


Bart Bromley (Tye Sheridan) ist ein hochintelligenter junger Mann mit autistischen Zügen. Er arbeitet als Nachtportier in einem Hotel, wo er die Gäste heimlich über Kameras beobachtet, um ihr Verhalten zu studieren. Während seiner Nachtschicht wird eine Frau ermordet und Bart gerät unter dringenden Mordverdacht. Doch dessen ganze Aufmerksamkeit ist bereits bei einem neuen Hotelgast, der schönen und einfühlsamen Andrea (Ana de Armas), zu der er eine persönliche Bindung aufbaut. Eine Nähe, mit der er nicht umzugehen weiß…
Originaltitel: The Night Clerk
Regie: Michael Cristofer.
Drehbuch: Michael Cristofer.
Darsteller: Tye Sheridan (Ready Player One), Ana de Armas (Knives Out), Helen Hunt (Twister), John Leguizamo (Romeo+Julia), Johnathon Schaech (Prom Night), Jacque Gray (Drive me Crazy).
Genre: Krimi / Drama / Mystery / Romantik / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 90 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurettes, Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
The Night Clerk besitzt eigentlich alle Zutaten für einen richtig starken Psycho-Thriller: eine interessante Hauptfigur, eine geheimnisvolle Mordgeschichte und eine prominente Besetzung. Umso enttäuschender bleibt, dass der Film aus seinem Potenzial letztlich nur sehr wenig macht.
Dabei wirkt die Grundidee zunächst durchaus reizvoll. Ein junger Hotelangestellter mit Autismus-Spektrum-Bezug beobachtet heimlich das Leben anderer Menschen über versteckte Kameras und gerät plötzlich in einen Mordfall hinein. Solche Geschichten leben normalerweise von psychologischer Spannung, unangenehmen Beobachtungen und clever aufgebautem Misstrauen.
Doch genau daran mangelt es dem Film leider. Statt die spannende Ausgangslage wirklich auszunutzen, bleibt The Night Clerk über weite Strecken erstaunlich ruhig und zurückhaltend inszeniert. Spannung entsteht kaum und auch die psychologischen Aspekte werden nur oberflächlich angerissen. Vieles läuft auf Sparflamme ab, ohne jemals wirklich intensiv oder packend zu werden.
Besonders schade ist das bei der Besetzung. Mit Tye Sheridan, Ana de Armas und Helen Hunt wäre deutlich mehr möglich gewesen. Gerade Tye Sheridan bemüht sich sichtbar um eine ungewöhnliche Darstellung seiner Figur, wirkt dabei jedoch oftmals nicht vollständig glaubwürdig. Vor allem die Darstellung des Asperger-Syndroms beziehungsweise eines Autismus-Spektrums bleibt problematisch und teilweise wenig durchdacht.
Man merkt dem Drehbuch an, dass es sich nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt. Viele Verhaltensweisen der Figur wirken eher wie filmische Klischees statt wie eine ernsthafte oder realistische Auseinandersetzung. Besonders auffällig wird dies gegen Ende des Films, wenn Situationen gezeigt werden, die für viele Menschen im Autismus-Spektrum aufgrund der massiven Reizüberflutung kaum glaubwürdig erscheinen.
Dadurch stellt sich unweigerlich die Frage, ob bestimmte Eigenschaften der Figur vielleicht bewusst nur angedeutet oder sogar instrumentalisiert wurden. Leider beantwortet der Film diese Fragen nie wirklich zufriedenstellend. Auch insgesamt fehlt es dem Drehbuch an Raffinesse. Die Handlung entwickelt sich vorhersehbar und überraschende Wendungen bleiben weitgehend aus. Was eigentlich ein cleverer Psycho-Thriller hätte sein können, wirkt stattdessen eher wie ein leises Krimidrama mit etwas düsterer Atmosphäre.
Und dennoch funktioniert der Film stellenweise durchaus solide. Die ruhige Inszenierung besitzt immerhin eine gewisse melancholische Stimmung und manche Szenen entwickeln durch ihre Zurückhaltung sogar einen gewissen Reiz. Besonders die nächtliche Hotelatmosphäre sorgt gelegentlich für angenehme Spannung. Nur leider reicht das nicht aus, um dauerhaft zu fesseln.
Denn The Night Clerk bleibt insgesamt zu blass, zu vorsichtig und zu wenig ausgearbeitet. Es fehlt an Details, an psychologischer Tiefe und an jener cleveren Spannung, die das Thema eigentlich hergegeben hätte.
Ein ruhig erzählter Krimi mit Thriller-Elementen, der aus seiner interessanten Grundidee leider zu wenig macht. Trotz guter Besetzung bleibt The Night Clerk vorhersehbar, emotional distanziert und psychologisch wenig ausgearbeitet. Solide gespielt und atmosphärisch stellenweise gelungen, aber insgesamt eher ein leises Drama als ein packender Psycho-Thriller.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Den Bild hingegen fehlt es definitiv nicht an Details, diese zeigen sich hervorragend fein. Die Schärfe punktet mit einer durchgehenden Klarheit, der Kontrast ist ausgezeichnet hell abgestimmt und auch der Schwarzwert überzeugt mit satten Nuancen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier stellen sich besonders die Dialoge in den Vordergrund, diese präsentieren sich ausgezeichnet dynamisch. Weitere Klänge sind hingegen zwar sehr sauber aber eher abseits und größtenteils viel zu leise. Dabei hätte hier die Atmosphäre überzeugend müssen. Bei der Original-Tonspur kommen diese nur minimal besser hervor.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Zwei relativ kleine Making-of-Featurettes und er Trailer zum Film sind durchaus ausreichend gut.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4009750203583
VÖ-Kauf: 19. November 2020.