


Die Suche nach dem Ebenbild seiner verstorbenen Geliebten bringt den Grafen Dracula in das England des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Und hier trifft er auf seinen erbittertsten Gegner – Professor van Helsing. Ein grausamer Kampf zwischen den Mächten der Finsternis und dem Glauben an die ewige Liebe entbrennt – ein Kampf, den nur einer überleben kann…
Originaltitel: Dracula
Regie: John Badham.
Drehbuch: W.D. Richter.
Darsteller: Frank Langella (The Box), Laurence Olivier (Rebecca), Donald Pleasence (Halloween), Kate Nelligan (Auf der Jagd), Trevor Eve, Jan Francis, Janine Duvitski, Tony Haygarth.
Genre: Drama / Horror / Romantik
Land: UK
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Deutsch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Einführung von Regisseur John Badham. Rekonstruierte Original-Farbfassung, Audiokommentar John Badham, Deutscher und Originaltrailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial, Bonus-DVD (Lauflänge ca. 105 min, deutsch untertitelt): Radiospots, „King of My Kind“, Interview mit John Badham, „What Sad Music“, Interview mit Autor W.D. Richter, „The Revamping of Dracula“, Making-of.
Vertrieb: Koch Media GmbH / Black Hill Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt zahlreiche Verfilmungen von Dracula, doch nur wenige besitzen eine so eigene Identität wie Dracula. Der Film geht bewusst einen anderen Weg als viele seiner Vorgänger und Nachfolger und genau das macht ihn bis heute so faszinierend. Während zahlreiche Dracula-Adaptionen den Fokus vor allem auf Horror, Blutdurst und die Schrecken des Vampirmythos legen, interessiert sich diese Version deutlich stärker für die romantische Seite der Geschichte. Im Mittelpunkt steht weniger das Monster als vielmehr die Beziehung zwischen Dracula und Lucy. Dadurch erhält die Handlung eine ungewohnte emotionale Note, die dem Film einen ganz eigenen Charakter verleiht. Auch deshalb wirkt die Verfilmung nicht wie eine klassische Umsetzung des Romans, sondern eher wie eine Interpretation verschiedener Dracula-Stoffe und Bühnenfassungen. Das mag Puristen gelegentlich stören, schmälert jedoch keineswegs die Wirkung des Films.
Einen entscheidenden Anteil daran hat Frank Langella. Für viele gehört seine Darstellung zu den besten Verkörperungen des berühmten Vampirs überhaupt. Während andere Darsteller vor allem Bedrohlichkeit oder Wahnsinn betonen, verleiht Langella seiner Figur eine elegante, beinahe hypnotische Ausstrahlung. Sein Dracula wirkt zugleich gefährlich und verführerisch, was hervorragend zum romantischen Schwerpunkt des Films passt. In der langen Geschichte der Dracula-Darsteller dürfte für viele lediglich Gary Oldman aus Bram Stoker’s Dracula noch darüber stehen. Bereits die Eröffnung des Films zeigt eindrucksvoll, welche Qualitäten diese Produktion besitzt. Die starke Einleitung zieht den Zuschauer unmittelbar in ihren Bann und bereitet den Boden für eine Geschichte voller Melancholie, Leidenschaft und düsterer Schönheit. Visuell überzeugt der Film durch zahlreiche eindrucksvolle Bilder, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Wirkung verloren haben.
Hinzu kommt eine erstklassige Besetzung. Neben Langella tragen auch Laurence Olivier und Donald Pleasence dazu bei, dass der Film durchgehend auf hohem Niveau bleibt. Ihre Präsenz verleiht der Geschichte zusätzlich Gewicht und Eleganz. Vor allem aber lebt „Dracula“ von seiner Atmosphäre. Die unheimliche Faszination, die den Film durchzieht, wirkt auch heute noch erstaunlich kraftvoll. Es ist weniger der Horror, der unter die Haut geht, sondern vielmehr die Mischung aus Romantik, Tragik und unterschwelliger Bedrohung. So bleibt diese Version von „Dracula“ eine der gelungensten Verfilmungen des Stoffes. Eine stilvolle, atmosphärische und ungewöhnlich romantische Interpretation, die ihren Vampir nicht nur als Monster, sondern auch als tragische Figur begreift. Ein Film voller Leidenschaft, dunkler Schönheit und zeitloser Faszination – ein Dracula mit Biss und Herz.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
In der Vergangenheit gab es von Käufern einige Beschwerten bezüglich der Farbwiedergabe. Fürs Kino gab es damals eine farbenprächtige Version, diese ist hier gemeinsam mit der vom Regisseur beliebteren Fassung vorhanden. Der Regisseur erklärt kurz vor Filmbeginn einige Worte dazu. Die Neuauflage von Black Hill Pictures liefert aber immer noch ein leichtkörniges Bild, auch auf Weichzeichnungen hat man erneut nicht verzichtet. Insgesamt zeigt sich alles sehr stimmig, tut aber auch nicht sonderlich gut, da viele Details einfach ausbleiben. Die Farben sind mal schwach und mal satt, der Schwarzwert präsentiert sich niemals wirklich kräftig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Surroundeffekte bewegen sich lediglich im Frontbereich, da der Film eh sehr Dialoglastig ist, mag man das durchaus verzeihen. Diese sind aber klar verständlich und sauber. Doch das Highlight ist die stimmungsvolle Musik.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Interessant ist weiterhin die Super-8-Fassung, Interviews und Making-of runden das Disc-Set ausgezeichnet ab.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Zeigt ein neues, handgezeichnetes Cover von Adrian Keindorf.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4020628736576
VÖ-Kauf: 26. November 2020