

Sie sind die Männer und eine Frau, die man losschickt, wenn normale Regeln nicht mehr greifen. Bronco (Jake Gyllenhaal), Sid (Henry Cavill) und Sophia (Eiza González) operieren im Schatten internationaler Machtspiele – und wissen genau, wann Diplomatie endet und Gewalt beginnt. Diesmal führt sie ihr Auftrag auf eine abgeschottete Insel, wo ein milliardenschweres Vermögen in den Händen eines gefürchteten Diktators liegt. Was zunächst wie ein perfekt kalkulierter Zugriff aussieht, gerät schnell außer Kontrolle. Denn auf der Insel ist nichts so, wie es scheint, und jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Zwischen Täuschung, Verrat und explosiven Konfrontationen beginnt ein hochriskantes Spiel um eine Milliarde Dollar. Und je näher das Team seinem Ziel kommt, desto klarer wird: Am Ende gewinnt nicht der, der den besten Plan hat – sondern der, der bereit ist, ihn als Erster zu brechen.
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Drei Namen wie Jake Gyllenhaal, Henry Cavill und Eiza González sorgen bereits dafür, dass „In the Grey“ einiges an Präsenz mitbringt. Die Besetzung ist dann auch eine der tragenden Säulen dieses kurzweiligen Actionvergnügens. Alle drei machen ihre Sache wohlwollend, wobei Jake Gyllenhaal einmal mehr zeigt, dass er selbst Material mit Schwächen nicht einfach untergehen lässt. Ihm gelingt es, seiner Figur genügend Persönlichkeit zu geben, damit die Geschichte auch dann interessant bleibt, wenn sie erzählerisch ins Stolpern gerät. Der typische Stil von Guy Ritchie ist unverkennbar. Schnelle Rhythmen, markante Dialoge und eine Inszenierung, die gerne etwas mehr Energie besitzt als ihre eigentliche Handlung, bestimmen vor allem die erste Hälfte. Hier entsteht ein unterhaltsamer Mix aus Figuren, Wortgefechten und diesem leicht überdrehten Rhythmus, den man mit Ritchies Kino verbindet. Später verschiebt sich das Gewicht deutlich: Die zweite Hälfte tritt stärker aufs Gaspedal und entwickelt sich zunehmend zum rasanten Actionfilm. Erzählerisch ist das Ganze allerdings nicht ganz so rund. Der Plot verliert sich immer wieder in Erklärungen und Konstrukten, die den eigentlich flotten Verlauf ausbremsen. Einige Hänger entstehen genau dort, wo die Geschichte eigentlich weiterziehen müsste. Langweilig wird „In the Grey“ dadurch nicht, doch die Unbeständigkeit ist spürbar. Der Film hat seine Dynamik, verliert sie aber immer wieder zwischen seinen erzählerischen Konstruktionen.
Auch beim Nervenkitzel bleibt etwas Luft nach oben. Die Handlung und ihre Inszenierung gehen nur selten ein echtes Risiko ein. Vieles wirkt kontrolliert und darauf ausgelegt, möglichst sicher durch die Action zu kommen, anstatt den Zuschauer wirklich auf die Kante des Sitzes zu treiben. Das drückt die Spannung merklich nach unten. Spektakel allein ersetzt eben noch keinen spürbaren Nervenkitzel. Seine besten Momente besitzt „In the Grey“ deshalb dort, wo Stil, Besetzung und Action unmittelbar zusammenspielen. Die erste Hälfte lebt vom typischen Ritchie-Rhythmus und den Dialogen, die zweite von der zunehmend rasanten Action. Dazwischen wird die Geschichte allerdings immer wieder von ihren eigenen Erklärungen aufgehalten. „In the Grey“ ist damit kein großes Risiko und auch kein besonders spannender Action-Thriller, aber ein kurzweiliges Vergnügen mit einer starken Besetzung und ausreichend Guy-Ritchie-Energie. Die Handlung besitzt Hänger und verliert sich gelegentlich in ihren Konstrukten, doch langweilig wird es deshalb nicht. Unterhaltsam bleibt der Film allemal – nur der ganz große Adrenalinschub lässt auf sich warten.
Die DVD von In the Grey präsentiert sich überraschend frisch und offen. Der Kontrast wurde angenehm hell abgestimmt und verleiht den Aufnahmen eine klare, luftige Wirkung, ohne dabei die Bildtiefe zu verlieren. Die Farben bleiben erfreulich natürlich und vermeiden eine übertriebene künstliche Sättigung. Auch bei der Detailzeichnung kann die Veröffentlichung punkten. Selbst im Hintergrund bleiben kleinere Strukturen sichtbar, wodurch die einzelnen Einstellungen genügend Tiefe erhalten. Die Schärfe arbeitet dabei ausgesprochen präzise und präsentiert sich durchgehend hervorragend klar. Gerade bei den actionreicheren Momenten bleibt die Darstellung erfreulich stabil und verliert kaum an Feinzeichnung. Eine technisch überzeugende DVD-Präsentation, die aus dem vorhandenen Material einiges herausholt und mit ihrer klaren, natürlichen Optik einen sehr guten Eindruck hinterlässt.
Akustisch darf es dann deutlich kräftiger zur Sache gehen. Die Dialoge werden klar und präsent wiedergegeben und behalten auch während der actiongeladenen Passagen ihre Verständlichkeit. Wenn die Action einsetzt, bekommt die Tonspur ordentlich Arbeit. Die Dynamik legt spürbar zu und die einzelnen Effekte werden mit genügend Nachdruck in den Raum gestellt. Schüsse, Bewegungen und andere Kampfgeräusche besitzen dadurch eine angenehme Wucht, während die räumliche Atmosphäre zusätzlich für etwas mehr Tiefe sorgt. Auch kleinere Sounddetails gehen dabei nicht einfach unter. Trotz der Energie bleibt die Abmischung sauber und kontrolliert. Ein dynamischer Klang, der vor allem dann Spaß macht, wenn auf der Leinwand ordentlich Bewegung herrscht.
Bei den Extras bleibt die Veröffentlichung deutlich zurückhaltender. Ein paar sympathische Interviews und der Trailer zum Film sind zwar vorhanden, zum wirklichen Bonus-Highlight reicht das allerdings nicht.