


Horst Schlämmer hat die Faxen dicke: Die Preise steigen, die Stimmung sinkt, die Kneipen schließen. Kurzum: Deutschland hat Rücken! Und zwar im Gesicht. Also geht der stellvertretende Chefredakteur vom Grevenbroicher Tagblatt auf eine große Reise mit noch größerem Ziel: Er will den Leuten ihr Lächeln zurückbringen! Doch wie wird man glücklich? Schwere Zeiten verlangen nach klaren Antworten – und weil man die in Grevenbroich nicht finden kann, begibt sich Horst Schlämmer auf die Reise seines Lebens: Von Süddeutschland bis Sylt, von Berlin bis Büsum – per Anhalter, Krabbenkutter oder Schienenersatzverkehr. Er trifft Passanten, Promis und Psychologen, fragt knallhart nach und verliert, trotz vieler Rückschläge, nie seine Mission aus den Augen: Die Menschen wieder glücklich zu machen!
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Horst Schlämmer sucht das Glück – gefunden hat er es offenbar nicht. Und auch beim Zuschauer stellt sich nach dieser Reise durch allerlei vermeintlich komische Situationen ziemlich schnell die Frage, wo genau hier eigentlich der Spaß versteckt wurde. Der Film möchte eine seelische Wohltat zum Lachen sein, versucht also gewissermaßen gute Laune auf Rezept zu verschreiben. Die Betonung liegt allerdings eindeutig auf versucht. Das Problem beginnt bereits bei der Figur selbst. Was früher vielleicht einmal als schräger Humor funktioniert haben mag, wirkt inzwischen reichlich veraltet und vor allem erstaunlich zahnlos. Horst Schlämmer besitzt hier nicht mehr den Biss, der seine Figur einst interessant machen konnte. Statt frecher Spitzen bleibt vieles an der Oberfläche, statt überraschender Ideen gibt es plump aufbereitete Gags. Der Humor wirkt dadurch nicht herrlich altmodisch, sondern schlicht altbacken.
Für ein wenig Bewegung sorgen immerhin die zahlreichen Gastauftritte. Sie bringen bekannte Gesichter ins Spiel und sorgen zumindest gelegentlich für Abwechslung. Nur können auch sie das eigentliche Problem nicht lösen: Die Handlung bleibt vorhersehbar und entwickelt kaum einen Reiz, der dazu einladen würde, wirklich gespannt dranzubleiben. Man wartet eher darauf, dass der nächste bekannte Name auftaucht, als darauf, was die Geschichte selbst noch zu bieten hat. Dabei hätte gerade eine Figur wie Horst Schlämmer genügend Möglichkeiten geboten, ordentlich gegen den Strich zu bürsten. Stattdessen bleibt Horst Schlämmer sucht das Glück in nahezu jeder Hinsicht erstaunlich plump. Die Inszenierung, der Humor und die Geschichte finden kaum einen Moment, in dem daraus etwas wirklich Eigenständiges entsteht. Selbst die vermeintliche Suche nach dem Glück wirkt irgendwann eher wie eine ziemlich lange Suche nach einer guten Pointe. So bleibt am Ende eine humorlose und altbackene Enttäuschung. Ein Film, der eigentlich gute Laune verbreiten möchte, aber kaum etwas findet, das tatsächlich glücklich macht. Horst Schlämmer sucht das Glück trägt seinen Titel damit beinahe unfreiwillig ironisch: Gesucht wird das Glück, gefunden wird vor allem die Erkenntnis, dass auch eine bekannte Figur irgendwann ihren Humor verlieren kann.
Die DVD setzt bei der Bildgestaltung deutlich auf kräftige Akzente. Farben und Kontrast wirken stellenweise übermäßig grell und nehmen der Darstellung dadurch etwas an Natürlichkeit. Technisch kann die Präsentation dennoch mit einer ordentlichen Schärfe punkten. Feinere Strukturen werden sauber herausgearbeitet und gerade bei Nahaufnahmen zeigt sich ein erfreulich klarer Detailgrad. So bleibt trotz der etwas überdrehten Farbgestaltung ein insgesamt brauchbarer Bildeindruck zurück.
Akustisch liefert die DVD genau das, was man von einer klassischen TV-Komödie erwartet. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich und werden mit einer ordentlichen Dynamik wiedergegeben. Auch die übrige Abmischung präsentiert sich sauber und frei von störenden Schwächen. Klanglich bleibt das Ganze allerdings eher auf Fernsehniveau – größere Räumlichkeit oder eine besonders ausgefeilte Soundkulisse sollte man hier nicht erwarten.
Das Bonusmaterial fällt überschaubar aus. Ein knapp vierminütiger Blick hinter die Kulissen sowie kurze Interviews, Spots und der Trailer bilden das komplette Zusatzprogramm. Solide Standardkost, die ein paar zusätzliche Eindrücke vermittelt, aber keinen größeren Mehrwert bietet.