine bisher mächtigste Erfindung vor: Kronos, ein Super-Computer, der das Ende aller Kriege bedeuten soll. Doch Kronos erkennt blitzschnell, dass der einzige Feind des weltweiten Friedens der Mensch selbst ist. Der Computer richtet alle Waffen und Roboter gegen die Menschheit und rottet diese über Nacht so gut wie aus. 97 Jahre später hat nur noch eine kleine Zahl von Menschen überlebt und versteckt sich tagein tagaus vor den Killer-Maschinen. Doch die beiden Teenies Andrew (Julian Schaffner) und Calia (Jeannine Wacker) schließen sich zusammen, um in eine unbekannte Welt vorzustoßen, von der es heißt, dass es dort keine Roboter gebe. Sie brechen auf zu einer beschwerlichen und gefährlichen Reise – ohne zu wissen, ob es die neue Heimat überhaupt gibt.
Originaltitel: Singularity
Regie: Robert Kouba.
Drehbuch: Robert Kouba.
Darsteller: Julian Schaffner, Jeannine Wacker, John Cusack (2012), Carmen Argenziano, Eileen Grubba.
Genre: Action / Abenteuer / Drama / Sci-Fi
Land: Schweiz / USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 89 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH.
![]()
Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Maschinen übernehmen die Welt, die Menschheit kämpft ums Überleben – das Science-Fiction-Kino hat dieses Endzeitszenario bereits unzählige Male erzählt. Singularity versucht dennoch, mit einer internationalen Produktion und einer starken Schweizer Beteiligung eigene Akzente zu setzen. Neben Jeannine Wacker gehört auch Julian Schaffner zur Besetzung, doch gerade hier zeigt sich eines der größten Probleme des Films. Julian Schaffner wirkt in seiner Rolle leider völlig fehlbesetzt. Seine schauspielerische Leistung kann den Anforderungen der Figur kaum gerecht werden und nimmt vielen Szenen ihre Glaubwürdigkeit. Nicht minder überraschend ist die Beteiligung von John Cusack. Immer wieder stellt sich die Frage, weshalb ein Schauspieler seines Formats dieses Projekt gewählt hat. Da drängt sich fast der Gedanke auf, ob er inzwischen einen ähnlichen Karriereweg einschlägt wie einst Nicolas Cage mit seinen zahlreichen B-Movie-Auftritten.
Die Grundidee hinter der Geschichte ist zwar keineswegs neu, besitzt aber durchaus ihren Reiz. Leider bleibt es überwiegend bei diesem Ansatz. Die Inszenierung verschenkt viel Potenzial, weil es den Kulissen und zahlreichen Handlungsmomenten spürbar an Logik fehlt. Hinzu kommen Dialoge, die selten natürlich wirken und den Figuren kaum Profil verleihen. Auch technisch erreicht der Film nie das Niveau, das sein Szenario eigentlich verlangt. Die Effekte wirken häufig unausgereift und die Actionszenen bleiben überraschend kraftlos. Vermutlich sind viele dieser Schwächen den begrenzten finanziellen Mitteln geschuldet. Dennoch fällt auf, dass die Kulissen trotz aller Endzeitstimmung beinahe steril erscheinen. Sauber, ordentlich und frei von Staub oder Schmutz – ausgezeichnet herausgeputzt, aber kaum glaubwürdig für eine untergegangene Welt. So bleibt Singularity ein Science-Fiction-Film mit einer grundsätzlich interessanten Idee, die jedoch an einer schwachen Umsetzung scheitert. Am Ende erinnert das Ergebnis eher an eine misslungene Verfilmung eines ohnehin nicht besonders überzeugenden Videospiels als an ein packendes Endzeitabenteuer.
![]()
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Bildtechnisch darf man begeistert sein. Das sehr sauber und plastische Bild überzeugt mit brillanten Details, mit einer kristallklaren Schärfe, mit einem sehr hellen Kontrast, strahlenden Farben und einen guten Schwarzwert. So sollte eben High Definition aussehen.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klanglich stehen hier besonders die Dialoge dynamisch im Vordergrund, darauf hätte man aber aufgrund schlechter Dialoge lieber verzichten können. Die Kämpfe und die Sci-Fi-Maschinenelemente sind stylisch abgemischt und präsentieren sich ebenfalls dynamisch mit leicht räumlichen Akzenten. Sauber!
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film. Da wird momentan online so viel Werbung mit gemacht (auch der Gang ins Synchronstudio) und dann gibt es keinerlei Bonusmaterial. Enttäuschend!
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 06. Juni 2018.
www.eurovideo.de