


Ein Jahr am Joffrey Ballet Chicago zwischen Proben und Bühne, Schinderei und Triumph: Die vielversprechende junge Ballerina Ry, die erfahrene Tänzerin Harriet, der Elite-Koch Josh und Alberto Antonelli, künstlerischer Direktor der Balletkompanie, erleben bahnbrechende Erfolge, aber auch bittere Niederlagen. Für den Ballettnachwuchs rückt das Privatleben komplett in den Hintergrund. Es gibt nur ein wahres Ziel: Teil der Company zu werden. Die Tänzerinnen und Tänzer verbringen dafür die Nächte hinter Bartresen oder auf Sofas und trainieren über ihre Schmerzgrenzen hinaus. Ry gilt als sehr talentiert und kämpft mit Mut und Ausdauer um die Rolle der Solotänzerin. Doch verliebt sich nebenbei auch in den charmanten Restaurantbesitzer Josh. Wird sie ihren Traum dennoch verwirklichen?
Originaltitel: The Company
Regie: Robert Altman.
Drehbuch: Barbara Turner.
Darsteller: Neve Campbell (Wild Things), James Franco (127 Hours), Malcolm McDowell (Halloween), Barbara E. Roberts, William Dick, Susie Cusack.
Genre: Drama / Musik / Romantik
Land: USA / Deutschland / UK
FSK: 0 Jahre.
Laufzeit: 112 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Mit The Company schuf Robert Altman einmal mehr ein Werk, das weniger einer klassischen Handlung folgt als vielmehr einem lebendigen Beobachten von Menschen, Beziehungen und kleinen Augenblicken. Und genau darin lag seit jeher die große Stärke des mittlerweile verstorbenen Meisterregisseurs.
Natürlich steht hier das Ballett im Mittelpunkt – und doch eben auch wieder nicht. Denn obwohl die aufwendig inszenierten Tanzsequenzen zweifellos das visuelle Herzstück des Films bilden, interessiert sich Altman wie so oft viel mehr für das Drumherum. Für die Menschen hinter der Bühne, für ihre Sehnsüchte, Unsicherheiten, Beziehungen und den Alltag zwischen Kunst, Leidenschaft und persönlichem Verzicht.
Gerade dadurch wirkt The Company niemals wie ein typischer Tanzfilm. Vielmehr fühlt sich das Werk an wie ein stiller Blick hinter die Kulissen einer eigenen kleinen Welt. Die Choreografien selbst sind dabei absolut herausragend inszeniert. Die Tanzszenen besitzen eine Eleganz und Präzision, die selbst Zuschauer fesseln dürfte, die ansonsten wenig Bezug zum Ballett haben. Altman filmt die Aufführungen nicht wie reine Showeinlagen, sondern beinahe dokumentarisch und zugleich voller Bewunderung für die Kunstform selbst.
Dabei entsteht eine faszinierende Mischung aus Disziplin, Schönheit und körperlicher Anstrengung. Doch wie gewohnt belässt es Altman nie bei nur einem Thema. Zwischen den Proben, Aufführungen und alltäglichen Begegnungen entfalten sich zahlreiche kleine Geschichten und Nebennuancen. Beziehungen entstehen beiläufig, Konflikte entwickeln sich subtil und viele Figuren erhalten Raum, ohne jemals künstlich in den Vordergrund gedrängt zu werden.
Genau dieses Ensemblegefühl macht den Film so besonders. Wie in vielen Werken von Altman wirken die Szenen fast beiläufig und dennoch vollkommen lebendig. Gespräche überschneiden sich, Figuren tauchen auf und verschwinden wieder, während sich langsam ein vollständiges Bild dieser Künstlergemeinschaft zusammensetzt. Der Film lebt nicht von großen dramatischen Höhepunkten, sondern von Atmosphäre, Beobachtungen und zwischenmenschlichen Details.
Besonders beeindruckend bleibt dabei die ruhige Selbstverständlichkeit, mit der Altman seine Geschichte erzählt. The Company wirkt nie überinszeniert oder künstlich dramatisch. Stattdessen entfaltet sich alles mit einer fast melancholischen Eleganz.
Auch die Besetzung passt hervorragend zu diesem Stil. Die Darsteller fügen sich perfekt in dieses natürliche Ensemble ein und verleihen den Figuren genau jene glaubwürdige Zurückhaltung, die Altman-Filme oft so authentisch wirken lässt.
Visuell präsentiert sich der Film zudem äußerst stilvoll. Die Bühnenbilder, Lichtstimmungen und Tanzaufnahmen besitzen eine klassische Schönheit, die den gesamten Film zeitlos erscheinen lässt. Trotz seines Erscheinungsjahres wirkt The Company heute keineswegs altmodisch, sondern vielmehr angenehm klassisch.
Gerade deshalb verwundert es tatsächlich, dass der Film bis heute keine größere hochwertige Veröffentlichung – insbesondere auf Blu-ray – erhalten hat. Denn allein die Tanzszenen und die elegante Bildsprache hätten eine restaurierte HD-Fassung mehr als verdient.
The Company ist letztlich weit mehr als nur ein Film über Ballett. Es ist ein leises Ensemble-Drama über Kunst, Leidenschaft und Menschen, die ihr Leben einer Disziplin verschrieben haben – erzählt mit jener unverwechselbaren Handschrift, die nur Robert Altman beherrschte.
Ein meisterhaft inszeniertes Ensemblewerk voller Eleganz, großartiger Choreografien und stiller zwischenmenschlicher Beobachtungen. Klassisch erzählt, zeitlos schön und ein weiterer Beweis für die einzigartige Kunst von Robert Altman.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Das Bild ist absolut fantastisch. Brillant gestochen Scharf und mit großartig feinen Details. Auch der Kontrast könnte nicht perfekter sein und die Farben sind natürlich.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Als würde man direkt auf der Bühne oder im Trainingssaal stehen, so fein ist der Sound. Der sehr saubere Ton ist klanglich einfach klar.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Leider gibt es keine Extras. Enttäuschender Applaus!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912171305
VÖ-Kauf: 3. September 2021
www.studio-hamburg-enterprises.de